
Wir haben es schon länger angekündigt (und noch viel länger daran herumgewerkelt), jetzt ist es endlich da: das erste Jahrbuch des Wahnsinns – eine durch und durch satirische, dennoch nicht (nur) unernste Sammlung von Geschehnissen aus dem Jahr 2025, kommentiert von Franz Esser und mir. Wer die Sendung „4 Wochen Wahnsinn“ auf Radio München (immer am letzten Freitag im Monat) kennt und schätzt, wird sich freuen, daß im Buch nicht nur alle gesendeten, sondern dazu ein ganzer Haufen Beiträge (nach)zulesen sind, die aus Gründen der knappen Zeit nicht gesendet werden konnten. „Ein schönes (!) Buch!“ weiterlesen

Irgendwann wurde uns der Hof zum Fußballspielen zu klein. Außerdem war da noch der Zaun, der so niedrig war, daß dauernd der Ball hinübersegelte und auf dem Parkplatz der Firma nebenan landete, der unser Haus gehörte. Die Angestellten der Firma sahen es nicht gern, wenn ihre Autos mit runden Ballabdrücken aus Schlamm versehen waren; noch weniger gern sahen sie, wenn wir zwischen den Autos herumrannten und -krochen und den Ball wieder zurück in unseren Hof schossen, was meistens drei oder vier Versuche brauchte, weil der Zaun von der anderen Seite ein bißchen höher war und die ganzen Autos einem keinen rechten Anlauf ließen.
Dies nur so zwischendurch: Wer ukrainischen Flüchtlingen im Alter von 18 bis sechzig Asyl im EUropäischen Reich verweigert, diese vielmehr in die Ukraine abschiebt, damit sie an der „Front“ ein paar Russen töten und dann selbst getötet werden, ist ein Mörder. Können wir uns wenigstens auf diesen humanistischen Minimalkonsens einigen?
Neulich bin ich an ein sogenanntes Fußballspiel geraten. Das heißt: Ich hatte nicht damit gerechnet und auch kein Interesse daran; es drängte sich dann aber auf, über eine Leinwand, auf der es gezeigt oder wie man so sagt: ausgestrahlt wurde. Weil ich in gewisser Weise ein moderner Mensch bin, fällt es mir schwer, solche Aufdrängungen einfach zu ignorieren (wie das etwa Bäume tun), ohne wegzugehen (was Bäume wiederum nicht tun können).
Unter den Vorschlägen für einen Nachfolger des sogenannten „Bundespräsidenten“ Steinkopf erfreut sich derzeit der angebliche Exkomiker und „Corona“-Propagandist Hape Kerkeling einiger Beliebtheit, die sich sogar in einer „Petition“ entlud. Wir meinen: Mehr Konsequenz bitte! Wenn schon Hetze, dann gleich Bosetti! Das hätte zwei entscheidende Vorteile: Zum einen wäre damit auch die ewig nervige „Endlich mal ne Frau!“-Forderung vom Tisch (so man Bosetti für eine solche hält und sie sich als solche definiert). Und zum anderen müßte man das gruselige Zeug, das sie ausstößt, dann wenigstens seltener ertragen und nicht mehr als „Satire“ verstehen.