(periphere Notate): Obacht! Der Russe schubst das Riff!

Daß Korallenriffe „sterben“, ist ein so uralter Gemeinplatz der „Klima“-Propaganda, daß kaum noch jemand Notiz nimmt, wenn mal wieder darüber „berichtet“ wird. Ich erinnere mich schon aus meiner späten Kindheit an solche „Meldungen“ und an ein diffuses Gefühl: Ich merkte, daß da jemand wollte, daß ich traurig werde, zugleich ahnte ich die Grenzen meiner Empathiefähigkeit – Meerschweinchen, Spatzen, Igel, Goldfische, meinetwegen Menschen; aber unter einer Koralle konnte ich mir nicht mehr vorstellen als einen kleinen roten Kettenanhänger im Schmuckkästchen meiner Mutter. Das Mitleid wollte nicht so recht.

„(periphere Notate): Obacht! Der Russe schubst das Riff!“ weiterlesen

(periphere Notate): Wir schützen den Troll!

Die „Protagonisten“ von Regimekritik und Widerstand werden in den letzten Jahren immer wieder gerne gefragt, womit „das“ bei ihnen begonnen hat, also: nach ihrem Moment der „Erwachens“. Die Antworten sind stereotyp, aber sicherlich ehrlich: Auf den vorderen Plätzen der „Zündfunken“ für den Gedanken „Hier ist was faul!“ oder „Hier ist alles faul!“ stehen selbstverständlich der „Corona“-Schwindel und die Anschläge vom 11. September 2001. Betagte Senioren weisen bisweilen auf „Saddams Massenvernichtungswaffen“, den „Hufeisenplan“, die Brutkastenlüge hin, betagtere auf den Mord an John F. Kennedy (seltener auf den an seinem Bruder Robert) oder den Tonkin-„Zwischenfall“. Ein auch historisch bedeutender Schnitt in der deutschen Geschichte wird indes nie genannt; und seltsamerweise ist es genau dieser, der wahrscheinlich bei mir gewirkt hat.

„(periphere Notate): Wir schützen den Troll!“ weiterlesen

(aus dem tiefen Archiv): Titel: „Der fremde Freund“ (Juni 2005)

Anmerkung: Der folgende Text entstand im Juni 2005 im Rahmen eines Seminars im Münchner „Literaturhaus“. Der Titel war eine Vorgabe und steht deswegen in Anführungszeichen. Mehr dazu am Ende.

Er habe, sagte Sebastian zu seiner Frau, seinen Cousin wiedergetroffen, den er seit vielen Jahren nicht gesehen habe. Ihre Frage, wo diese Begegnung stattgefunden habe, schien ihm nicht relevant. Zufällig, sagte er. Sein Cousin sei während seiner Kindheit und frühen Jugend eine enorm wichtige Gestalt gewesen, die ihn, weil drei oder möglicherweise auch nur zwei Jahre älter (er wisse das nicht mehr genau), geprägt habe, vor allem sein Interesse an Musik. (Daß es vor allem sein eigenes Interesse zunächst an Donald Duck und später an Science-fiction gewesen war, das ihm den Cousin nahegebracht hatte, weil der diese Interessen ohne elterlichen Einspruch ausleben hatte dürfen, sagte Sebastian nicht.) Nebenbei sei er ein etwas komischer Kauz, den man, wenn man ihn nicht kenne, durchaus für einen schwierigen Menschen halten könne. „(aus dem tiefen Archiv): Titel: „Der fremde Freund“ (Juni 2005)“ weiterlesen

REPLAY: Wieso wissen die Deutschen NICHTS? (Juni 2024)

Wir nähern uns dem Zeitpunkt, an dem die Frage, wie das alles geschehen konnte, langsam drängend wird. Und wie reagiert der (normal volksgenossische) Deutsche?

Er hat keine Ahnung, weil er sie nicht haben will. Und er wird mal wieder böse erwachen. (Das dachte ich vor zweieinviertel Jahren, und ich denke es immer mehr und öfter. Aber für die damals denkbaren Schritte zurück ist es wohl zu spät.) „REPLAY: Wieso wissen die Deutschen NICHTS? (Juni 2024)“ weiterlesen

(periphere Notate): Humpa! Humpa! An die Front!

„Rußland ist unser gefährlichster Gegner. Von keinem anderen Land geht aktuell eine so direkte, umfassende und konkrete Bedrohung gegen Deutschland aus.“ Nein, dies ist kein Zitat von Adolf Hitler – der behauptete im Vorfeld des Angriffs gegen die UdSSR 1941 zwar das gleiche, aber in etwas anderen Worten. Frei zitiert hat ihn der Chef des Geheimdiensts „Fremde Heere Ost“, der heute den irreführenden Namen „Bundesnachrichtendienst“ trägt, und Ziel und Zweck sind ebenfalls weitgehend identisch.

„(periphere Notate): Humpa! Humpa! An die Front!“ weiterlesen

(aus dem tiefen Archiv): Öde Orte: Drügendorf!

(Anmerkung: Der folgende Text entstand im Mai 2003 aus einer Bierlaune heraus. Am Tisch saßen mehrere Personen, ich bin also nicht alleine schuld.)

In Frankens „Ungutem Vieleck“, zwischen Poppenberg, Köttel, Strullendorf, Kotzendorf, Schweinthal, Wichsenstein und Göring, gilt die steinerne Regel: Was nicht unter einer Betonverbundsteinversiegelung eingepflastert ist, ist entweder ein Mensch oder eine Bierflasche oder es muß umgehend unter einer Betonverbundsteinversiegelung eingepflastert werden. „(aus dem tiefen Archiv): Öde Orte: Drügendorf!“ weiterlesen

(periphere Notate): Es ist alles ungeheuerlich (nur nicht das Ungeheuerliche)!

