Das Drama des Impflings

Als die Krankheit entdeckt wurde, waren Kranke gefährlich für ihn.

Als er negativ getestet war, waren positiv Getestete gefährlich für ihn, egal ob krank oder nicht.

Als er eine Maske trug, waren Menschen ohne Maske gefährlich für ihn, egal ob positiv oder negativ oder gar nicht getestet, krank oder gesund.

Als er geimpft war, waren Ungeimpfte, positiv, negativ oder gar nicht Getestete, krank oder gesund, mit und ohne Maske gefährlich für ihn.

Als er die „Booster-Impfung“ erhalten hatte, waren zweimal oder einmal Geimpfte, Ungeimpfte, positiv, negativ oder gar nicht Getestete, krank oder gesund, mit und ohne Maske gefährlich für ihn.

Daß außer ihm selbst niemand gefährlich für ihn ist, hat er erst gemerkt, als es zu spät war.

(periphere Notate): Es drießt über, die die die!

Der Überdruß ist eine starke Quelle der Phantasie, die sich unter seinem Druck vom Gewohnten ab- und völlig anderen, oft willkürlich gewählten Gebieten zuwendet. Die nicht mehr zu ertragende Müdigkeit angesichts der ranzigen Parteienherrschaft, deren Rituale seit ungefähr 40 Jahren nur noch eine peinliche Farce auf etwas sind, was damals ohnehin schon zwangsläufig in der Sackgasse gelandet war, könnte sich also als segensreich erweisen (nur nicht für die, die die Tragödie wegen später Geburt nicht mehr mitbekommen haben und auch nichts davon erfahren können). Wer weiß, warten wir’s ab – was wir wohl tun müssen, weil wir (als „Souverän“) ja jetzt wieder vier Jahre lang zuschauen und das Bombardement der „Meldungen“ und „Einschätzungen“ ertragen müssen.

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(periphere Notate): Schwere Krankheit, Tod, Kultur und Fußball

Ich bin vorgestern nacht zum ersten Mal in meinem Leben mehr als ein paar hundert Meter Auto gefahren. Es war ein sehr kleines Gefährt, kleiner als eine Badewanne und aus dunkelgrünem Hartgummi. Ich mußte damit meine Mutter in dichtem Verkehr einen Berg hinauf zu einer Art Gala oder Konzert kutschieren. Es ging alles gut, obwohl das Auto randvoll mit Wasser war, weil ein großer orangeroter Fisch darin wohnte. Den Fisch hatte ich in dem Wannenauto einquartieren müssen, weil er aus seinem heimatlichen Gewässer herausgehüpft und mir nachgerobbt war. Das wäre auf die Dauer sehr ungesund für ihn geworden.

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Belästigungen 11/2021: Ein später Nachruf auf den Spaziergänger

Daß das Leben heute anders ist als früher, merkt man meistens nicht, weil man nicht gemerkt hat, wann und wo es plötzlich anders geworden wäre – was es ja meistens gar nicht ist, was die Sache noch schwieriger macht. Daß etwa die Autos seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts immer größer geworden sind und ein „praktischer“ Kleinwagen heute den Möbeltransportern meiner Kindheit gleicht, fällt erst auf, wenn man zufällig einen weniger kleinen Wagen aus jener Zeit zwischen den 2021er Panzerboliden stehen sieht und denkt: Mei, wie putzig! und dann feststellt, daß es sich (zum Beispiel) um einen BMW 2500, also ein Modell der damals sogenannten „Oberklasse“ oder gar um einen 3200 S, also ein echtes „Schiff“ handelt, und denkt: Jessas, da kann man ja regelrecht noch drüberschauen! „Belästigungen 11/2021: Ein später Nachruf auf den Spaziergänger“ weiterlesen

(periphere Notate): Die große Oper der Nazis

Die geschürten und sich selbst akkumulierenden Haß- und Hetzkampagnen gegen „Querdenker“ wachsen sich in einer Weise aus, die man als beängstigend empfinden kann. Sie brauchen eigentlich nur noch einen „Zünder“. Bemerkenswert ist dabei vor allem, wie Eifer und Empörung entlang einer Achse zunehmen: Je verzweifelter und lächerlicher die Bemühungen der politischen Führer werden, über das Drittel Fanatiker, Jünger und Mitläufer sowie die nicht geringe Zahl notgedrungen sich Fügender hinaus „Impfwilligkeit“ zu erzwingen, je absurder ihre „Maßnahmen“, Beschwörungen und Drohungen werden, desto wütender werden die Beschwörungen und Drohungen der Gläubigen, die über „Flatten the curve!“, „Stay the fuck home!“ und „Reißt euch doch noch zwei Wochen zusammen!“ nun bei „Querdenken tötet!“, also mitten im Schmelztiegel von Rassismus, Antisemitismus und Weltverschwörungsmythos gelandet sind. Das, möchte man meinen, ist schneller gegangen als gedacht. Nur den Historiker wundert das Tempo der Fanatisierung weniger.

