
Wir haben es schon länger angekündigt (und noch viel länger daran herumgewerkelt), jetzt ist es endlich da: das erste Jahrbuch des Wahnsinns – eine durch und durch satirische, dennoch nicht (nur) unernste Sammlung von Geschehnissen aus dem Jahr 2025, kommentiert von Franz Esser und mir. Wer die Sendung „4 Wochen Wahnsinn“ auf Radio München (immer am letzten Freitag im Monat) kennt und schätzt, wird sich freuen, daß im Buch nicht nur alle gesendeten, sondern dazu ein ganzer Haufen Beiträge (nach)zulesen sind, die aus Gründen der knappen Zeit nicht gesendet werden konnten. „Ein schönes (!) Buch!“ weiterlesen

Neulich bin ich an ein sogenanntes Fußballspiel geraten. Das heißt: Ich hatte nicht damit gerechnet und auch kein Interesse daran; es drängte sich dann aber auf, über eine Leinwand, auf der es gezeigt oder wie man so sagt: ausgestrahlt wurde. Weil ich in gewisser Weise ein moderner Mensch bin, fällt es mir schwer, solche Aufdrängungen einfach zu ignorieren (wie das etwa Bäume tun), ohne wegzugehen (was Bäume wiederum nicht tun können).
Unter den Vorschlägen für einen Nachfolger des sogenannten „Bundespräsidenten“ Steinkopf erfreut sich derzeit der angebliche Exkomiker und „Corona“-Propagandist Hape Kerkeling einiger Beliebtheit, die sich sogar in einer „Petition“ entlud. Wir meinen: Mehr Konsequenz bitte! Wenn schon Hetze, dann gleich Bosetti! Das hätte zwei entscheidende Vorteile: Zum einen wäre damit auch die ewig nervige „Endlich mal ne Frau!“-Forderung vom Tisch (so man Bosetti für eine solche hält und sie sich als solche definiert). Und zum anderen müßte man das gruselige Zeug, das sie ausstößt, dann wenigstens seltener ertragen und nicht mehr als „Satire“ verstehen.
Das unwürdige Schmierentheater, das heutzutage unter dem Titel „Politik“ läuft, wird an Fadheit, Ödheit, Blödheit und – dem Sprichwort „Dumm und frech, das paßt zusammen!“ gemäß – korrelierender Dreistigkeit höchstens noch von dem übertroffen, was einst in seligen Zeiten unter dem Begriff „Kabarett“ oder „Comedy“ antrat, um selbige Zumutung in amüsanter und wenigstens leidlich intelligenter Weise zu „entlarven“. Das ist heute nicht mehr nötig, weil die erbärmlichen Narren, die dem Restbestand an unmündigen Gläubigen, der sich immer noch jeden Abend oder wenigstens gelegentlich vor dem antiquierten Fernsehschirm versammelt, um per „Tagesschau“ den Tagesbefehl zu empfangen, so wie man früher in der Kirche die sonntägliche Oblate empfing, – weil diese Darsteller keine Larven mehr tragen, sondern ihre intellektuelle, moralische und politische Nacktheit so offen, unverbrämt und schamlos zur Schau stellen, daß man froh sein muß, daß sie wenigstens den allerletzten Schritt unterlassen und die Klamotten anbehalten.