(periphere Notate): Der Irrsinn im Endspiel

Man mag sich fragen, wieso sich zu dem eskalierenden Wahnsinn, der uns umspült und umwirbelt, so wenige stringente Gedanken bilden wollen. Ich frage mich das hin und wieder selbst. Es ist Überdruß, sicherlich. Fassungslosigkeit auch. Die immer neuen Exzesse von Unzurechnungsfähigkeit, Dummdreistigkeit, institutionalisierter Verblödung, kritik- und gedankenloser Unterordnung unter faschistoide Strukturen, die auftrumpfende, abstumpfende Unverschämtheit, mit der wir von Multiplikatoren und ihren Befehlshabern belogen und wie dressiertes Schlachtvieh vorgeführt werden sollen, das Tempo und die Aberwitzigkeit, mit denen die letzten Reste von Demokratiesimulation abgeräumt und durch ein Kommandosystem der Unterdrückung ersetzt werden, das wahrscheinlich um 1900 noch wilde Volksaufständen ausgelöst hätte, die schiere Unfaßbarkeit der Farce, die der imbezile Jahrhundertlügner Lallerbach seit nunmehr 29 Monaten ungestraft und weithin noch nicht einmal verlacht im Viertelstundentakt aufführen darf und wohl auch muß … all das lähmt das Gehirn und das Herz und alles andere auch und ist längst die Dystopie geworden, vollumfänglich und über jedes Maß hinaus, die manch einer immer noch „befürchtet“. Wir kommen da nicht mehr hinaus, nicht ohne tabula rasa, wahrscheinlich, und davor schreckt man zurück, solange die Sonne scheint, die Busse fahren und das Bier nicht mehr als (umgerechnet) fünfzig Mark pro Maß kostet.

Wenn Teile des ideologischen Wahnsystems wegbröckeln, macht das inzwischen auch nichts mehr aus. Der „Spiegel“ zum (beliebigen) Beispiel „denkt“ neuerdings „quer“: „Unerklärliche Symptome nach der Corona-Impfung – und alle ducken sich weg“ – „Sie wollten sich und andere schützen, nun leiden einige Geimpfte offenbar unter diffusen Symptomen. Die Betroffenen fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. Unter manchen Ärzten scheint das Thema ein Tabu zu sein.“

So beginnt ein Artikel, den ich nicht lesen kann und will, weil er Geld kostet, das ich dem „Spiegel“ nicht schenken kann und will, und weil die üblen Folgen der mRNA-Massenspritzung seit eineinhalb Jahren hinreichend bekannt sind, auch dem „Spiegel“, der darüber aber nicht berichten durfte und jetzt – wo die Massenhaftigkeit der „Fälle“ und die grundsätzliche Kriminalität des gesamten Unternehmens nicht mehr geleugnet werden können – sich als windelweicher „Aufklärer“ gibt. Die Schlagzeile „Erde doch keine Scheibe!“ wäre nur minimal weniger up to date.

Immerhin: bemerkenswert, daß so etwas inzwischen überhaupt erscheinen darf (und bislang nicht von der Zensur gelöscht wurde). Ein bißchen Redaktionsarbeit ist aber nötig, um Klarheit in die Behauptungen zu bringen. Dann lautet das so: „Sie wollten sich schützen, nun leiden viele Geimpfte unter schweren Folgen der mRNA-Behandlung. Die Betroffenen werden von der Politik im Stich gelassen. Für viele Ärzte ist das Thema ein Tabu.“

Wer den Unterschied nicht oder kaum bemerkt, darf sich zugute halten: Wir sind alle längst so gewöhnt an die Rabulistik des „offenbar“, „diffus“, „scheinbar“, „fühlen“, „unerklärlich“, „einige“, „manche“ und so weiter, daß wir das und das, was dahintersteckt, gerne vergessen. Es fiele uns erst auf, wenn der Radio meldete, es sei „offenbar“ der 17. Juni, der „scheinbar“ mit „diffusen“ Vorgängen in der deutschen Geschichte zu tun habe, und es sei Aufgabe „der Politik“, die „manchen“ „mitzunehmen“, die in der derzeitigen Lage das „Gefühl“ hätten, es finde ein Krieg gegen Rußland und zugleich gegen die eigene Bevölkerung statt. Nicht umsonst befürchtet der Bundesbrabbelminister Habeck (bereits zitiert): „Ob da dann die politischen Maßnahmen ausreichen, um gesellschaftlichen Frieden und das Gefühl, daß es fair in diesem Land zugeht, durchzuhalten, das wird die entscheidende Frage des Herbstes und des Winters werden.“

