Der Russe, dieser untermenschliche Feind alles Guten und Deutschen, wird immer dreister. Neuerdings, so erfahren wir (siehe Aufmacherbild des letzten Eintrags) hinterläßt er Fäkalien in „Politiker-Toiletten“ (ein Wort, dem nur ein „n“ fehlt, um die Bedeutung des Bindestrichs zu verdeutlichen), und zwar um „einzuschüchtern“ (wen oder was auch immer). Kommende Generationen werden, wenn sie einen solchen Mümpf in „Geschichtsbüchern“ lesen, das Lachen einstellen und Fragezeichen über den Köpfen tragen.
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Daß der deutsche Einsatz im Krieg gegen Rußland unmittelbar bevorsteht, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Allerorten wird dafür gerüstet, der Sozialstaat abgeschafft, werden jede Menge neue Vokabeln in die Welt geworfen, die zeigen sollen: Diesmal kriegen wir das besser hin als 1941! Einer der jüngsten Propagandabegriffe ist „Deployment Hub Bremerhaven 2031“ – gemeint ist der „politische Startschuß für (…) ein großes Logistikprojekt: Der Überseehafen in Bremerhaven wird so ausgebaut“, daß Bundeswehrmacht „und NATO-Partner im Krisen- oder Verteidigungsfall Fahrzeuge, schweres Gerät und Personal schneller anlanden, umschlagen und weitertransportieren können“. Das heißt: Es sollen noch schneller noch mehr russische Untermenschen getötet werden. Die für den geplanten Massenmord samt möglicherweise folgendem Atomkrieg zuständige Senatorin ist übrigens nicht etwa Mitglied der gesichert rechtsextremen AfD, sondern: der „Linkspartei“.
Er habe, sagte Sebastian zu seiner Frau, seinen Cousin wiedergetroffen, den er seit vielen Jahren nicht gesehen habe. Ihre Frage, wo diese Begegnung stattgefunden habe, schien ihm nicht relevant. Zufällig, sagte er. Sein Cousin sei während seiner Kindheit und frühen Jugend eine enorm wichtige Gestalt gewesen, die ihn, weil drei oder möglicherweise auch nur zwei Jahre älter (er wisse das nicht mehr genau), geprägt habe, vor allem sein Interesse an Musik. (Daß es vor allem sein eigenes Interesse zunächst an Donald Duck und später an Science-fiction gewesen war, das ihm den Cousin nahegebracht hatte, weil der diese Interessen ohne elterlichen Einspruch ausleben hatte dürfen, sagte Sebastian nicht.) Nebenbei sei er ein etwas komischer Kauz, den man, wenn man ihn nicht kenne, durchaus für einen schwierigen Menschen halten könne.
In Frankens „Ungutem Vieleck“, zwischen Poppenberg, Köttel, Strullendorf, Kotzendorf, Schweinthal, Wichsenstein und Göring, gilt die steinerne Regel: Was nicht unter einer Betonverbundsteinversiegelung eingepflastert ist, ist entweder ein Mensch oder eine Bierflasche oder es muß umgehend unter einer Betonverbundsteinversiegelung eingepflastert werden.
In München gibt es alles mögliche. Das gebe es auch anderswo, mag man einwenden, aber erfahrungsgemäß gibt es in München immer ein bisserl mehr von allem möglichen und vor allem alles mögliche, was anderswo kaum möglich, womöglich nicht einmal denkbar oder schlicht verboten wäre.