Unter den Begriffen, die zeitgenössische Lautmenschen unablässig ausfurzen, ist kaum einer (neben „Unseredemokratie“ selbstverständlich) so prominent wie die „Freiheit“. „Die Ukraine“ verteidigt „Europas“ selbige an der Ostfront, und um „Freiheit“ richtig genießen zu können – zum Beispiel die des Wortes – muß sie drakonisch eingeschränkt und jedes Wort zensiert werden. Weil man sich sonst nicht „wohlfühlt“ und weil das „schädlich“ sein könnte und so.

„(periphere Notate): Es ist alles ungeheuerlich (nur nicht das Ungeheuerliche)!“ weiterlesen

Belästigungen 10/2026: München piekst – hoffentlich sich selbst!

In München gibt es alles mögliche. Das gebe es auch anderswo, mag man einwenden, aber erfahrungsgemäß gibt es in München immer ein bisserl mehr von allem möglichen und vor allem alles mögliche, was anderswo kaum möglich, womöglich nicht einmal denkbar oder schlicht verboten wäre.

Zum Beispiel gibt es da einen „Bürgaymeister“, der an heißen Tagen Brunnen zunageln läßt, damit geschlauchte Touristen nach vier Stunden Herumirren zwischen Fanshop und Hofbräuhaus vor dem Rathaus kollabieren und auf spektakuläre Weise die „Klimakatastrophe“ veranschaulichen. „Belästigungen 10/2026: München piekst – hoffentlich sich selbst!“ weiterlesen

(periphere Notate): „Ich bring euch alle um! Und mich zuerst!“

Die langfristige geopolitische Strategie der USA bezüglich Eurasien ist auf den ersten Blick stringent und nicht dumm: Ziel ist es bekanntermaßen, Rußland und China – also: ihre politischen, staatlichen und gesellschaftlichen Strukturen – zu zerschlagen und diese größten Rohstofflager der Welt wirtschaftlich auszubeuten. Die Ukraine spielte dabei eine Doppelrolle: Zum einen soll(t)en ihre Ressourcen ebenfalls der Verfügung der USA unterstellt werden, zum anderen sollte sie als militärische Marionette Rußland im Rahmen ihrer Möglichkeiten schwächen.

„(periphere Notate): „Ich bring euch alle um! Und mich zuerst!““ weiterlesen

(aus dem tiefen Archiv): William Shatner „Seeking Major Tom“ (Oktober 2011)

James Tiberius Kirk hat viel gesehen auf seinen weiten Reisen bis an die Grenzen von Raum und Zeit und auch mal darüber hinaus, darunter hindurch, daneben vorbei – und er hat mancherlei angestellt: Romulaner gefoppt, Klingonen getratzt, Vulkanier veräppelt, Göttern getrotzt, Cowboys gescheucht, Gangster gehetzt, Mutanten drangsaliert, Weltraumviren ausgeschwitzt, Amtsspießer und Diplomatengroßkotze genervt, Kanonen gezückt und Kanons geträllert, Asteroiden und Weltvernichtungsmaschinen gesprengt, Monstren gezähmt, Tribbles und Planetengirls sonder Zahl gestreichelt bis geküßt und auch mal mehr, Völker und Sonnensysteme versöhnt, sich selbst aufgespalten und verdoppelt und mehrmals den Verstand verloren. „(aus dem tiefen Archiv): William Shatner „Seeking Major Tom“ (Oktober 2011)“ weiterlesen

REPLAY: „Gegen RECHTS“ nach rechts? (Juni 2024)

Ich benutze die Richtungsbegriffe in politischen Fragen seit einiger Zeit nicht mehr oder höchstens noch unwillkürlich. Da mag es interessant sein, wie es dazu kam: Es begann (nicht erst da) mit einigen leicht besorgten Anmerkungen zum forcierten „Zeitgeist“, zur vermeintlich „politischen“ Meinungsbildung, zur gesellschaftlichen Formierung und zur Umkehr des angeblich Erstrebten in sein Gegenteil … „REPLAY: „Gegen RECHTS“ nach rechts? (Juni 2024)“ weiterlesen

4 Wochen Wahnsinn (September 2026)

Der autokratische Führer des Freistaats Bayern, bekannt dafür, daß seinem Mund noch nie ein sinnvoller und selten ein für seine Untertanen unbrisanter „Satz“ entschollen ist, hält neuerdings die „Brandmauer“ für den „falschen Weg“. Da haben wir’s schon: Seit wann bitte ist eine Mauer ein Weg, außer um etwas herum, notfalls den heißen Brei? Solcherlei Gedanken, nein: alle denkbaren Gedanken sind dem Söder aber traditionell wurst, er hat lieber eine „Idee“: „Wir in Bayern sehen uns als Schutzwall.“ Woran liebe Leser, denken Sie da jetzt? An Walter Ulbricht und seinen „antifaschistischen Schutzwall“, den zu bauen niemand die Absicht hatte, der aber plötzlich doch dastand? Oder an die „Ordnungszelle Bayern“, in der der antisemitische Extremist Gustav von Kahr von der CSU-Vorgängerpartei BVP seit 1920 als Ministerpräsident bzw. Generalstaatskommissar von einem „Marsch auf Berlin“ und einer faschistischen Diktatur weniger träumte als sie plante? Suchen Sie sich einen aus – oder nehmen Sie den Söder selbst, der ist für jeden Schmarrn zu haben, solange er selber davon profitiert. „4 Wochen Wahnsinn (September 2026)“ weiterlesen