Wenn es in der Politik nur noch darum geht, „Gefühle“ hervorzurufen, sollte Herr Habeck einfach kündigen, verschwinden, Bademeister oder Industriekapitalaufsichtsrat werden und dem Kollegen Nosferatu Lallerbach alle Ämter in Personalunion überlassen. Der kann das: „Gefühle“ erzeugen – Abscheu, Verblüffung, Ungläubigkeit auf der einen, den hemmungslosen Fanatismus der panischen Irren auf der anderen Seite. Was daraus wird oder werden kann, wissen wir aus der deutschen Geschichte hinreichend. Es ist am Ende immer die Blödheit, die triumphiert, aber Gott (oder wem auch immer) sei Dank nicht „siegt“, sondern nur das ganze System in den Abgrund reißt. Das scheint mir doch Lallerbachs „historischer Auftrag“ zu sein.

Aber nicht nur seiner; die politische Totalverblödung ist in der Endphase dieses „Westens“ (circa 12 Prozent der Weltbevölkerung) allgegenwärtig. Die deutsche Außenministrantin von Gnaden des Oberirren Schwab sagte am 25. Februar über die „Sanktionen“ der EU gegen die eigene Wirtschaft und Bevölkerung: „Das wird Russland ruinieren.“ Ursula Leyen, ebenfalls WEF-seitig installierte NATO-Statthalterin in der europäischen Provinz, sagte: „Die Sanktionen beißen ganz hart, das merkt man. Die russische Wirtschaft wankt!“

Ein Vierteljahr (nein, nicht -hundert, sondern -jahr) später führen „sanktionsbedingte Reparaturprobleme bei der Gaspipeline Nord Stream 1“ zu „erheblichen Lieferausfällen und treiben den Gaspreis weiter in die Höhe.“ War es denn nicht das, was der „Boykott“ erreichen sollte, vulgo „Frieren für die Freiheit“? „Zudem muß die Bundesregierung Milliardensummen bereitstellen, um einen sanktionsbedingten Kollaps in der deutschen Gasbranche zu verhindern. Rußland hingegen steigert seine Einnahmen aus dem Export fossiler Energieträger erneut. Dies ist das jüngste Zwischenergebnis der westlichen Sanktions- und Embargopolitik gegenüber Moskau.

Ja, so schaut es aus, und wer behauptet, das alles nicht geahnt zu haben, als er den Idiotenhaufen gewählt hat, der hat ein paar Grundregeln der „demokratischen“ Politik offenbar immer noch nicht verstanden: Jede Partei, die an die „Macht“ kommt, hat immer und ausschließlich die Aufgabe, ihre eigene „Klientel“ zu bescheißen und ihr die „Unvermeidlichkeiten“, die „unvermeidlichen Härten“ des kapitalistischen Endspiels abzuverlangen. So mußten die „Konservativen“ die „Konservativen“ „modernisieren“, die Sozialdemokraten die Arbeiterklasse entrechten, und nun müssen die „Grünen“ ihrer Wählerschaft nicht nur Atomkraftwerke, sondern auch den Atomkrieg als unbedingt notwendig verkaufen.

Was immer man von Rußland und von Putin hält: Der und die müssen sich angesichts der unfaßbaren Blödheit, mit der Europa den eigenen Untergang und Selbstmord betreibt, die Augen reiben vor Fassungslosigkeit. Vielleicht denkt man dort zumindest mit einem Augenzwinkern an eine Szene aus der Serie „Kir Royal“ von Helmut Dietl, in der Mario Adorf als tumber Geldheini vor Franz Xaver Kroetz steht und ihm die schlimmste aller Bestrafungen androht, die der Kapitalismus „offenbar“ anzudrohen hat: „Ich scheiß dich zu mit meinem Geld!“

Es ist wirklich zu viel: Man kann das nicht mehr ernsthaft kommentieren. Man kann auch etwas, das die irrste Realsatire der letzten tausend oder zweitausend Jahre darstellt, nicht mehr satirisieren. Vielleicht ist es wirklich am gescheitesten, sich in die Sonne zu legen, Bier zu trinken und abzuwarten, bis der Misthaufen endlich in seiner eigenen Odelgrube versinkt. Auch wenn es dann stinkt, eine Zeit lang.

