Daß die deutschen Nazienkel (die keine „Generation“ sind, sondern höchstens eine Klasse) die Verbrechen ihrer Großeltern „aufzuarbeiten“ versuchen, indem sie sie wiederholen – diesmal aber siegreich –, ist mittlerweile eine Binsenweisheit. Daß die meisten von denen dies nicht einmal bemerken (können) – etwa eine Quäkministerin, die in schärfstem Goebbels-Deutsch vom Opa schwärmt, der an der Ostflanke Europas Freiheit verteidigt habe –, mag an der fehlenden Intelligenz und Bildung dieser Leute liegen, an ihrer Borniertheit oder am familiär infundierten Größenwahn oder allem zusammen (siehe Baerbock); das ist aber letztlich egal.
Noch ein bißchen Werbung …
… die aber keine Reklame ist, sondern eine – wie ich finde – sehr treffende Zusammenfassung und Bewertung:
Schreiben als Denkprozess: Michael Sailers Notate aus der Corona-Zeit
(aus dem tiefen Archiv): zum „Relevanten Realismus“ (Juli 2005)
(Anmerkung: Im Juli 2005 erschien in der „Zeit“ ein „Manifest“ von vier Autoren, die ein neues Genre „forderten“: den „Relevanten Realismus“. Ich wurde damals gebeten, etwas dazu zu schreiben, mein Text wurde dann jedoch als nicht veröffentlichungsfähig eingeschätzt. Der Originaltext aus der „Zeit“ folgt im Anschluß an meinen Text. Was aus dem neuen Genre und seinen Protagonisten geworden ist, weiß ich nicht. Daß der Text hier heute erscheint, liegt übrigens nicht daran, daß er etwas mit meinem neuen Buch zu tun haben könnte. Ich habe ihn lediglich beim Aufräumen einer alten Festplatte wiedergefunden.)
Relevant ist: was einige tun, manche kaufen und viele beplappern. Die Erwartung einer medialen Relevanz ist Teil von Produktstrategien. Zu fordern, es müßten gesellschaftliche Veränderungen (etwa ein „Fortschritt“ oder ein „Bewußtsein“) aus der medialen Relevanz schriftstellerischer Werke entspringen, ist: Hybris. Oder Teil einer Produktstrategie. „(aus dem tiefen Archiv): zum „Relevanten Realismus“ (Juli 2005)“ weiterlesen
4 Wochen Wahnsinn (März 2025)
Die neue österreichische Regierung hat ein Problem: Die Zusammenklüngelung aus gleich drei Verliererparteien der letzten Wahl bedingt eine Aufblähung der Mannschaft von Ministern und Staatssekretären, weil selbstverständlich jede der drei Organisationen so viel Staatsknete wie möglich abgreifen möchte. Dafür ist jedoch die Regierungsbank im soeben erst aufwendig renovierten Parlamentsgebäude zu klein. Es wird damit gerechnet, daß das Platzproblem durch eine regelmäßig rotierende Abwesenheit diverser Regierungsmitglieder gelöst wird. „4 Wochen Wahnsinn (März 2025)“ weiterlesen
Ein bisserl Reklame …
… für ein Buch und ein höchst angenehmes Gespräch, das mir mal wieder ins Gedächtnis gerufen hat, wie selten es geschieht und wie erfreulich es ist, mit klugen Menschen zu sprechen. Weil damit das Denken erst beginnt. Danke, Walter; danke, Manova.
REPLAY: Revival! Virus on Tour again! (September 2023)
Auch eine vielleicht wichtige Erinnerung: Die Suppe wird nicht besser, wenn man sie aufkocht, aber wenn halt nichts anderes im Haus ist … Und deshalb sollte man sich erinnern: So war das (auch). „REPLAY: Revival! Virus on Tour again! (September 2023)“ weiterlesen
(periphere Notate): Das alles könnte überhaupt nichts bedeuten
Wenn ein Anhänger aus der Deichsel bricht und rückwärts den Berg hinabrollt, empfiehlt es sich, „Obacht!“ zu rufen. Außer man haßt Menschen generell und hat kein Interesse an dem Schaden, denen man ihnen antut, höchstens an dem Schrott, der zurückbleibt, wenn der Anhänger in ihr Fuhrwerk hineinkracht und dessen Besatzung tötet oder schwer versehrt.
