Es ist soweit …

… oder wenigstens fast: Wer nichts dagegen hat, beim übel beleumundeten Internethändler einzukaufen (wenigstens ausnahmsweise), kriegt mein neues Buch noch vor Weihnachten.

Wer den (sympathischen, aber leider enorm zensuranfälligen und -freudigen) „normalen“ Buchhandel bevorzugt, muß ein bißchen warten: Das Buch wird derzeit „geprüft“, aber hoffentlich nächste Woche „freigegeben“.

Wer das Buch bei mir selbst bestellen und vielleicht sogar (auf Wunsch) ein signiertes Exemplar erhalten mag, braucht noch mehr Geduld: Aufgrund undurchschaubarer Produktions- und Lieferbedingungen kommt die Kiste mit den von mir selbst bestellten Büchern erst im frühen Januar hier an …

Ich bitte um reges Interesse und freundliche Weiterempfehlung. Und ich freue mich über Kritik und jegliche andere Reaktion.

Die Schrift bleibt!

Ich habe mich neulich an eine Unterrichtsstunde im Fach „Kunsterziehung“ (was für ein seltsamer Titel!) in der fünften Klasse erinnert. Zu unserem „Handwerkszeug“ (das man nur zweimal vergessen durfte – beim dritten Mal gab’s einen Verweis) gehörten damals eine Feder samt Halter und ein Glas Tusche. Unser Lehrer, der spitzbärtige Herr Michel, der so sehr an alte Schwarzweißfilme erinnerte, daß ich ihn tatsächlich ohne Farbe im Gedächtnis behielt, diktierte uns einen kurzen Text, den wir in liniengenormter Antiqua aufs Papier zu bringen hatten: „Die Schrift ist das sichtbare Abbild der Sprache. Während der Klang im Raum verhallt …“ – weiter weiß ich leider nicht mehr; es ist ja auch ein halbes Jahrhundert her. „Die Schrift bleibt!“ weiterlesen

(periphere Notate): Vom Holz, da wächst’s

Es ist immer noch (oder nach all den Jahren erst recht) irritierend, hier und da Menschen zu begegnen, die draußen auf der Straße, in Läden und sonst wo mit per Staubfilter oder OP-Spucklatz vermummtem Gesicht herumlaufen. Was neben dem gewohnt angstverzerrten Blick auffällt, ist die Altersstruktur der Unentirrbaren: Sie sind entweder sehr alt (heute: zwei von sechs) oder auffällig jung, Typ Student (meist männlich) aus besserem Hause mit forschem Auftreten und gerecktem Kinn. Was diese Leute antreibt, ist auf den ersten Blick rätselhaft, schließlich ist inzwischen ja weitesthin bekannt, was für ein ungesunder Quatsch das mit den Seichlappen ist und immer war.

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Belästigungen 12/2025: Ein übles Gespenst kehrt wieder

Manchmal denke ich gerne zwei oder drei Schritte voraus. Oder sagen wir: nicht gerne, aber ich kann es nicht verhindern. Zum Beispiel neulich sah ich ein Video, in dem ein offensichtlich gemeingefährlich wahnsinniges Rumpelstilzchen mit Naziwahn im nächtlichen Dunkel mit seiner Rotte oder Wehrsportgruppe oder wie man das heute nennt an der litauischen Grenze eine Art neogermanisches Fackelritual aufführte, das man für ein entgleistes Grillfest der Waffen-SS hätte halten können. Es gelang mir nur unter äußersten Verrenkungen sämtlicher Gehirngelenke und Phantasiemuskeln, zu begreifen, daß es sich dabei nicht um eine Comedy-Parodie handelte, sondern daß der übelvölkische Schabernack ernstgemeint war, und zwar als Einstimmung auf den dritten deutschen Krieg gegen Rußland innerhalb von hundertelf Jahren. Oder hundertzwölf oder vielleicht auch hundertsechzehn, da ist man sich im Führerhauptquartier wohl noch nicht ganz einig und bastelt noch an einem Vorwand, nachdem beim letzten Mal nur die Allerdümmsten den Quatsch mit dem angeblich geplanten und unmittelbar bevorstehenden Angriff Stalins auf die europäische Union des Gröfaz Hitler glauben wollten. „Belästigungen 12/2025: Ein übles Gespenst kehrt wieder“ weiterlesen

(periphere Notate): Bloß-kurz-dazwischen-Abfall-bla-bla

Die von der CIA gesteuerte „Behörde“ NABU macht in der Ukraine nun wohl so was wie ernst: Sie führte bei einem der wichtigsten Komplizen des Marionettendiktators das durch, was man aus dem neuen Deutschland als standrechtliche Strafsanktion gegen Regimekritiker kennt – nein, keine Kontokündigung, sondern bloß eine Hausdurchsuchung. Der Begriff klingt harmlos, zumal er an eine Ermittlungsmaßnahme erinnert, die es früher auch schon gab und die in Fällen vermuteter Kriminalität dazu diente, Beweismaterial zu sichern.

