… oder wenigstens fast: Wer nichts dagegen hat, beim übel beleumundeten Internethändler einzukaufen (wenigstens ausnahmsweise), kriegt mein neues Buch noch vor Weihnachten.
Wer den (sympathischen, aber leider enorm zensuranfälligen und -freudigen) „normalen“ Buchhandel bevorzugt, muß ein bißchen warten: Das Buch wird derzeit „geprüft“, aber hoffentlich nächste Woche „freigegeben“.
Wer das Buch bei mir selbst bestellen und vielleicht sogar (auf Wunsch) ein signiertes Exemplar erhalten mag, braucht noch mehr Geduld: Aufgrund undurchschaubarer Produktions- und Lieferbedingungen kommt die Kiste mit den von mir selbst bestellten Büchern erst im frühen Januar hier an …
Ich bitte um reges Interesse und freundliche Weiterempfehlung. Und ich freue mich über Kritik und jegliche andere Reaktion.

Ich habe mich neulich an eine Unterrichtsstunde im Fach „Kunsterziehung“ (was für ein seltsamer Titel!) in der fünften Klasse erinnert. Zu unserem „Handwerkszeug“ (das man nur zweimal vergessen durfte – beim dritten Mal gab’s einen Verweis) gehörten damals eine Feder samt Halter und ein Glas Tusche. Unser Lehrer, der spitzbärtige Herr Michel, der so sehr an alte Schwarzweißfilme erinnerte, daß ich ihn tatsächlich ohne Farbe im Gedächtnis behielt, diktierte uns einen kurzen Text, den wir in liniengenormter Antiqua aufs Papier zu bringen hatten: „Die Schrift ist das sichtbare Abbild der Sprache. Während der Klang im Raum verhallt …“ – weiter weiß ich leider nicht mehr; es ist ja auch ein halbes Jahrhundert her.
Manchmal denke ich gerne zwei oder drei Schritte voraus. Oder sagen wir: nicht gerne, aber ich kann es nicht verhindern. Zum Beispiel neulich sah ich ein Video, in dem ein offensichtlich gemeingefährlich wahnsinniges Rumpelstilzchen mit Naziwahn im nächtlichen Dunkel mit seiner Rotte oder Wehrsportgruppe oder wie man das heute nennt an der litauischen Grenze eine Art neogermanisches Fackelritual aufführte, das man für ein entgleistes Grillfest der Waffen-SS hätte halten können. Es gelang mir nur unter äußersten Verrenkungen sämtlicher Gehirngelenke und Phantasiemuskeln, zu begreifen, daß es sich dabei nicht um eine Comedy-Parodie handelte, sondern daß der übelvölkische Schabernack ernstgemeint war, und zwar als Einstimmung auf den dritten deutschen Krieg gegen Rußland innerhalb von hundertelf Jahren. Oder hundertzwölf oder vielleicht auch hundertsechzehn, da ist man sich im Führerhauptquartier wohl noch nicht ganz einig und bastelt noch an einem Vorwand, nachdem beim letzten Mal nur die Allerdümmsten den Quatsch mit dem angeblich geplanten und unmittelbar bevorstehenden Angriff Stalins auf die europäische Union des Gröfaz Hitler glauben wollten.
Mindestens 271.000 Euro kostete ein Propagandafilmchen über Robert Habeck, das Anfang Dezember angeblich in ein paar Kinos laufen soll. Das ist eine Menge Geld für einen Reklamestreifen für Deutschlands wahrscheinlich unfähigsten Minister aller Zeiten, der gerne „Bündnisführer“, Verzeihung „Kanzler“ geworden wäre, zumindest vorübergehend aber gar kein Minister und auch kein „Politiker“ mehr ist. Gott sei Dank bezahlen den Schmarrn deutsche Steuerzahler – die sind schließlich bekannt dafür, daß sie nie und nimmer nachfragen, für was ihr Geld aus dem Fenster geschmissen wird.