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Mein erstes Mal …
(periphere Notate): „Heute verlacht uns Deutschland, morgen die ganze Welt“
Ich erinnere mich an eine Diskussion vor langer Zeit, Thema: Wieso haben Künstler, Schriftsteller, selbst Journalisten immer so seltsame Namen, die in einer „normalen“ Giesinger Grundschule oder Kneipe nie vorkommen? Die Vermutungen waren unbestimmt; die Rede war von oberschichtlichen „Dynastien“, gemeinsamer Nenner: „Uralter Adel, dreihundert Jahre geschlechtskrank!“ Daneben gab es noch die These, Lektoren, Galeristen und sogenannte „Kundler“ hätten generell keinerlei Interesse an der Materie und suchten ihre Schützlinge deshalb nach interessant oder modisch klingenden Namen aus. Mag sein.
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REPLAY: Hubsi und die Nazis (und so) (August/September 2023)
Es war im Meer des Wahnsinns und der Lügen nur eine Episode, freilich, die wie meist im nachhinein zur Anekdote gerinnt. Aber vielleicht war das auch mehr, wer weiß. „REPLAY: Hubsi und die Nazis (und so) (August/September 2023)“ weiterlesen
(periphere Notate): Stählerne Stachelschweine in grünen Wiesen
Jetzt sind die Deutschen also mal wieder allein mit ihrem Haß auf und Furor gegen die ganze Welt, die ihnen doch gehören sollte. Nicht nur der russische Teufel trachte ihnen nach dem Territorium, wähnen sie, sondern auch der Ami, der sie doch einst befreit hat von Auschwitz und ihrem Führer (sowie den Gasadern, die das Verderben aus Rußland ins Reich pumpten). Na, ganz allein sind sie noch nicht, zum Glück: Der Pariser WEF-Stöpsel bietet einen „Atomschirm“ an, falls es mal regnen sollte (zum Beispiel Haselnüsse), mit dem man dann Deutschland auch ohne NATO zur unbewohnbaren Wüste bomben könnte.
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REPLAY: Feuerwetter! Folgenforschung! (und was fehlt?)
Ich lese nicht gerne und nicht oft das, was man heute Zeitung nennt. Und wenn, dann alte. Weil der Rückblick (in diesem Fall ein doppelter) mehr zeigt als die aktuellen Posaunen. „REPLAY: Feuerwetter! Folgenforschung! (und was fehlt?)“ weiterlesen
Belästigungen 3/2025: Irgendwann muß doch einmal „Nie wieder!“ sein
Deutschland kann nicht militärisch verteidigt werden.
Man muß diesen Satz zweimal lesen, am besten laut, am besten in der Öffentlichkeit, vor vielen Menschen, denen man zuvor den Propagandakleisterpfropfen aus den Ohren entfernt hat:
Deutschland kann nicht militärisch verteidigt werden.
Der eine oder andere wird widersprechen, aber dies entweder weil der eine oder der andere nicht nachgedacht hat oder weil er nicht nachdenken kann, weil er dumm ist, verblödet durch den Propagandakleister, der in sein Hirn vorgedrungen ist und auch dort alles verkleistert. „Belästigungen 3/2025: Irgendwann muß doch einmal „Nie wieder!“ sein“ weiterlesen
(periphere Notate): Wir müssen einfach alles immer wieder tun!
„Und bei all dem sind wir anständig geblieben“, schreibt Annalena Blablubb in ihrem „Abschiedsbrief“, mit dem sie (vorläufig) auf „Führungsämter“ verzichtet. Man muß nicht Geschichte studiert haben, sondern nur ein paar Jahre auf einer altmodischen bayerischen Schule verbracht oder eine beliebige „Doku“ gesehen haben, um zu wissen, woher dieser hypermoralische „Claim“ kommt: von Heinrich Himmler und zwar aus dessen „Posener Rede“ am 4. Oktober 1943: „Dies durchgehalten zu haben, und dabei – abgesehen von menschlichen Ausnahmeschwächen – anständig geblieben zu sein, das hat uns hart gemacht und ist ein niemals geschriebenes und niemals zu schreibendes Ruhmesblatt unserer Geschichte.“
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(periphere Notate): Ratlos, tatlos
Die US-Amerikaner, so lautet der Konsens, haben den größten Kasper ihrer Geschichte ins Präsidentenamt gewählt. Zum zweiten Mal. „Lustig“ daran könnte sein, daß die Europäer (das heißt: ihre Führer) derweil vollkommen durchdrehen und die USA erstaunt zuschauen. Zum dritten Mal. Man schließt Wetten ab, wann die USA diesmal eingreifen, um den Profit alleine mitzunehmen. Ich vermute: nach drei bis fünf Jahren, wie immer.