Belästigungen 25/2009: Der autofahrende Orang-Utan (und andere bahnbrechende Erkenntnisse der Wissenschaft)

Neulich fragte mich jemand, wieso Affen nichts sagen, wo sie doch fast dasselbe Sprachgen haben wie der Mensch. Und zwar fragte mich das nicht irgendwer (dem ich salopp antworten hätte können, daß Menschen doch meistens auch nichts sagen, sondern nur wirres Gebrabbel absondern), sondern die Wissenschaft selbst, per Zeitung: Warum sprechen Affen nicht? Ja mei, antwortete ich, wenn ich das wüßte!

So geht das die ganze Zeit. Seit die Wissenschaft nicht mehr Teil der Kultur ist, sondern sich von dieser abgespalten hat und als ernsthaft-effektiver Stoßtrupp die Welt erkundet, um Sachen zu finden, mit denen sich die Wirtschaft ankurbeln läßt, während die Kulturler immer nur herumtanzen und blumige Mutmaßungen über Gefühle und solch minderen Kram erdichten,

„Belästigungen 25/2009: Der autofahrende Orang-Utan (und andere bahnbrechende Erkenntnisse der Wissenschaft)“ weiterlesen

Belästigungen 10/2017: Hurra, wir retten die Wissenschaft! (es fragt sich nur, welche)

Kein Tag ohne Schreckensmeldung von Le Frisur im Weißen Haus. Neuerdings, so hört man, ist die Wissenschaft in Gefahr. Und zwar nicht weil weltweit die Mächtigen seit langer Zeit und mit Erfolg alles dafür tun, aus Universitäten und Forschungsinstituten marktkonforme Modulfabriken zu machen, die oben innovative (meist: Militär-)Technik und unten effektiv gedrillte Billigarbeitssklaven ausspucken.

Nein, das stört ja niemanden, schließlich ist es gut für das Wachstum und sowieso alternativlos wegen so Sachzwängen, „Fachkräftemangel“ oder „Bildungsoffensive“ oder wie die Quatschparole halt grad lautet, was soll’s. Aber jetzt kommt der Donald daher und „schätzt“, so heißt es, statt Wissenschaftlern „Ideologen“, die zum Beispiel nicht an die Evolution und die „Belästigungen 10/2017: Hurra, wir retten die Wissenschaft! (es fragt sich nur, welche)“ weiterlesen