(periphere Notate): Kulturschaffen, Massenmord und Lametta

Wenn weiterhin jeder Trottel, Versager und Komplize des „Corona“-Verbrechens mit Bundesverdienstkreuzen (mehrfach) und anderem Lametta behängt wird, erhält Weihnachten in Zukunft eine ganz andere Signifikanz („Wir schmücken unseren Wieler!“). Allerdings wird man dazu noch viel mehr Orden einführen müssen; die momentan verfügbaren hat man den Schergen des Regimes ja schon alle draufgenadelt, und zwar in einem Ausmaß, das hoffen läßt, daß ein paar dieser Typen wenigstens einen Bandscheibenvorfall davontragen.

Die Verschwörungstheorien, die Roseph Habbels in die Welt raunzt, sind von enormer Monotonie: Es ist halt immer „Phuthin“, das beschwört der Klimakäser seit spätestens 2014. Ich höre verschiedentlich, solcherlei Propagandabullshit könne hochgefährlich werden, man setze bloß mal für den „Phuthin“ eine „jüdisch-bolschewistische Weltverschwörung“ ein. Das mag sein, allerdings erinnert mich das Gequatsche eher an die letzten Appelle der Herren Mielke et al., und solange sie derart unbeholfen und panisch daherkommen, kann ich mich der Zumutung durch derlei Schwachsinn nur erwehren, indem ich mich weiterhin darüber lustig mache.

Das gilt auch für den neulich erwähnten „Correctiv“-Quatsch über die Umsturzverschwörung von Potsdam: Darüber hagelt es in den letzten Tagen empörte bis mahnende Analysen und Gegenreden. Die sind sicherlich berechtigt, aber am Ende ist das alles doch eine so gelungene Realsatire, daß es mir höchstens um die naiven Zeitgenossen ein bisserl leid tut, die so etwas ernstzunehmen imstande sind und sich nun stellvertretend mitverspotten lassen müssen.

Besonders trifft dies freilich die Menschen, von denen eine weitgehend unbegründete Volksmeinung meint, sie müßten es aufgrund ihrer Berufstätigkeit besser wissen, und insbesondere sind dies sogenannte Kulturschaffende. Die hatten es schon während der „Corona“-Kampagne ganz besonders wichtig, sich als regimetreue Propagandaklopfer oder mindestens Mitläufer hervorzutun (weil „man ja von was leben muß“). Nun sollen und müssen sie sich einspannen lassen für den Krieg gegen Rußland, der bereits im Gange ist, von dem man aber wie 1942 noch nicht viel merkt in der Heimat.

Beispiele aufzuzählen erübrigt sich eigentlich; ebensogut könnte man noch mal zu erläutern versuchen, daß „unsere“ Hilfstruppen oder Stellvertreter dort im Osten die gleichen Faschisten und Rassisten sind wie damals, daß ganze Generationen junger (und mittlerweile auch älterer und sehr junger) Ukrainer vorsätzlich ausgerottet werden für den Endsieg der westlichen „Ideologie“ und den Profit der westlichen Waffenindustrie. Hin und wieder aber sticht ein Exempel besonders scharf ins Auge. Zum Beispiel das Münchner „Literaturhaus“, das ein solches vielleicht mal ansatzweise war, dann zur Reklameplattform für Konzernverlage verkam und mittlerweile ganz unten angekommen ist, als Zentrum der westlichen Kriegspropaganda und -ertüchtigung.

Am 5. Februar beispielsweise findet dort eine höchst literarische Veranstaltung statt: Der grenzwertig widerwärtige und in der Idiotie seiner „fachlichen Expertise“ über jede Grenze der Lächerlichkeit hinaus zuverlässige Massenmordpropagandist Carlo Masala („Professor“ für „Internationale Politik“ an der „Hochschule“ der Bundeswehrmacht) darf unter dem Titel seines aktuellen Pamphlets „Bedingt abwehrbereit“ (eine Ho-ho-ho-Anspielung auf die notorische „Spiegel“-Geheimdienstaffäre) referieren, weshalb deutsches Jungvolk endlich wieder darauf gedrillt werden muß, Millionen Russen zu ermorden. In selbigem Machwerk nämlich „stellt er klar: Unsere Bundeswehr ist der Jetzt-Zeit nicht gewachsen, die Regierung hat die Zeitenwende, die mit dem Angriff Rußlands auf die Ukraine begann, verpaßt. Woher rührt diese strategische Naivität der Deutschen?“ (Na ja, vielleicht daher, daß sie das letzte Mal zwar 27 Millionen Sowjetbürger getötet und trotzdem verloren haben?)