 

13 Antworten auf „(periphere Notate): Der Irrsinn im Endspiel“

  1. lieber Michael Sailer,
    da habe ich als Esoteriker es einfach leichter. Ich fraß mich durch etwa 30.000 Seiten Jakob Lorber(kein Witz) habe innen, also in mir gesucht, habe von außen manchmal etwas nach innen lassen können, freue mich zum wiederholten Male über deine ehrliche und sanfte und bewußte Sichtweise. Ich war nie so freundlich. Habe den Arschlöchern gesagt, daß sie welche sind, man hat mich rausgebissen und/oder ich ging, bevor man mich vernichten konnte.
    Es sind zäsurable Zeiten und die Hoffnung stirbt zuletzt. Bei irgendeinem Propheten, ob nun Edgar Cayce oder Mühlhiasl las ich, daß die Hoffnung aus dem Osten kommt, auch die Lösung oder Erlösung. Damit ist wahrscheinlich nicht die Armee von Russland gemeint, sondern das, was sich dort an sanftem und beständig wachsendem Bewußtsein manifestiert. Und in Deutschland gibt es sooooo viele, die drauf warten. sei gegrüßt. kb

    1. Danke; ich denke, am Ende wird sich das „Gute“ im Menschen durchsetzen. Vielleicht. Die Hoffnung stirbt erst mit dem finalen Knopfdruck, aber den wird hoffentlich keiner wagen …

    2. @ klaus b.

      Eigenartig…

      Vor etwas mehr als zwei Jahren war ich aufgrund verschiedener negativer Einflüsse, die mein Leben sprichwörtlich „zum Wegwerfen“ machten, sehr kurz davor, den finalen Schritt zu tun.

      Das mag nicht alleine C. geschuldet gewesen sein. Das waren sehr viele Puzzle-Teile, die am Ende ein wenig erfreuliches Bild ergeben hatten.

      Weil Sie u.a. Propheten erwähnten, deren Aussagen ich nicht oder nur sehr oberflächlich kenne, möchte ich kurz den Alois Irlmaier erwähnen.

      Die Vorzeichen des Dritten Weltkriegs laut Irlmaier:

      Wohlstand wie nie da gewesen – Check.
      Glaubensabfall und Verfall der Sitten – Check.
      Eine große Anzahl Fremder, die ins Land strömt – Check.
      Wertverlust des Geldes – Check.
      Revolutionen im Land… Wird wohl nicht mehr allzu lange dauern, wenn jetzt wieder die C.-Panik-Attacken geritten werden und man „Maßnahmen zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung“ durchdrücken muss…

      Seit ich mich mit vielen Dingen vollkommen anders auseinandersetze, Mainstreammedien vermeide, mit Leuten kommuniziere, die sich ebenfalls gegen dieses System wehren und u.a. kein „Impf-Abo“ abschließen möchten, kann ich wesentlich gelassener mit den Repressalien dieser Bananenrepublik D. umgehen.

      Vielleicht dauert es noch eine gewisse Zeit, bis es auch die letzten im Tiefschlaf befindlichen Schäflein erkennen, was sich seit rund zwei Jahren ereignet?

      Ich bin mir jedenfalls zu 100 % sicher, dass es „äußerst ungemütliche Zeiten“ werden, sobald die Mehrheit verstanden hat, wie sie von den „Volkszertretern“ verar***t wurden.

      Irlmaier’s Prophezeiung wird sich über kurz oder lang als zutreffend erweisen.

      „Wenn die ganze Lumperei aufkommt, steht das Volk auf mit den Soldaten. Dann wird jeder, der ein Amt hat, an der nächsten Laterne oder gleich am Fensterkreuz aufgehängt.“

      Keine angenehmen Aussichten für Klabauterbach und Konsorten…

      1. Das erste und wichtigste, das habe ich unter Schmerzen lernen müssen, ist, daß es besser ist und konstruktiver, „für“etwas zu kämpfen und nicht „gegen“
        Denn die dunkle Seite definiert ansonsten die Koordinaten des Kampfplatzes und da hat man keine Chance auf Sieg
        Ich hatte mit einem Menschen innigen Kontakt, der neun Monate ohne alle Aussensinne im Krankenhaus lag, komplett ohne irgendwas…
        Das hatte den stark beeinflusst und ich durfte davon profitieren. Wenn Sie das interessiert, werde ich Ihnen einen Link auf den Kanal dieses Menschen schicken. Er starb letztes Jahr und ich lächle jetzt dankbar, da ich grad an ihn denke. Nun gut, Herzliche Grüße aus dem Ural kb,

        1. @ Klaus b.

          Ich stimme Ihnen zu, was den ersten Absatz betrifft.