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Reisen im Regal (24)

Zeitenwende! In der Renaissance ging der Gemeinschaftsgedanke des Mittelalters mehr und mehr verloren. An seine Stelle trat die Idee der freien, durch nichts gebundenen Einzelpersönlichkeit. Sie verkörperte sich zuerst in der Freiheit der Fürsten, im Absolutismus, dann in der Freiheit jedes Einzelnen, im Liberalismus. Heute erleben wir es, wie sich die entscheidende Umkehr vorbereitet zurück zum Gemeinschaftsgedanken.
Herbert von Voß: Zeitenwende (1932)

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4 Wochen Wahnsinn (November 2025)

Mindestens 271.000 Euro kostete ein Propagandafilmchen über Robert Habeck, das Anfang Dezember angeblich in ein paar Kinos laufen soll. Das ist eine Menge Geld für einen Reklamestreifen für Deutschlands wahrscheinlich unfähigsten Minister aller Zeiten, der gerne „Bündnisführer“, Verzeihung „Kanzler“ geworden wäre, zumindest vorübergehend aber gar kein Minister und auch kein „Politiker“ mehr ist. Gott sei Dank bezahlen den Schmarrn deutsche Steuerzahler – die sind schließlich bekannt dafür, daß sie nie und nimmer nachfragen, für was ihr Geld aus dem Fenster geschmissen wird. „4 Wochen Wahnsinn (November 2025)“ weiterlesen

(periphere Notate): Lebensentwurf Sprechpuppe (oder Baumwart?)

Man muß sich die Ukraine als eine Art Geldmaschine vorstellen: Hinein fließen Abermilliarden an Steuergeldern aus „westlichen“ Staaten (insbesondere Deutschland), die dort dann umverpackt und verteilt werden. Einen großen Teil erhalten die ukrainischen Mafiabosse und Oligarchen, der nicht geringe Rest fließt (zurück) an jene, die diese Steuergelder aus ihren Staaten herausgepumpt haben: „Politiker“ und sonstige Amtsträger in eben den „westlichen“ Staaten.

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(periphere Notate): Jessica Jones trägt wieder Glatze

Wer bislang immer noch glaubte, der als „Bundespräsident“ „amtierende“ Steinkopf habe wenigstens ein paar verbliebene Tassen im Schrank, der durfte sich am 9. November eines besseren belehren lassen. In einer Rede zum „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“ forderte der notorische Verfassungsfeind seine Volksgenossen auf, endlich die Opposition gegen das Einheitsfrontregime effektiv zu bekämpfen: „Tun wir, was getan werden muß!“ Dazu sollten auch Polizisten und Soldaten „wehrhaft“ werden, also zupacken. Daß er die gemeinte Satanspartei nicht beim Namen nannte und faktisch nur deren Verbot forderte, ist sicherlich seinen Rechtsberatern zu verdanken. Ach so, und „Nun Volk, steh auf! Nun Sturm, brich los!“ sagte er auch nicht.

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Krach & Wahn (Popmusiktexte aus vielen Jahren): Scissor Sisters „Night Work“ (Juli 2010)

An dieser Platte ist scheinbar rein gar nichts echt, oder sagen wir: natürlich. Nicht ein einziges der vielen Musikinstrumente, die zu hören sind – Trommeln, Becken, Gitarren, Baßgitarren, Klaviere, Geigen, diverse Flohmarkt-Keyboards und museale Ur-Synthesizer – ist jemals von einer menschlichen Hand oder auch nur einem in der Luft herumschwebenden Bakterium berührt worden, nicht mal von der Luft selbst, diesem septischen Gasgemisch. Diese Musik ist im reinsten Sinne mathematisch und virtuell: bis ins feinste Detail berechnet, geplant, umgesetzt; man glaubt förmlich, die Experten in ihren weißen Kitteln mit Mundschutz vor den blankpolierten Bildschirmen stehen zu sehen, wie sie die Töne mikrometergenau setzen, die Ergebnisse ihrer Arbeit mit Meßgeräten überprüfen, die ansonsten zum Nachweis von Neutrinos und Bosonen dienen könnten. Abschließend wird alles gereinigt, gespült, mit Aceton ausgewaschen, bis die Musik endlich als pure, farb- und geruchlose Substanz auf steril schimmernde Scheiben gepreßt werden kann. „Krach & Wahn (Popmusiktexte aus vielen Jahren): Scissor Sisters „Night Work“ (Juli 2010)“ weiterlesen