(periphere Notate): Hier kommt der woke Führer! (von der AfD, ätsch!)

In dem Wirbel um die Hetzjagden auf Journalisten rund um den AfD-Parteitag in Erfurt ist ein nicht unwesentliches, zumindest interessantes Detail etwas untergegangen: Da war eine „Pressekonferenz“ zu sehen, auf der eine Person im Kleid mit Brüsten und recht bekanntem Gesicht ungefähr dies äußerte: „Faschist innen sind auch mit Presseausweis Faschist innen!“ Solche dürfen folglich auf Pressekonferenzen der UnsDem-Stoßtrupps keine Antworten auf Fragen erwarten, und wenn man ihnen den Schädel eintritt, sind sie selber schuld. Was kaum jemanden auffiel, war, um wen es sich bei der Person, die solches ausstieß, handelte. Die ist nämlich trotz Tuntenkostüm ein zertifizierter oder wenigstens ehemals „gesicherter“ Nazi: Erik Ahrens.

Der „galt“ (laut dem Propagandablog „Wikipedia“) bis September 2025 als „Kopf der Tiktok-Offensive der AfD“, soll mit der SS „sympathisiert“ haben und wollte wohl auch „der nächste Führer von Deutschland“ werden. Zu diesem Zweck – ich hole aus – schloß sich Ahrens (der zuvor auch mal bei „Die Linke“ aktiv war und dort insbesondere gegen die „Antideutschen“ agitierte) zunächst 2015 den „Antideutschen“ an, wendete sich dann erneut um 180 Grad und gründete ein „rechtsextremes Propagandainstitut“ (was immer das gewesen sein mag).

Als „Rassenkundler“ war er dann an der aus den USA finanzierten „eugenisch“ orientierten „Human Diversity Foundation“ beteiligt, von der man nicht viel mehr weiß als daß sie wohl ein ziemlich wüst rassistischer Haufen sein soll. Hinterher oder währenddessen (angeblich im Oktober 2024) gründete er noch einen Club namens „Neo Byzantium“, der angeblich die „Elite eines rassistischen Europas“ heranzüchten wollte.

Klingt lustig, nicht wahr? Erinnert auch ein bißchen an die rechtsextreme Kampftruppe „Zentrum für politische Schönheit“, gelt? Wer weiß, was es da an Zusammenhängen gab oder gibt. Jedenfalls schleuste irgendwer oder er selbst Ahrens als angeblichen „Berater“ des gelegentlich irrlichternden AfD-Politikers Maximilian Krah in die Randbezirke von dessen Partei ein. Der „Wikipedia“-Blog plappt dazu: „Seine Strategien hängen maßgeblich mit dem Erfolg der AfD in den sozialen Netzwerken zusammen.“ Gemeint ist wohl eher das Gegenteil: Der Erfolg der AfD in sozialen Netzwerken habe maßgeblich mit seinen Strategien zusammengehangen. Das ist aber sowieso alles nur (sorry) verschwörungstheoretisches Geraune.

Es folgte noch einiges an zwielichtig-geheimdienstverdächtigem SS-Eugenik-Gemauschel; bei der AfD flog Ahrens als „Berater“ erwartungsgemäß hinaus. Was er unmittelbar danach tat, ist etwas schwer einzuschätzen. Ich zitiere dazu (indirekt) den umstrittenen „Tagesstürmer“: „Anfang Februar 2025 behauptete Ahrens in einem Video auf seinem YouTube-Kanal, daß Kubitschek und der orthodoxe Abt Johannes (bürgerlich: Johannes Pfeiffer) vom Deutschen Orthodoxen Dreifaltigkeitskloster Buchhagen versucht hätten, ihn unter ihre Kontrolle zu bringen, und letzterer einen ‚deindustrialisierten mitteldeutschen […], im besten Fall feudalen‘ Agrarstaat anstrebe. Der Abt kritisierte seinerseits Ahrens; er habe diesen als sehr „antichristlich“ erlebt.“ (Autor der beiden zitierten Artikel ist übrigens der weithin bekannte und notorische „Corona“-Extremist Sebastian Leber.)

Darauf ist kein rechter (oder höchstens ein solcher) Reim zu machen. Man könnte vermuten, daß dem bekanntermaßen irrsinnigen (sorry) Verschwörungstheoretiker Leber mal wieder sein eigenes Gehirn um die Ohren geflogen ist, aber man weiß es nicht. Was man weiß, ist: Erik Ahrens war und ist Nazi oder gab sich zumindest als solcher aus. Ach so: Beim legendären „Potsdamer Treffen“ soll er auch anwesend gewesen sein, als was auch immer, und sich hinterher durch die Bestätigung der märchenhaften „Correctiv-Recherche“ möglicherweise einen veritablen Meineid geleistet haben.

