Ein schönes (!) Buch!

Wir haben es schon länger angekündigt (und noch viel länger daran herumgewerkelt), jetzt ist es endlich da: das erste Jahrbuch des Wahnsinns – eine durch und durch satirische, dennoch nicht (nur) unernste Sammlung von Geschehnissen aus dem Jahr 2025, kommentiert von Franz Esser und mir. Wer die Sendung „4 Wochen Wahnsinn“ auf Radio München (immer am letzten Freitag im Monat) kennt und schätzt, wird sich freuen, daß im Buch nicht nur alle gesendeten, sondern dazu ein ganzer Haufen Beiträge (nach)zulesen sind, die aus Gründen der knappen Zeit nicht gesendet werden konnten. „Ein schönes (!) Buch!“ weiterlesen

(periphere Notate): Alles für Hanta!

Endlich ein neues Virus! Wer dachte, nach den Bauchklatschern mit „Vogelgrippe“ und „Affenpocken“ werde sich die internationale „Pandemie“-Mafia zurückhalten und so was ganz bestimmt nicht noch mal probieren, schaut nun staunend zu, wie „die“ so was doch tatsächlich erneut durchzuziehen versuchen. Die Parallelen sind verblüffend, und selbstverständlich ist die ganze Geschichte ein einziger Riesenhaufen aus Fake, Schwindel und dreisten Lügen. Aber „BILD“ – damals bei „Corona“ der deutsche Ersteinpeitscher – ist dabei, und: Obacht! Es gibt ein paar Unterschiede, die man nicht gleich sieht, auf die man aber achten sollte.

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(aus dem tiefen Archiv): Futurismus bizarr – Bayern blickt in die Zukunft! (Januar 2000)

Der folgende Text über die Fernsehsendung „Münchner Runde“ entstand im Winter 1999/2000 für ein Büchlein über deutsche Talkshows. Ich habe ihn neulich beim Aufräumen wiedergefunden und fand zwei, drei Details darin so putzig, daß ich ihn nicht gleich in den Papierkorb schieben mochte. Mit großem Erstaunen habe ich dann festgestellt, daß es die Sendereihe immer noch gibt. „(aus dem tiefen Archiv): Futurismus bizarr – Bayern blickt in die Zukunft! (Januar 2000)“ weiterlesen

(periphere Notate): Das machen wir dann genau andersrum, ätsch!

„Meinungsfreiheit“ bedeutet streng genommen nicht etwa die Freiheit, eine Meinung zu haben, sondern daß diese Meinung, wenn oder falls man sie hat, frei ist. Das heißt nichts anderes als „Die Gedanken sind frei“ und auch nicht mehr. Die Freiheit, diese Meinung straflos zu äußern, ist darin nicht enthalten, ebensowenig wie die Freiheit, sich eine Meinung zu bilden, indem man sich Informationen verschafft.

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(periphere Notate): Zwei Drittel sind zwei Zehntel!

Der „Mitteldeutsche Rundfunk“ atmet auf: „Erfolg für die Linke: Partei legt seit 2021 zu und geht in Aufholjagd zur AfD“, meldet der west-ostdeutsche Propagandasender. Passiert war folgendes: Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im Jahr 2021 erhielt die seltsame Karnevalspartei, die rechte Kommentatoren aus finanziellen Gründen und denunziatorischen Motiven gerne auf die SED zurückführen, 11 Prozent der Stimmen. Nun lag sie bei einer sogenannten „Sonntagsfrage“ (am 7. Mai) bei 12 Prozent, was zwar ein Prozent weniger ist als bei der letzten „Sonntagsfrage“ im September 2025, aber eben auch ein Prozent mehr als 2021.

