(periphere Notate): pathologische Hypochonder

Ein langjähriger Korrespondent der „Süddeutschen Zeitung“ berichtet von einer Frau, die an pathologisch hysterischer Hypochondrie und Ansteckungspanik leidet. Sie badet förmlich in Desinfektionsmitteln, überschüttet sich alle paar Minuten damit. Als sie neulich ein paar hundert Meter von ihrem Arbeitsplatz zu einem anderen Ort transportiert werden sollte (zu Fuß gehen kann sie nicht), ließ sie von Wissenschaftlern eruieren, wie sich Aerosole in einer Limousine ausbreiten. Die Lösung war ein Großtransporter, in dem sie ganz alleine mit FFP2-Maske im hermetisch abgedichteten, künstlich belüfteten Laderaum saß. Es ist sehr wichtig, solche Menschen vor sich selbst zu schützen; man sollte aber nicht ganz vergessen, daß auch die Gesellschaft vor ihnen geschützt werden muß. (Die Frau heißt Angela Merkel.)

Daß Merkels Kollege Markus Söder an einer noch schlimmeren Hypochondrie leidet, sei nur am Rande vermerkt, weil man sich das ja sowieso schon gedacht hat.

»Das heißt, wir haben dann Virus in den Proben, dessen RNA wir auch in Form von Viruslast messen können. Viruslast bedeutet ja RNA-Kopien. Nur, dieses Virus ist nicht mehr infektiös, weil da Antikörper draußen drankleben. […] Also die Rate von kaputten Viruspartikeln, die gegenüber replikationsfähigen Viruspartikeln in so einer Infektion entstehen, die kann durchaus hundert zu eins sein. Wir messen in der PCR aber alle Viruspartikel.« (Christian Drosten erklärt, weshalb positive PCR-Tests zu circa 99 Prozent falsch positiv sind)

In Weißrußland, erfahre ich, gab es eine „Zwangslandung“. Ein Flugzeug sei zur Landung gezwungen worden, um einen „Oppositionellen“ verhaften zu können. Nicht nur die Radionachrichten wiederholen diese Geschichte und das Wort „Zwangslandung“ wie Hypnotiseure. Mich interessiert Weißrußland (neudeutsch: „Belarus“) nicht sehr, aber das fällt mir doch auf. Nach zehn Minuten Recherche weiß ich, daß die Meldungen kompletter Unfug sind. Es gab keine „Zwangslandung“, der Funkverkehr des Flugzeugs belegt das eindeutig.

Daß bei der Landung eines Flugzeugs überprüft wird, ob sich zufällig eine aus juristischen Gründen gesuchte Person an Bord befindet, ist vollkommen normal, ähnliches habe ich selbst schon zweimal miterlebt (auch in Deutschland). Von dem verhafteten „Oppositionellen“ weiß ich nichts (nur daß er nicht Julian Assange heißt), dazu kann ich also nichts sagen. Es bleibt die Frage, wieso eine solche Lüge so aufgebauscht und derart impertinent in die Köpfe der Hörer (Zuschauer, Leser) gehämmert wird.

Einer der schlimmsten Propagandisten der „Corona“-Spritzung (nun auch von Kindern) heißt übrigens ausgerechnet „Dr. C. Spinner“. Das behauptet zumindest der „Focus“. Könnte aber auch ein neues Projekt von #allesdichtmachen sein.

Und noch eine wirklich hinterfotzige Satire, die sicherlich die Hälfte der Welt mißversteht (ich möglicherweise auch).

Nachdem in letzter Zeit bei „Corona-Kontrollen“ (was das ist, weiß ich leider nicht) Polizisten und andere Ordnungskräfte bespuckt, gebissen und anderweitig angegangen wurden, macht sich unter diesen eine gewisse Besorgnis breit. Man dürfe das an Disziplinierung, Gehorsam und Kontrolle „Erreichte nicht verspielen“, sagte ein Polizeisprecher im Radio und merkte offenbar nicht genau, was er da sagte (und ich gestehe, daß dieser Satz behutsam tendenziös formuliert ist).

Ein Münchner Polizist bekennt in der „tz“, man habe ihn am Monopteros mit Flaschen beworfen. Das geht selbstverständlich überhaupt nicht. Ob die militärischen Helme und Schutzausrüstungen heutiger „Freunde und Helfer“ durch Flaschen verkratzt oder beschädigt werden können, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Gewalt gegen Ordnungskräfte ist (außer bei Notwehr) selbst im Falle einer Revolution verboten (weil die Revolution ja sonst keine Revolution wäre).