Des weiteren ergriff Ahrens energisch Partei für das ukrainische Naziregime, bezeichnete den wenigstens ehemals linksradikalen „Compact“-Chef Jürgen Elsässer als „Volksverräter“ – und gab dann – hurra! – bekannt, er sei aus der rechtsextremen Szene „ausgestiegen“. Hi hi, so weit.

Mit Erstaunen nahm manch einer zu Kenntnis, daß Ahrens wenige Tage oder Wochen später zur Anti-AfD-Inszenierung „Prozeß gegen Deutschland“ im Hamburger Thalia-Theater eingeladen wurde (als einziger Teilnehmer per Videoübertragung, weil er angeblich „im Ausland lebe“). Dort erklomm er eine neue Stufe der Autokomik, nannte sich „Andrew Y“ und weigerte sich, deutsch zu sprechen, weil er diese Sprache aufgrund seiner Identifikation mit den Holocaust-Opfern nicht mehr durch den Kehlkopf bekomme und sie deshalb nur noch zu „very special occasions“ spreche.

Ob es sich bei dem Mäuschen, das da devot neben ihm kauerte und sich als seine „fiancé“ (Verlobte) bezeichnen ließ, um die Problemponytusse handelte, die in Erfurt schon viel „feministischer“ neben ihm saß und die Zensurbeamte gab, weiß ich nicht, vermute es nur. Jedenfalls durfte sie dort (Hamburg) sein eigentümliches Denglisch in (für ihn) elektronischer Anwesenheit eines „Awareness-Teams“ in kaum verständliches „Deutsch“ übersetzen; er grinste dazu triumphierend – und verwandelte mit dieser Charade nebenbei nicht nur die ehedem ehrenwerte Herta Däubler-Gmelin in eine Witzfigur, sondern das gesamte Theater in einen Lachsack ohne Inhalt und die ehemalige Republik in eine Farce.

Da war der Ahrens also noch ganz Mann und verlobt, und nun, wiederum ein paar Wochen später, sitzt er in Erfurt als Führer einer „Pressekonferenz“, nennt sich Noa Sander und gibt bekannt, wer „Faschist innen“ ist und daher gejagt, verdroschen und gegen den Kopf getreten werden darf. Ich täte mal vorsichtig sagen: Liebe Antifa, da habt ihr euch einen in den Kunstpelz gesetzt, der die nächste „Nacht der langen Messer“ geduldig erwartet, um seinen alten „Plan“ umzusetzen. Sagt dann bitte nicht, ihr wärt nicht gewarnt worden (außer vor der AfD)!

Ich muß gestehen: Ich empfinde eine gewisse Hochachtung vor der Leistung, sich derart dreist durch die deutsche Propagandamaschine hindurchzuschmuggeln und immer wieder als neuer Schachtelteufel aufzuploppen. Aber nur eine gewisse. Und politisch … na ja, was heißt das heute noch?

 

21 Antworten auf „(periphere Notate): Hier kommt der woke Führer! (von der AfD, ätsch!)“

  1. Ist scheinbar ein Geschäftsmodell geworden, erst Nazi, dann Rechtsliberaler oder was auch immer, siehe – Hitler von Köln. In irgendeinem youtube-Video heult er dann noch rum, wegen des Unvereinbarkeitsbeschlusses, nicht in die AfD zu dürfen, lol.
    Und dann ist da ja noch die Schar der „linken“ Aufklärer und Content-Creator, die größtenteils nur Menschen vorführen und deren Elend kapitalisieren.
    Eugen Kogon schrieb in „Der SS-Staat“, daß unter dem Firnis der Überheblichkeit der Hass gedeihe.

    Noch mehr regen mich aber die Grünen auf, GEAS-Reform mitgemacht, Sondervermögen abgesegnet, überall mischen sie konschtrugtief mit und nach all dem Plenarsaal-Mummenschanz, den sie immer aufführen (Bedenken äußern, Korrekturen anmahnen – der GRÜNE Zeigefinger wird gaanz grooß) weinen sie gar bitterlich, wenn alles dann doch wieder so eintritt, wie es im Sinne des verkommenen Bürgertums und seiner pseudochristlichen Vorhut eintreten musste, und tun dann auch noch so, als hätte man sie schon wieder über den Tisch gezogen (auf den sie sich immer wieder freiwillig legen).
    Man sollte denen mal die richtigen Bücher zu lesen geben.

