(periphere Notate): Dem ohne Uns (und wie man da so lebt)

Die beliebte Frage „Leben wir in einer Demokratie?“ muß zum Verständnis umformuliert werden: Lebe ich in einer Demokratie? Weil es in einer Demokratie keine Rolle spielt, ob es ein „Wir“ (F. W. Steinkopf) überhaupt gibt. Zur Beantwortung der Frage teilt man sie am besten in drei Einzelfragen:
1. Habe ich irgendeine Möglichkeit, an politischen Entscheidungen und Prozessen mitzuwirken?
2. Gibt es jemanden, der diese Möglichkeit hat und mich repräsentiert?
3. Ist irgendein Amtsträger und/oder in der Staatsverwaltung tätiger Mensch an meinen Wünschen, Bedürfnissen und Ansprüchen interessiert?

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Belästigungen 1/2026: Wenn der tote Baum fällt … erwacht das Leben

Die von dem Propagandasender NDR produzierte und ausgestrahlte Sendereihe „Die 100“ darf ohne Zweifel zum Bodensatz des ehemals öffentlich-rechtlichen Schwachsinns gezählt werden: zu den minderwertigsten Produkten, die der offensichtlich auf dem letzten Loch blasenden Bewußtseinsindustrie je entflutscht sind. Da tummelt sich in einer viel zu großen, angemessen düsteren Halle ein Häuflein von nummerierten Leuten, die mit verstaubten „Sommermärchen 2006“-Utensilien aus dem Tiefkeller so ausstaffiert und zugerichtet wurden, daß sie auf den ersten, zweiten und letzten Blick eher an die bemitleidenswerten Teilnehmer einer experimentellen Studie zur Gehirnamputation erinnern als an die früher mal so gerne beschworenen „mündigen Bürger“, läßt sich von armseligen Animateuren – unter anderem einem als Pleitegeier verkleideten Komparsen, der zu allem Überfluß den Namen „Schlandi“ trägt – dazu aufpeitschen, sinnloses, schlappes Synchrongehampel darzubieten und auf Kommando zur Beschallung mit dem Schlagerrudiment „Oh, wie ist das schön!“ mit den Armen herumzufuchteln, und verfolgt mit fassungslosen Visagen die vorgeführten Anlässe für den erbärmlich inszenierten Jubel: Deutschland sei insgesamt und total toll – und werde, das muß man sich dazudenken, diesmal dann aber endlich doch den Russen bezwingen und den Ami, den Chinesen und den Rest der Welt gleich dazu –, und gezeigt werden als strahlende Beispiele ausgerechnet die (vorläufig angeblich nur) 500 Milliarden Sonderschulden, die der Blackrock-Wackeldackel Merz per Kriegsvorbereitung seinen Befehlshabern aufs berstende Konto pumpt und die die armen Vorzeigetrottel beziehungsweise ihre Kinder und Kindeskinder bis an ihr jeweiliges Lebensende abstottern müssen. Und als Kirsche auf diesem Sahnehäubchen der dreisten Publikumsverhöhnung gibt’s noch ein zweites Argument: ein „Image“-Portrait der Biontech-Verbrecher Sahin und Türeci, wegen „Innovation“ und „Patente“ und so weiter – was die wenigen noch immer vor den Glotzkisten ausharrenden Opfer des Giftschmutzes, mit dem die beiden Milliarden „gemacht“ haben, sicherlich ganz besonders freut. „Belästigungen 1/2026: Wenn der tote Baum fällt … erwacht das Leben“ weiterlesen

(periphere Notate): Delegitimiert die Delegitimierungsdelegitimierer!

Das gesamteuropäische Zensurregime schlägt bisweilen Kapriolen, die man witzig finden könnte, wenn sie in einer Science-Fiction-Komödie vorkämen. Diesmal muß Irland den experimentellen Vorreiter abgeben: Dort kann man künftig für zwölf Monate im Gefängnis landen, wenn man – zum Beispiel durch Denunziation – in Verdacht gerät, „Haßmaterial“ zu besitzen, und sich weigert, sämtliche Paßwörter für Computer, Festplatten, Telephone etc. herauszugeben.

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(periphere Notate): Pickt eine Seite!

Vor zwei Jahren an diesem Tag … saßen wir nachts in der Kneipe und besprachen oder belallten das kaum registrierte Problem, daß der Neoliberalismus und die jahrzehntelang galoppierende Enteignung und Umschaufelung sämtlicher gesellschaftlicher Besitztümer von unten nach oben, von den vielen zu den wenigen, schließlich den einzigen, doch eigentlich schon am Ende sei: Es habe ja keiner mehr was außer „denen“. Was solle da noch draufgelegt oder vielmehr: weggenommen werden?

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(periphere Notate:) Die Revolution der Dinge

In dem Wahn der Gesund- eben nicht (vorübergehend) -machung oder -werdung des Menschen, sondern seiner ideell unendlichen Gesunderhaltung schlägt sich die Scham über unsere individuelle Einzigkeit und Einmaligkeit nieder: Der kaputte Akku wird durch einen im Prinzip identischen neuen ersetzt, ist also unsterblich, indem er keine Individualität besitzt. Das gilt in der Welt der Dinge, in der wir leben, prinzipiell für so gut wie alles: Auch das Smartphone ist unsterblich; es wird sogar mit jedem neuen Modell, das ein altes ersetzt, irgendwie „besser“, mindestens „fortgeschritten“, aber die „Inhalte“ (Daten aus der Cloud) bleiben dieselben. Das Neue ist nicht neu, es ist auch nicht das Alte, es ist ewig.

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