Immer mehr (schon diese Einleitung ist ein typisch manipulatives Instrument manipulierender Massenmedien, was hiermit festgestellt sei) Leitmedien widmen sich der „Verschwörungstheorie“, das Virus SARS-CoV-2 sei in einem Labor in Wuhan „erstellt“ worden und (versehentlich oder absichtlich) freigesetzt worden. Und in immer mehr (siehe oben) solchen Berichten wird diese These als grundsätzlich plausibel dargestellt. Das ist fast schon wieder verdächtig – vor allem nachdem wir seit vielen Monaten wissen, daß der US-amerikanische Beauftragte für dieses Labor (Peter Daszak) zugleich einer der Leiter der WHO-Gruppe war, die nach China entstandt wurde, um festzustellen, woher das Virus kam. Dies und seine öffentlich bekannte freundschaftliche Verbindung zu der chinesischen Leiterin des Labors wird weiterhin so gut wie nie „thematisiert“.

Hingegen sieht sich der US-amerikanische Gesundheitsführer Fauci gerade einem Gewitter von Vorwürfen ausgesetzt, weil er anscheinend vergessen hat, die US-amerikanischen Steuerzahler darüber zu informieren, daß ihr Geld u. a. zur geheimen Erforschung biologischer Massenvernichtungswaffen in Wuhan eingesetzt wurde. Die Frage, ob diese längst bekannte Tatsache jetzt so schäumend aufgekocht wird, um die Aufmerksamkeit von anderen Vorgängen abzulenken, überlasse ich gerne talentierten Verschwörungstheoretikern.

Eine Studie widmete sich dem Problem des neuartigen „Long Covid“-Syndroms unter Kindern und stellte fest, daß es das praktisch gar nicht gibt. Das hilft selbstverständlich nichts, weil das Phänomen durch häufige Erwähnung nun einmal in der Welt „ist“ und auch durch umfangreichste Untersuchungen nicht mehr wegzukriegen sein wird, vgl. „Burnout“, vgl. „Neurasthenie“, vgl. „Weiberhysterie“. „Für Millionen Corona-Infizierte wird das Leben wohl nie mehr so sein wie früher“, meldet etwa die „Süddeutsche Zeitung“. Was eine Grundregel der Medienmanipulation bestätigt: Je häufiger sich zeigt, daß etwas so gut wie nicht existiert (oder was ganz anderes ist), desto höher muß die Zahl der „Betroffenen“ geschraubt werden.

Abgesehen davon ist die Meldung freilich im Grunde richtig. Sie müßte nur lauten: „Für Milliarden Menschen – infiziert oder nicht – wird das Leben nie mehr so sein wie früher.“

Die „Leitkultur“, die nun, da „Corona“ weitestgehend ausdiskutiert ist, über den Umweg der „neuen Normalität“ wieder in den Diskursraum gezerrt wird, ist in mehrerlei Hinsicht ein Quatschbegriff. Zum einen steht sie für das reaktionäre Bild eines irgendwie naturgesetzlich vorgegebenen Verhaltens- und Betragenskodex, der vom Wollen bis ins letzte Detail des Tuns alles „leitet“ und jeden, der davon abweicht, von den Segnungen der Gemeinschaft ausschließt. Kultur aber gibt es zweifellos, sie ist entstanden und entsteht unmerklich weiterhin schlicht aus dem, was geschieht. Normative Setzungen in diesem Bereich sind Zeichen einer Zwangsherrschaft. Es mag gelingen, ein ganzes Volk binnen kurzer Zeit dazu zu bringen, daß man zur Begrüßung „Heil Hitler“ sagt und damit nebenher sichtbar (oder hörbar) macht, wer Außenseiter ist. Es geht aber noch schneller wieder weg, wenn der (soziale und äußere) Zwang verpufft.

Daß der (deutsche) Nationalstaat eine liberale, republikanische, gar demokratische Idee sei, erscheint mir immer noch als historisches Mißverständnis. Weil man sich Bayern und Preußen nicht ohne ihre Könige vorstellen konnte, setzte man auf die größere, die „verbindende“ und „einende“ Erzählung, in der die Monarchien mit ihrer Kleinstaaterei dann aufgehen würden wie Tropfen in einer Pfütze. Was man bekam, waren: Kaiser, Führer, Weltkriege und der Untergang in der absoluten Barbarei. Europa und die „Weltregierung“ sind die nächsten Stufen dieses Wahns, Freiheit und Demokratie seien nur durch Vergrößerung, Ausweitung, Vereinheitlichung zu erreichen. Was man diesmal bekommt, sind: Amazon, Facebook, Google, Apple, Microsoft, Ebay und eine neue Form von allgegenwärtigem, totalem Dauerkrieg.

„Erst Geschichtsschreibung schafft Geschichte. Geschichte ist keine Realität, sie ist ein Zweig der Literatur.“ (Sebastian Haffner)

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