    Mir fiele da als erstes „Die Französische Revolution 1789-1793“ von Pjotr Alexejewitsch Kropotkin ein.

    1. Bei diesen „woken“ „Figurenden“ überkommt mich ein ungutes Gefühl.
      Nur mal so ein bisschen herumgesponnen und aufgrund der Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit angenommen, diese „Vorzeige-Demokraten“ streben in höhere Positionen in Politik und Wirtschaft, was heutzutage keine völlig unrealistische Option auf der links-grünen Karriereleiter ist:

      Sieht unsere Zukunft dann quietsch-bunt regenbogenfarbig und genderneutral geschlechtslos aus?

      Wir definieren uns jeden Tag als etwas, das wir gerade sein möchten, z.B. Einhorn, Kaffeekanne, Brühwürfel, Zwerg Nase, Batman & Robin, ein Blatt Küchenkrepp, Humungus, Mr. Freeze, Himbeereis zum Frühstück, ein Bett im Kornfeld, Ghost in the shell, där Föhrär, Rotkäppchen und der liebe Wolf und die sieben Geisslein, Kirchturmuhr, Erbsengemüse, schwäbische Hausfrau/Maultasche, Volodimir S., Friedrich M., Nosferatu L., Strackula, Kieseh*tler, Blablubb, Habbels…

      Entschuldigung für diese Entgleisung meinerseits, aber ich muss den real gewordenen Irrsinn irgendwie verarbeiten, sonst befürchte ich den „mental overload“ und dann kann ich für nichts mehr garantieren…

      MUHAHAHAHA…

      1. Die EU ist eine Borderleyen-Anstalt geworden. Mit Deutschland als Gummizelle, in der sich Neurotiker und Psychopathen folgenlos austoben können.

        Goethe und Schiller kann aus der Vogelperspektive eigentlich nur grauen, was aus dem ehem. Land der Dichter und Denker geworden ist.

        Man darf sich von dem Irrsinn dennoch nicht zu stark ablenken lassen. Letztlich muss man alles verdauen, was man sich ansieht.

    1. Boah stimmt; ANDERER NAME! Warum ist darauf bisher niemand gekommen?! Ist ja unglaublich! EIN ANDERER NAME! Also, das stimmt; das ist ein klares Signal – zwei verschieden Namen = zwei verschiedene Personen!

  2. Nachtrag: Es ist nicht dieselbe Person, andere Stimme, andere Mundbewegung, andere Zähne, andere Nase.
    Ich habe ein Video angesehen, das erst 2 Monate alt ist. So schnell kann man nicht alles umoperieren.

  3. Ich habe unmittelbar vorher diese „Pressekonferenz“ der versammelten woken Selbstgerechtigkeit geschaut. Erst fror es mich, aber irgendwann fing ich an zu lachen.
    Wenn die beiden Personen tatsächlich identisch sind, werde ich 3 Tage lang lachen.
    Dann schlage Noa/Erik für den renommierten Bijan-Tavassoli-Preis vor!

    1. „Wenn die beiden Personen tatsächlich identisch sind, werde ich 3 Tage lang lachen.
      Dann schlage Noa/Erik für den renommierten Bijan-Tavassoli-Preis vor!“

      Genau so.

      Abermillionen Fußballfans wurden die Tage in ein neues Level an kognitiver Dissonanz gezwungen, da soll es dem aufrechten hiesigen Demobürger gefälligst auch nicht besser ergehen.

  4. Ich vermute, der Blogger hat sich einen Jux erlaubt, was ja auch sein gutes Recht ist. Dass die prophezeiten bürgerkriegsähnlichen Zustände in Erfurt ausblieben, hat zu einer Übersprungshandlung geführt, welche den verabscheuungswürdigen Angriffen auf die Reporter eine Bedeutung zumaß, auf die ähnliche Vorfälle wie in Fretterode oder Schnellroda nur neidvoll blicken können. Mittlerweile übernimmt man bürgerlicherseits die komplett abgedrehten verschwörungstheoretischen Erzählungen und ein U Poschardt raunt vom „NGO-Deepstate“. Er meint damit unter anderem Gewerkschaften.
    Die AfD ist längst im Mainstream angekommen.