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Belästigungen 5/2026: Derweil im (vor)letzten Vorkriegsfrühling

Am ersten spätwarmen Tag des Jahres – an dem man also aufgrund des Zaubers von Sommerzeit und Frühling um halb zehn Uhr abends die eigene Einsamkeit noch müßig mitten im Trubel des tobenden „Stadtbilds“ zelebrieren kann, – an diesem Tag überfluten mich gewohnheitsmäßig Empfindungen, Bilder und Eindrücke, die ich weder ordnen noch deuten und schon gar nicht erklären kann. Sie fluten einfach. „Belästigungen 5/2026: Derweil im (vor)letzten Vorkriegsfrühling“ weiterlesen

(periphere Notate): Was gemeldet wahr, war ist.

Überdruß ist eine Taktik, um akuter Überflutung mit sinnloser Information zu begegnen. Es geht mir in den letzten Tagen und Wochen regelmäßig bis dauernd so: Ich öffne gewohnheitsmäßig Internetseiten, nehme irgendwas wahr, kopiere einen Teil davon heraus, weil ich vermute, daß mir dazu etwas einfällt, was ich gerne sagen möchte. Dazu habe ich dann aber doch keine Lust, weil die Sonne scheint und mir das, was ich sagen könnte, banal vorkommt und ich denke: Das habe ich doch schon tausendmal gesagt, und nicht nur ich. Notfalls sage ich es – im Wortsinn – ins Telephon hinein, als Video, das geht schneller; zudem sind die meisten Sachen, die mich zur Zeit beschäftigen (sollen), so geartet beziehungsweise banal, daß ihnen das sowieso besser entspricht.

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4 Wochen Wahnsinn (April 2026)

Ein deutscher Mensch mit dem Internationalnamen Whatafool (zu deutsch: „Welch ein Knallkopf“) schaffte Mitte April, was diverse Staatsdiplomaten zuvor vergeblich versucht hatten: den Konflikt um den Iran beizulegen. Auf X twitterte das im Rest der Welt unbekannte CDU-Mitglied: „Ich habe Iran aufgefordert, den Waffenstillstand einzuhalten und sich auf konstruktive Verhandlungen einzulassen sowie freie und sichere Schiffahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen.“ Daß des Knallkopfs Erfolg nur wenige Minuten lang ein bisserl spürbar war, lag daran, daß der Iran diese Forderungen längst erfüllt, Whatafool jedoch vergessen hatte, die USraelischen Aggressoren ebenfalls – wie man so sagt – zu „kontaktieren“. „4 Wochen Wahnsinn (April 2026)“ weiterlesen

(periphere Notate): Örr ist nicht der Ort für Begegnungen

Neulich habe ich zwei alte Freunde nach längerer Zeit wiedergesehen. Es war keine „gute“ Begegnung, nein, es waren zwei „nicht gute“. Sie haben mich nicht bemerkt, weil ich bloß auf einen Bildschirm gestarrt und ihnen dabei zugesehen habe, wie sie extrem schlechte und dumme Gagschreibergags aufsagen und sich dabei sichtlich unwohl fühlen mußten. Es war so schlimm, daß ich mich zum vielleicht ersten Mal unironisch fremdgeschämt habe.

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(periphere Notate): Das Ende von allem (vorerst)

Zwischenbemerkung: Am „Dritten Reich“ waren übrigens weiße Männer schuld. Hätte man 1933 alle weißen Männer ausgerottet, hätte es keinen zweiten Weltkrieg und keinen Holocaust gegeben. Ach so, das Ergebnis wäre ungefähr das gleiche gewesen?
Und mehr möchte ich zu der idiotischsten Ersatz-Täter-Opfer-Vertuschungs-Hysterie der letzten fünfzig Jahre nicht sagen. Es sei denn, die Amadeu-Antonio-Stiftung „weist“ nächste Woche „nach“ oder „darauf hin“ oder „prangert an“, daß bei allen Konflikten der letzten tausend Jahre Popper die Opfer und Punks die Täter waren. Oder umgekehrt. Dann könnte mich das wieder „interessieren“.

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