
Wir haben es schon länger angekündigt (und noch viel länger daran herumgewerkelt), jetzt ist es endlich da: das erste Jahrbuch des Wahnsinns – eine durch und durch satirische, dennoch nicht (nur) unernste Sammlung von Geschehnissen aus dem Jahr 2025, kommentiert von Franz Esser und mir. Wer die Sendung „4 Wochen Wahnsinn“ auf Radio München (immer am letzten Freitag im Monat) kennt und schätzt, wird sich freuen, daß im Buch nicht nur alle gesendeten, sondern dazu ein ganzer Haufen Beiträge (nach)zulesen sind, die aus Gründen der knappen Zeit nicht gesendet werden konnten. „Ein schönes (!) Buch!“ weiterlesen


Der folgende Text über die Fernsehsendung „Münchner Runde“ entstand im Winter 1999/2000 für ein Büchlein über deutsche Talkshows. Ich habe ihn neulich beim Aufräumen wiedergefunden und fand zwei, drei Details darin so putzig, daß ich ihn nicht gleich in den Papierkorb schieben mochte. Mit großem Erstaunen habe ich dann festgestellt, daß es die Sendereihe immer noch gibt.
Am ersten spätwarmen Tag des Jahres – an dem man also aufgrund des Zaubers von Sommerzeit und Frühling um halb zehn Uhr abends die eigene Einsamkeit noch müßig mitten im Trubel des tobenden „Stadtbilds“ zelebrieren kann, – an diesem Tag überfluten mich gewohnheitsmäßig Empfindungen, Bilder und Eindrücke, die ich weder ordnen noch deuten und schon gar nicht erklären kann. Sie fluten einfach.
Ein deutscher Mensch mit dem Internationalnamen Whatafool (zu deutsch: „Welch ein Knallkopf“) schaffte Mitte April, was diverse Staatsdiplomaten zuvor vergeblich versucht hatten: den Konflikt um den Iran beizulegen. Auf X twitterte das im Rest der Welt unbekannte CDU-Mitglied: „Ich habe Iran aufgefordert, den Waffenstillstand einzuhalten und sich auf konstruktive Verhandlungen einzulassen sowie freie und sichere Schiffahrt durch die Straße von Hormus zu ermöglichen.“ Daß des Knallkopfs Erfolg nur wenige Minuten lang ein bisserl spürbar war, lag daran, daß der Iran diese Forderungen längst erfüllt, Whatafool jedoch vergessen hatte, die USraelischen Aggressoren ebenfalls – wie man so sagt – zu „kontaktieren“.