„Und wie können wir uns in der Welt der Zukunft behaupten?“ goebbelt der Ankündigungstext sein finales Argument in die Empfängerschaft des Programmzettels, die – man darf ja noch hoffen – eine Antwort auf diese mörderische Blödelfrage finden könnte: Indem wir einfach mal aufhören, andere Menschen umbringen zu wollen und dafür milliardenteures Gerät zu schmieden, während die Leute hier unter Brücken und in den Eingangsnischen leerstehender Kaufhausruinen nächtigen und nicht wissen, was sie „in der Welt der Zukunft“ essen sollen?

„Wir“ – „uns“: Gemeint sind mit diesen Kampfvokabeln ganz bestimmt nicht und in keiner Weise wir, die Menschen, die den Wahnsinn dieser Verbrecher ausbaden und den Scheißdreck hinterher (falls es ein „Hinterher“ geben sollte) aufräumen müssen und sich bei den letzten solchen Gelegenheiten einfach nicht durchringen konnte, das Mörderpack samt und sonders und ein für alle Mal aus seinen „Positionen“ zu entfernen und in Gefängnisse, Fabriken und auf Felder zu schicken, die „Positionen“ insgesamt abzuschaffen und ein friedliches Gemeinwesen zu gründen.

Es könnte ein hübsches Ratespiel sein, wer den netten Abend mit dem Masala „moderiert“ und dessen irres Geschwätz in ein „Gespräch“ verpacken soll. Ist aber zu simpel: Es ist selbstverständlich der Obertransatlantiker Stefan Kornelius, „Politikchef“ der Waffen-SZ, der das übernehmen muß, weil sich wahrscheinlich selbst die schärferen Neofaschisten an den Masala inzwischen nicht mehr recht hintrauen (vgl. seine Prognose von vor neun Monaten: „Putin hat den Krieg bereits verloren“). Ach so, aber laut „Literaturhaus“ ist der Masala selbstverständlich „einer der gefragtesten Kommentatoren der aktuellen Weltpolitik“ – von dem die „Welt“ außerhalb der aktuellen Führerhauptquartiere hoffentlich zu 99,9 Prozent noch nie gehört hat.

Weil wir schon dabei sind: Als temperierendes Beiwerk zur Verschleierung der Intention offeriert selbiges „Literaturhaus“ allerlei seichten Schmonz zu Lieblingsschreibern des „Betriebs“, dazu ein bisserl NS-Betroffenheitsgetue und das übliche Solidaritätsgewuschel mit Ukraine und Israel. Man hat ja seine Verpflichtungen, und wenn der maschinelle Massenmord schon die dominierende Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts ist, dann frühstückt man das halt ab. Selbstverständlich ohne die Opfer zu erwähnen. Das wäre ja „rechtsoffen“ oder so was.

Eklatant ist aber in diesem Jahr, daß nicht einmal mehr der Versuch unternommen wird, sich als eine Art flankierendes Fronttheater zu camouflieren: Ein dickes Ausrufezeichen im Programm weist darauf hin, daß das „Literaturhaus“ nun endlich unmittelbar und zentral in die Kriegsindustrie eingebunden ist: „Die 60. Münchner Sicherheitskonferenz 2024“ ist ein eigener Programmpunkt und „wird vom 16. bis 18. Februar 2024“ eben nicht nur „im Hotel Bayerischer Hof in München stattfinden. Und auch in diesem Jahr werden die Debatten über die drängendsten sicherheitspolitischen Herausforderungen der Welt durch Veranstaltungen für die Öffentlichkeit flankiert“ – die den verbrecherischen Wahnwitz ja nicht nur dulden, sondern auch finanzieren muß –, „einige davon finden im Literaturhaus München statt.“

