Als Kabarettist und/oder Satiriker darf man über „die Post“ bekanntlich ebensowenig etwas erzählen wie über „die Bahn“ und den eigenen „Lebensabschnittspartner“. Das mag der Grund dafür sein, daß das Post-Covid-Kabarett sich neben „Querdenkern“, „Schwurblern“ und „Verschwörungstheoretikern“ (also Menschen, die seit sechs Jahren die Frechheit besitzen, recht zu haben) hauptsächlich an Bahn, Post und Ehegatten abarbeitet: Das ist nur schal, fad, spießig und todeslangweilig – die Alternative hingegen (etwa Regimekritik) wäre der sichere Weg ins Abseits.
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Daran, daß man in die Schule gehen mußte, merkte man nach einiger Zeit auch, daß man älter wurde. Verwandte und Bekannte, die länger nicht mehr dagewesen waren, sagten voller Verwunderung: Du bist aber groß geworden!

Man könne so gut wie gar nichts mehr essen, weil man sonst sterbe, hat mir vor einiger Zeit, als mal wieder ein durch den Lebensmittelmassenhandel verbreiteter Virus Menschen hinraffte, jemand gesagt. Rein statistisch betrachtet leuchtet das ein: Tatsächlich sind so gut wie alle Menschen, die in den letzten, sagen wir: fünf Millionen Jahren etwas gegessen haben, in erdgeschichtlichen Maßstäben ziemlich bald darauf gestorben, und zwar völlig unabhängig davon, womit der jeweilige Todgeweihte seinen Verdauungstrakt füllte. Das, möchte man meinen, ist eben die gemeine Hinterhältigkeit des Lebens und der Natur: Man müht sich redlich, nichts falsch zu machen, und eines Tages ist es doch vorbei.


