(periphere Notate): pathologische Hypochonder

Ein langjähriger Korrespondent der „Süddeutschen Zeitung“ berichtet von einer Frau, die an pathologisch hysterischer Hypochondrie und Ansteckungspanik leidet. Sie badet förmlich in Desinfektionsmitteln, überschüttet sich alle paar Minuten damit. Als sie neulich ein paar hundert Meter von ihrem Arbeitsplatz zu einem anderen Ort transportiert werden sollte (zu Fuß gehen kann sie nicht), ließ sie von Wissenschaftlern eruieren, wie sich Aerosole in einer Limousine ausbreiten. Die Lösung war ein Großtransporter, in dem sie ganz alleine mit FFP2-Maske im hermetisch abgedichteten, künstlich belüfteten Laderaum saß. Es ist sehr wichtig, solche Menschen vor sich selbst zu schützen; man sollte aber nicht ganz vergessen, daß auch die Gesellschaft vor ihnen geschützt werden muß. (Die Frau heißt Angela Merkel.) „(periphere Notate): pathologische Hypochonder“ weiterlesen

(periphere Notate): übrigens

Die öffentlich-rechtlichen Medien haben laut eigener Aussage erkannt, daß sie das Publikum nicht mehr „erreichen“. Das ist schon mal eine erfreuliche Einsicht, für die offenbar viele Jahre der Recherche nötig waren. Aber die „Lösung“, die ihnen jetzt eingefallen ist („künstliche Medien“, in denen „Content“ von Computern „erstellt“ wird), erscheint mir noch mal um ein vielfaches dümmer als das Programm, mit dem sie mich seit vielen Jahren nicht mehr „erreichen“.

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(periphere Notate): Exponentielle Dummheit, böse Lehrer, zufällige Nazis

Die exponentielle Häufung von Absurditäten und Unsinnigkeiten in und an den „Maßnahmen“ und in Zusammenhang damit löst – wenn man sich (bevorzugt im Dialog) eingehender damit beschäftigt – immer eine euphorische Hochstimmung aus: Das alles ist dermaßen verrückt und wird mit jedem Tag verrückter, daß es nicht mehr lange dauern kann, bis das irre Konstrukt zusammenbricht. Am nächsten Morgen erwacht man in den Anblick verregneter Gräue und muß feststellen: Es geht einfach weiter. Welcher Eindruck ist richtiger? und sollte man sich vielleicht bemühen, einen davon aufrechtzuerhalten?

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(periphere Notate): Bier! Schweiß! Kunstsperma!

Das ist so billig, daß es als Komödie schon wieder nett ist: Man öffnet die Schulen und testet sämtliche Schüler zweimal die Woche. Dadurch geht die „Inzidenz“ zwangsläufig nach oben – bis man die Schulen wieder schließen muß und die Schüler nicht mehr zu testen braucht. Dadurch geht die „Inzidenz“ wieder runter. Dann stellt man sich hin und behauptet freudestrahlend, das liege am „Bundeslockdown“ und den Ausgangssperren. Daß Herr Wieler und Herr Spahn nicht kapieren, was für ein Schwachsinn das ist, mag man sich notfalls noch vorstellen können. Daß es gut ausgebildete, unabhängige und denkfähige Journalisten nicht kapieren, halte ich für ausgeschlossen. „(periphere Notate): Bier! Schweiß! Kunstsperma!“ weiterlesen

Belästigungen 02/2021: Wir wollen sein ein einig Volk von Geißlern!

In der momentan so virulenten Verteufelung von „Querdenkern“, „Maskenverweigerern“, „Impfgegnern“, „Coronaleugnern“ und anderen Abweichlern tritt der Urfehler der Aufklärung neu zutage: die Unterscheidung zwischen dem „Volk“ (das als Ideal erst noch richtig entstehen muß) und dem „Pöbel“ (der sich durch standhafte Verweigerung von Einsicht und Einordnung der Volkwerdung entzieht).

Mit einem anständigen Volk nämlich könnte man eine Demokratie inszenieren, mit dem Pöbel hingegen nicht, solange er sich weigert, durch Disziplin, Gehorsam, Reinlichkeit und Leistung Volk zu werden. Erst dann auch ist es denkbar, mit ihm und nicht mehr ausschließlich über ihn zu sprechen; erst dann kann er (gleich-)berechtigt am gesellschaftlichen (d. h. wirtschaftlichen) Prozeß mitwirken. „Belästigungen 02/2021: Wir wollen sein ein einig Volk von Geißlern!“ weiterlesen

Belästigungen 9/2020: Die Epidemie der tödlichen Splitter (eine Märchentraumgeschichte)

Neulich hatte ich einen Traum. Meinem Sauerkirschbaum – den ich sehr schätze, weil Sauerkirschen neben Blutorangen und Bärlauch die vielleicht schönsten saisonalen Geschenke der Natur überhaupt sind – ging es nicht gut: Die Blüten vertrockneten, Äste starben ab, um den Stamm kreisten immer mehr interessierte Wildbienen (für die tote Baumstämme das gleiche bedeuten wie stadtrandständige Betonkasernen für das kapitalistische Arbeitsvieh, oder sagen wir: etwas ähnliches).

Besorgt saß ich neben dem Baum und zermarterte mir den Kopf: Was fehlte dem armen Delikatessenlieferanten? Hatte ich ihn in den vergangenen Jahren zu sehr ausgebeutet? „Belästigungen 9/2020: Die Epidemie der tödlichen Splitter (eine Märchentraumgeschichte)“ weiterlesen