Belästigungen 17/2019: Vom schweren Los des Schlaraffenlandbewohners

Der Mensch ist vielleicht nicht des Menschen Wolf, auf jeden Fall aber sein Neidhammel. Das gilt fürs Essen: Lieber würgt der längst nicht mehr Hungrige die dritte Blutwurst auch noch in den Wanst, ehe er sie einem anderen gönnt. Das gilt aber auch für alle anderen Lebensbereiche. Richtig schlimm wird es, wenn es an die Arbeit geht. Da erreicht der Neid derer, die arbeiten müssen, auf jene, die wenig oder gar nichts wirtschaftlich Verwertbares zu tun haben, derartige Ausmaße, daß Gesetze und Hetzmedien das ganze Land mit einem paranoiden Parakrieg überziehen, damit die faulen Kerle ein schlechtes Gewissen kriegen. „Belästigungen 17/2019: Vom schweren Los des Schlaraffenlandbewohners“ weiterlesen

Belästigungen 16/2019: Eine Stadt ist eine Stadt ist eine Stadt (zieh weiter, kreative Elite!)

„Kommt die Wahrheit aus der Mode?“ fragte neulich die Reklame für eine am Stadtrand von München produzierte Zeitung. Mein gewohnt renitentes Hirn stellte automatisch die Gegenfrage: Wo soll sie denn sonst herkommen, die Wahrheit? Aus dem, was man früher mal Politik nannte? aus Theorie und sozialer Praxis, Philosophie, Erfahrung, dem Studium der Geschichte?

Pipifax, gibt es ja alles nicht mehr. Dieselbe Zeitung meldete vor längerer Zeit in alarmischem Ton, München sei für „die Kreativen“ nicht mehr „attraktiv“, weshalb diese, anstatt hier zu konsumieren, die Stadt zu „bespielen“ und Kapital zu generieren, neuerdings weiterzögen in andere urbane Zentren auf der Welt. „Belästigungen 16/2019: Eine Stadt ist eine Stadt ist eine Stadt (zieh weiter, kreative Elite!)“ weiterlesen