Belästigungen 10/2020: Der selige Schlummer der Idioten

Der Begriff des „Idioten“ ist von zentraler Bedeutung für das Verhältnis des Menschen zu der Welt, die ihn umgibt, ernährt und trägt, und seinen Umgang mit ihr. Hergeleitet wird das Wort aus dem Griechischen, dort ungefähr bedeutend: „Privatperson“ (die sich aus politischen und öffentlichen Angelegenheiten heraushält und deshalb davon auch nichts versteht). Was übrigens Franz „Josef“ Strauß einst als wenig überzeugende, aber erheiternde Ausrede für eine durchaus beleidigend gemeinte Beleidigung heranzog.

Bekannt ist zum Beispiel der Vollidiot, der von wirklich gar nichts eine Ahnung hat. Des weiteren literarisch belegt der Halbidiot, der immer ein bißchen was weiß, aber nie viel und oft Falsches, aus dem er dann falsche Schlüsse zieht und noch Falscheres behauptet. „Belästigungen 10/2020: Der selige Schlummer der Idioten“ weiterlesen

Belästigungen 22/2019: Alle Wege des Aberglaubens führen nach Rom

Es ist kaum etwas so hartnäckig wie ein Aberglaube. Wenn man den mal hat, geht er nicht mehr weg, weil er sich seine eigenen Denkwege ins Gehirn gräbt und alle Gedanken irgendwie da hineinverführt, und dann steht man oft da und muß selber lachen über die eigene Blödheit, weil man schon wieder auf den Schmarrn hereingefallen ist.

Wenn man in der Lage ist, über sich selbst zu lachen. Manche Leute können das von Haus aus nicht, weil der Aberglaube nicht nur Tunnels für Gedanken gräbt, sondern auch Mauern baut und Dämme aufschüttet.

Zum Beispiel gibt es im 21. Jahrhundert immer noch Menschen, die glauben, man könne Straßen, Stadtviertel, ganze Städte „entlasten“. „Belästigungen 22/2019: Alle Wege des Aberglaubens führen nach Rom“ weiterlesen

Belästigungen 19/2019: Wie „bezahlbarer Wohnraum“ unbezahlbar wird (und wer daran schuld ist)

Daß die Tätigkeit des Kommunal- oder Lokalpolitikers kein Ausbildungsberuf ist, verwundert einen spätestens dann nicht mehr, wenn man mal ein bisserl genauer hinschaut, was diese Leute eigentlich so tätigen.

Das ist in erster Linie: sitzen und reden. Kann ja jeder! meint man, und das stimmt. Aber einen solchen Schmarrn mit so schlimmen, nachhaltigen und weitreichenden Folgen zusammenzureden, gelingt einem vernünftigen Menschen mit einem Minimum an Hirn, Herz und Schamgefühl nicht so leicht. Zumal der Typische Kommunalpolitiker (TKP) auch dann noch nicht zu reden aufhört, wenn bereits die halbe Stadtbevölkerung vor Lachen oder Entsetzen unter dem Tisch liegt oder vor Empörung auf den Zaun steigt. Weil der TKP halt auch beim Sitzen so tüchtig ist, daß ihm keine Zeit bleibt, mal in die Stadt hinauszugehen und sich anzuschauen und anzuhören, was er anrichtet und was die Leute davon halten. „Belästigungen 19/2019: Wie „bezahlbarer Wohnraum“ unbezahlbar wird (und wer daran schuld ist)“ weiterlesen