Belästigungen 21/2018: Der Mensch muß „los“! Und dann … ist er weg (wie alles andere auch)

Wir leben in mobilen Zeiten. Das bringt manchmal bizarre Auswüchse hervor. Zum Beispiel tendieren in meinem Wohnbereich Schlüssel, Telephone, Tabakbeutel, Kaffeelöffel, Haarspangen (nicht meine!) und andere Kleinteile dazu, plötzlich in Aufbruchsstimmung zu geraten und sich auf den Weg zu machen. Sucht man sie, sind sie … na ja, mutmaßlich irgendwo dort, wo man halt gerade so hinfährt, weil man da ein Praktikum machen oder Fitneßtätigkeiten betreiben kann. Gibt man die Suche erschöpft auf und kauft oder bestellt Ersatz, trudeln sie plötzlich wieder ein und tun so, als wär nichts gewesen.

Aber da sich dieses Phänomen auf meinen Wohnbereich beschränkt, hat es auf die allgemeine Weltlage weniger Einfluß. Wesentlicher ist, was die dafür zuständigen Damen und Herren für unsere Zukunft so vorhaben und zum Teil
schon in die Tat umsetzen. „Belästigungen 21/2018: Der Mensch muß „los“! Und dann … ist er weg (wie alles andere auch)“ weiterlesen

Belästigungen 20/2018: Demokratisierung soll allen nutzen! Damit Bayern stabil bleibt!

Was ein Demokrat ist, weiß ja niemand so genau zu sagen. Irgendwie wohl ein Herrscher (griechisch: kratein = herrschen, vgl. „Autokrat“), aber wie oder was der Demokrat beherrscht, bleibt unklar. Das „Volk“ (griechisch demos)? Könnte sein; wenn allerdings – wie das wohl erwünscht ist – jeder einzelne ein Demokrat ist, wie soll das dann gehen? Beherrschen soll der„Demokrat“ jedoch vor allem eines: einen Stift in die Hand zu nehmen und auf einem Zettel ein Kreuzchen zu machen bei der Partei, von der er sich und seine Mitbürger in den nächsten paar Jahren be-herrscht sehen möchte. Drum fordert man auch mich dazu immer wieder freundlich auf: schließlich sei ich, auch ohne es zu wissen, ein Demokrat und müsse das tun, weil die Demokratie sonst irgendwie geschädigt werde. „Belästigungen 20/2018: Demokratisierung soll allen nutzen! Damit Bayern stabil bleibt!“ weiterlesen

Belästigungen 17/2018: Dumm und frech, das passt zusammen! (ein paar sommerliche Randbemerkungen)

Unbeholfenheit ist bisweilen nervig. Wenn man zum Beispiel an einem unerwarteten Feiertag während der Touristen-Hochsaison (zwischen März und November) am Münchner Hauptbahnhof bloß schnell Tabak kaufen möchte und, nachdem man dem vierundzwanzigsten Ratlosen am Fahrkartenautomaten vergeblich zu erläutern versucht hat, was Streifen, Ringe, Zonen, Räume usw. sind, nicht mehr weiß, daß man das wollte, und deswegen nicht mal rauchen kann, um einen Tobsuchts- oder Ohnmachtsanfall abzuwenden: Da fällt es einem nicht mehr so leicht, die Unfähigkeit, mit der Welt einigermaßen souverän umzugehen, putzig oder rührend zu finden. Selbst das lustige Kleinkind, das zum fünften Mal in dieselbe Pfütze fällt und zum fünften Mal einen Schreikrampf kriegt, weswegen die Mama zum fünften Mal infantiles Zeug brabbeln und so tun
muß, als wäre die Pfütze superböse und das Kind total unschuldig, ist nicht mehr ganz so nett. „Belästigungen 17/2018: Dumm und frech, das passt zusammen! (ein paar sommerliche Randbemerkungen)“ weiterlesen