Die Kriegs- und Kapitalkampforganisationen SPD und CDU „schlagen vor“, die Mehrwertsteuer auf 21 oder 22 Prozent zu erhöhen, um die Einkommensteuer für „kleine und mittlere Einkommen“ senken zu können. Diese saudumme Lüge ist so alt, daß ihr Bart bis in die achtziger Jahre hinunterhängt. Als Service für nachgewachsene enthirnte „Sozialdemokraten“ wiederhole ich aber gerne noch mal, was ich seit vierzig Jahren jedesmal wiederhole, wenn wieder so ein Trottel daherkommt und mit diesem billigen Trick mehr Geld für Waffen, Krieg und Großkonzerne aus den ärmeren und armen neunzig Prozent der Bevölkerung herauspumpen möchte: Man kann die Einkommensteuer für „kleine und mittlere“ Einkommen nicht senken, ohne sie gleichzeitig und um exakt dieselben Beträge auch für große bis allergrößte Einkommen zu senken. Und die Mehrwertsteuer bezahlen auch die Massen von Armen, die so arm sind, daß eine Einkommensteuer für sie überhaupt nicht anfällt. Es geht also weiterhin ausschließlich darum, die Finanzierung von Krieg und Kapitalprofiten Schritt für Schritt von den Reichen auf die Armen zu übertragen.
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O selige Zeiten, als noch niemand hauptberuflich damit beschäftigt war, sogenannte Stil-„Schubladen“ zu erfinden! (Übrigens ein interessantes Paradoxon: Zuerst hatten die überlasteten Herren Musikjournalisten vor lauter Sektempfängen keine Zeit mehr, sich Platten anzuhören, und erfanden daher griffige Begriffe, um die tönenden Dinger auch so zeilenhonorig abhandeln zu können, – und dann nahmen die wuchernden Begriffe so überhand, daß man sich die Platten manchmal doch wieder anhören mußte, weil sich unter „progressive Birmingham Grunge Disco House Remixes mit phatt gefeatureten Upbeat-downtown Grooves der Blue Move Soul ‘n‘ Bass Retro Schule um die Altmeister des Ambient Dub Rock Jungle“ – o selige Zeiten, als es noch Binde-Striche gab! – keiner mehr was vorstellen kann.) Noch mal: O selige Zeiten, als noch niemand hauptberuflich damit beschäftigt war, sogenannte Stil-„Schubladen“ zu erfinden! Denn wo hätte „Popcorn“ wohl hineingepaßt?
Soll Deutschland neutral werden? Diese Frage wird seit Jahrzehnten, ja seit Jahrhunderten immer wieder diskutiert, vor allem wenn Deutschlands Nichtneutralität mal wieder in eine kontinentale Katastrophe geführt hat oder dies zu tun droht. Ist ja auch verständlich, ein typischer „Katereffekt“: Nach einer mörderischen Schießerei mit mehr Toten als Überlebenden mag man sich schon fragen, ob es nicht förderlich wäre, sich aus solchen Händeln herauszuhalten und auf die Bevorratung von Schußwaffen und Munition fürderhin zu verzichten. Täten das alle, heißt es gerne, wäre die Welt zwangsläufig eine friedliche. Allerdings, so lautet der gängige Einwand: Wenn dann doch ein Renegat mit der Wumme daherkommt, hat er leichtes Spiel!
(Vor einem Hochgebirgspanorama steht ein Endvierziger, gekleidet wie eine grelle Spülmittelflasche, stark verschwitzt, schiebt ein Science-Fiction-Fahrrad; geht, als wären seine Oberschenkel mit dem Becken fest verwachsen oder als hätte er in die Hose gemacht)

Immer wenn ich den sogenannten deutschen Bundeskanzler sehe – also selbstverständlich nicht in echt, sondern nur auf Photos und in kurzen Filmchen, bei denen ich fast immer den Ton wegdrehe –, immer wenn ich diese in Zwetschgenmanderlfasson gegossene antiproportionale Mixtur aus tölpischer Überheblichkeit und rasender Schimmerlosigkeit anschauen muß, denke ich unwillkürlich an Donald Duck.