    1. Naja, dafür, dass es hier mittlerweile mehr als nur gelegentliche Schnittmengen gibt, wurde in den letzten Jahren massiv gesorgt und das sicherlich nicht mit dem Ziel, etwas substanziell Gutes für die von den Gewerkschaften offiziell Vertretenen zu erreichen, sondern, eher im Gegenteil, um handfeste Fakten zu schaffen, die eine Diskreditierung dieser langjährig positiv intendierten Organisationen auch objektiv absolut rechtfertigen.

      1. War heute auf einer IG-Metall Veranstaltung gegen Sozialabbau. Es war eine Bühne aufgebaut worden. Aus der ganzen Region im Umkreis von ca. 75km waren die IG-Metaller (ca. 300) zusammengekarrt worden. Es war eine erschreckend stumpfsinnige und völlig unpolitische Veranstaltung. Ein Redner nach dem anderen kam auf die Bühne und fand es unerhört, dass die Rentenansprüche pflegender Angehöriger, Wohngeld, etc. gekürzt werden sollen. Corona wurde beiläufig erwähnt und nicht hinterfragt. Kriegsvorbereitungen und Umwandlung ziviler Betriebe in militärische, Einzug von Resevisten zu „Wehrübungen“, Einschränkung der Meinungsfreiheit nicht als Problem benannt. Ich kam mir vor wie bei einer Animationsveranstaltung für Pauschalurlauber. Sprechchöre, die sich reimen, Pommesbude gleich mit aufgefahren.

        Es schien gar keine echte Wut und Empörung zu sein, sondern eine Veranstaltung aus Pflichtbewusstsein, Weil man das, was die Vorfahren erreicht haben ja nicht ohne Gegenwehr aufgeben darf.

        Aus lauter Angst vor den kontroversen Themen zog man sich auf einen derart kleinen gemeinsamen Nenner zurück, dass es alles witzlos war.

  5. Der Sprecher „Noa Sander“ (auch Noel Sander), der beim „Widersetzen“-Bündnis nach dem Erfurt-Desaster mit Zebra-Outfit und offenen Drohungen gegen CDU und BSW bundesweit bekannt wurde („Wenn ihr den Faschist*innen zur Macht verhelft, macht ihr euch zum nächsten Aktionsziel“), ist höchstwahrscheinlich der ehemalige Rechtsextremist Erik Ahrens.

    Ja, genau der. Früher aktiv im AfD-Umfeld, Streit mit Leuten wie Maximilian Krah, dann plötzlich radikaler Bruch, übertriebene Distanzierung von allem Deutschen, Umbenennung zu „Andrew Y“, antideutsche Auftritte beim „Prozess gegen Deutschland“, ÖRR-Interviews – und jetzt als militante trans Aktivist*in Noel/Noa Sander bei den Anti-Tesla-Camps in Grünheide und als Frontmann von „Widersetzen“.

    Die Belege sind erdrückend:

    Körperliche Veränderungen durch HRT (Östrogen-Einnahme): deutlicher Brustansatz, etwas fülliger geworden.
    Vergleiche von Körperform, Mimik, Gestik, Gesichtszügen und Sprachaufnahmen lassen kaum noch Zweifel.
    Die Namensänderung dient offensichtlich auch der Anonymität in der linksradikalen Szene.
    Es gibt praktisch keine früheren Publikationen, Artikel oder akademischen Spuren unter „Noel Sander“ – obwohl das bei jemandem mit Uni-Hintergrund und NGO-Karriere eigentlich Standard wäre.
    Das Timing ist mehr als verdächtig. Nach dem Bruch mit der AfD-Szene taucht er plötzlich als radikaler Antideutscher auf, macht HRT, wechselt die Identität und drängt sich sofort in prominente Rollen bei militanten Aktionen.

    1. Das ist eine völlig absurde Annahme.Wie kommt man darauf ? Das Gesicht, die Stimme, die Mimik.Es gibt keine Ähnlichkeit.

      1. Nein-neiiiiin. Es gibt keine Ähnlichkeit.

        Außer der irre Blick. Und die dicke Nase. Aber sonst nichts. Oder, Moment: Das lockige Haar. Und der Mund. Sonst aber WIRKLICH nichts. Oder stopp: die Stimme…? Naja; das kann ja mal passiren.

    2. >>Es gibt praktisch keine früheren Publikationen (…)<<

      D.h. aber, die eine oder andere gibt es schon…? Gäbe es GAR KEINE, würde man ja genau das schreiben: "Es gibt KEINERLEI früheren Publikationen (…)"

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