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(periphere Notate): Der schlimmste Verbrecher!

Wenn man die Einsichten sogenannter „großer Menschen“ ernst nimmt, befinden wir uns eventuell in einem Zustand der Freiheit. Thomas Jefferson nämlich sagte: „Wo das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei. Wo die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit.“ Die Frage, die den Zustand so prekär macht, ist momentan wohl allerdings: Wer fürchtet wen mehr?

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Liebe „Impfbefürworter“! (ein Angebot und eine Klarstellung)

Ich werde zur Zeit sehr oft gefragt, ob ich geimpft bin oder wieso ich mich nicht impfen lassen will und ob ich nicht solidarisch sein wolle und so weiter. Ich versuche das mal zu erläutern, spontan, ungeordnet und in der Hoffnung, daß sich weitere Fragen erübrigen (die Hoffnung ist nicht groß, aber zumindest wissen wir dann, worüber wir reden, und wir tun das am besten privat).

Zunächst sei festgestellt, daß es mir nicht egal ist, ob sich Menschen, die ich kenne, schätze, mag, liebe, experimentelle mRNA-Impfstoffe verabreichen lassen. „Liebe „Impfbefürworter“! (ein Angebot und eine Klarstellung)“ weiterlesen

Wovor habt ihr Angst?

Hinter dem verzweifelten Zorn und dem glühenden Haß, die „Coronagegnern“ (oder wie immer man sie nennen mag) entgegenschlagen, steht eine Politik der Furcht, die Urheber, Anheizer und Förderer hat (welche nicht identisch sind oder sein müssen). Ihre Effektivität entspringt der offensichtlich echten Angst der Getriebenen, einer disparaten Masse von Isolierten, die kein anderes Mittel finden als sich abzureagieren an Sündenböcken, deren „Schuld“ (oder „Sünde“) darin zu liegen scheint, daß sie die Angst nicht teilen. Je sorgloser diese (zumindest scheinbar) leben, desto stärker der Haß und die Wut, die den angsterfüllten Isolierten (auch) das Gefühl geben, einer Gemeinschaft anzugehören, in der sie aufgehoben sind. „Wovor habt ihr Angst?“ weiterlesen

(periphere Notate): Warnung! Empfehlung! Wachstum!

Die jüdische Religion, die von gestern auf heute Rosch ha-Schana (Neujahr) feierte, hegt ein gesundes Mißtrauen gegenüber Bildern und dem Gesichtssinn überhaupt, dem sie das Hören vorzieht. Noch in der christlichen Kirche ist es geboten, sich kein Bild von Gott zu machen, dafür dem Wort zu lauschen. Und nicht nur dem Wort, sondern allgemein dem Klang, der das Geheimnis der Welt öffnet und dem Menschen Erkenntnisse ins Herz zu pflanzen vermag.

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(periphere Notate): Nazis am Südpol!

Im Jahr 1969 ereignete sich auf einer britischen Antarktisexpedition ein merkwürdiger Vorfall: 12 Männer saßen 17 Wochen lang vollkommen isoliert in ihrer Basis im Eis und taten in dieser Komplettquarantäne nicht viel anderes als sich zu beobachten. Nach 17 Wochen und einer Kälteperiode praktisch ohne Tageslicht bekam einer plötzlich eine Erkältung. In den folgenden zwei Wochen erkälteten sich sieben weitere Männer, zwei hatten Niesanfälle, zwei blieben komplett gesund. Abstriche der Erkrankten wurden in Labors penibel untersucht. Es gab gewisse Hinweise auf Coronaviren, die jedoch nicht wirklich spezifisch waren. Von anderen Krankheitserregern und Allergenen fand sich nicht die geringste Spur. „(periphere Notate): Nazis am Südpol!“ weiterlesen