So weit sind wir also: Ein Haus bappt sich den Titel „Literatur“ über die Tür, verdingt sich als üble Höhle für Propagandisten des Massenmords und patscht damit praktisch zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Literatur – in den letzten Großkriegen des Imperiums noch eine der wenigen abweichenden Stimmen – wird als potentiell defaitistische Stimme vorsorglich erstickt, und an ihre Stelle tritt eine Abteilung der Mörderarmeen, womit gleichzeitig der Begriff „Literatur“ für lange Zeit usurpiert, vergewaltigt und besudelt wird. „Was machen Sie denn beruflich?“ – „Ich produziere Literatur.“ – „Ach, so was wie dieser Masala? Um Gottes Willen, mit Ihnen möchte ich nichts zu tun haben!“

Eines Tages werden wir vielleicht über „Sicherheit“ sprechen können. Sie wird darin bestehen, Kerle wie Masala, Kornelius und ihre Gesinnungsgenossen aus der „Öffentlichkeit“ zu entfernen, komplett, für lange Zeit und ohne jegliche Hintertür.


3 Antworten auf „(periphere Notate): Kulturschaffen, Massenmord und Lametta“

  1. während Diejenigen, welche die gegenwärtige westliche Wertewelt anführen, weiterhin von Freiheit, Demokratie und ähnlichem Zeug herumschwurbeln, ist der Journalist und Blogger Gonzalo Lira, chilenisch-us-amerikanischer Staatsbürger, der eine kritische Haltung zu der von diesen Dreckschweinen verbreiteten Meinung kundtat, an der Folter und ärztlichen Nichtbehandlung der ihm zugefügten Mißhandlungen in einem ukrainischen Gefängnis verreckt. Ich schaue mir täglich an, was euch die Tagesschau etc anbietet: eine Parallelwelt. Da der Rrrruss´keine imperialen Gelüste hat, müsst ihr euch selbst von diesen Wesenheiten befreien.
    Gruß aus der Taiga

  2. Nachdem sich die Impfhostie als bloßer Rattenköder herausgestellt hat, geht jetzt auch die sinnstiftende Nachfolgereligion (der Ukrainismus rund um den Satansbraten Selenski) baden.
    Für die „Impfversager“, die nahtlos zu Followern der Ukraine geworden sind, wird es nun kritisch. Wenn sie demnächst bemerken, welch gewaltigem Betrug sie auch dort aufgesessen sind, droht ein innerer Kurzschluss.

    Das könnte zunächst amüsieren, ist aber in Wirklichkeit eine noch nie dagewesene Gefahr für uns alle. Denn wenn sich der gewohnte Boden unter den Füßen auflöst, werden nicht wenige der geimpften und ukrainisierten Gehirne auch hierzulande nach einem großen Krieg schreien.

  3. Das mit den „27 Millionen Sowjetbürgern“ (‚Bürger‘, haha, ohne Scheisz & ganz im Ernst, Stalin’s Bolshevik State Slaves wär besser, aber geschenkt) wär auch noch mal zu ueberdenken. Der Anteil der unfreiwillig – unfreiwillig klar, was sonst – unter diese Summe gerechneten u. a. auch posthum UA gesinnten bzw. as former Ukrainian SSR (pfui !) citizens lethal Geendeten wär davon zu SuBStrahieren, wenns recht ist) & was noch nicht alles an weiteren nicht so ganz russo kommoden Sowjet Zwangs Angehörigen anfiel. Svst posthum gesehn, denn heut wird Geschichte von Gestern gemacht – muß man den Rrussen Sowjets nicht erzähln, denn die Sind + waren Meister darin & gar Vorbild für unsere Geschitt Schreibung heute) & da reduziert sich das Schuld Konto, sorry, doch schon mal ganz gehörig. Wenn „wir“ also nur noch, wwi, elende 10-15 Mio. unbelehrbaren Kern Russen Bolschewisten weiland in die Beßre Welt verholfen haben. Oder.
    Just Saying. Aber so wird heut, wenn nicht at the moment, aber bald, gerechnet. Worauf Sie einen Wetten könnnen.

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