          Mittlerweile habe ich meine „lessons well learned“ und kann mich ohne Zuhilfenahme irgendwelcher „schulmedizinischer Mittelchen“ alleine mit der Kraft von POSITIVEN (sic!) GEDANKEN, bzw. „esoterischen Schwurbelmaßnahmen“ (*lach*) psychisch auf eine belastbare Ebene hieven.

          Der Verzicht auf sog. „Mainstreammedien“, gleichzeitige Informationsgewinnung bei den „alternativen Medien“ und natürlich bei Michael Sailer’s Blog, hilft mir ungemein, dem ganzen C.-Affen(pocken)-Theater weitestgehend gelassen zu begegnen.

          Ein Land, das früher als das der „Dichter und Denker“ bekannt war, ist in rund zwei Jahren zum „Land der Richter und Henker“ mutiert.

          Widerliche „Volkszertreter“, die machtbesoffen und fernab jeglicher Realität ein 83 Mio. Volk in Geiselhaft nehmen, weil sich ein „Quartalsirrer“ in jeder Talk-Show tummeln darf, die nicht schnell genug die Studio-Türen verriegeln kann. 😉

          Allerdings wird’s mittlerweile immer komplizierter, die unerwünschten Nebenwirkungen dieser Gen-Plörre zu verheimlichen und selbst bislang von der Dreifach-Impfung überzeugte Maßnahmen-Verteidiger bekommen Zweifel, wie oft bzw. wie lange sie sich dieses Zeug noch verabreichen lassen müssen, damit „keine schweren Verläufe mit/ohne Long-Covid“ drohen.

          Seit der offiziellen C.-Maßnahmen-Einführung habe ich entweder in sog. „Hot Spots“ gelebt oder war nachweislich (!) mit positiv Getesteten in engerem Kontakt.

          Stand heute hatte ich seit mehr als zwei Jahren nicht mal eine Erkältung. Als Ungeimpfter. Ob Karl L. mir das glauben würde?

          1. mir kam Deutschland bereits länger schon vor wie ein Affenkäfig unter Mikrowellenbeschuß, ich beschloß 2016/2017 abzuhauen.
            Ich war 2016 in Donezk bei den Rebellen/“Terroristen“ und machte das öffentlich. Danach wehte mir ein unschöner Wind ins Gesicht, ich flog aus der Gutmenschenbank GLS raus etc etc…
            Und dann mußte ich den Lockdaun in Deutschland abreiten, bekam kein Visum mehr und diese 18 Monate waren der blanke Horror. Covid hat mich hier erwischt.. als ungeimpften, ich lag einen Nachmittag schlapp auf der Couch, das war alles…
            https://youtu.be/dQjRK_NKI3o

    1. es gibt sicherlich mehr Plätze auf der Welt als diesen einen hier….
      vielleicht geht es dir woanders besser, findest Du Gleichgesinnte, das dürfte nicht weiter schwierig sein

    2. In der Tat könnte man beim Lesen der Kommentare bisweilen meinen, man sei in einer Art Paradies der denkenden, fühlenden, offenen und freundlichen Menschen gelandet. Zum Glück kommt dann immer wieder ein Norbert vorbei und erinnert einen an die durchaus nicht paradiesische „Außenwelt“.

  2. Ja. Aber man fragt sich schon, was Tomandcherry da scheinz sehnsüchtig im Geiste Irlmaiers erwartet:

    „Wenn die ganze Lumperei aufkommt, steht das Volk auf mit den SOLDATEN.“

    Welche Soldathen ?

    Am Tage X wird das Militär marschieren ?

    Nun Volk steh auf & Sturm brich los ?

    (im Geiste von Jos. Göbbels sel. ??)

    Nee, nee. Pfff.

    (immerhin, zum Glück hat Klaus B. schon ins Reich des Hiesigen, Irdischen Seelen Heils gefunden)

  3. Falls wir Gelegenheit haben werden, diese Zeit aufzuarbeiten, sollte dieser Text zur Schulbuchlektüre werden. Herzlichen Dank!

    Und bitte, lieber Michael Sailer, verzweifeln Sie nicht.

    Apropos Schulbuch: Kürzlich las ich den Kindern aus Goethes „Faust“ vor, da das Drama für eines von ihnen in der Schule anstand. Die folgende Passage fiel mir auf:

    Hier war die Arzeney, die Patienten starben,
    Und niemand fragte: wer genas?
    So haben wir, mit höllischen Latwergen,

    In diesen Thälern, diesen Bergen,
    Weit schlimmer als die Pest getobt.
    Ich habe selbst den Gift an Tausende gegeben,

    Sie welkten hin, ich muß erleben
    Daß man die frechen Mörder lobt.

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