Die reichsdeutsche Drillübung „Warntag“ verfolgt einen so simplen Zweck, daß man sich fast ein bisserl schämt, weil das alles so plump daherkommt und man sich von einem totalitären Regime doch etwas mehr Raffinesse , wenn schon nicht Esprit wünschen täte. Man teilt den Untertanen mit: Wir schützen euch! und zwar indem wir euch in eine gehorsame Reih-und-Glied-Armee von hörigen, kriegstüchtigen Roboterameisen verwandeln! Zu diesem Zweck ertönt einmal im Jahr um elf Uhr vormittags ein gräßlicher schriller Ton auf allen „Smartphones“, verbunden mit einer konfusen Alarm-SMS. Man kann das zwar abschalten, aber nicht prophylaktisch verhindern, auch wenn es diese Möglichkeit „offiziell“ gibt.
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Als ich klein war, gab es keine Sicherheit. Das heißt: Manchmal sagte zwar ein Erwachsener etwas Hochgestochenes wie „Mit Sicherheit wirst du eine Watschn kriegen, wenn du so weitermachst!“, aber das war was anderes. Eine Ahnung dessen, was Sicherheit sein könnte, gab es höchstens medizinisch, weil wir als Kinder ja auch schon geimpft wurden, allerdings gegen Krankheiten, die es entweder gar nicht mehr gab oder von denen niemand wußte, was das eigentlich war, und insgesamt summierte sich diese vage Sicherheit auf ungefähr vier Impfungen, zu denen man immer irgendwie hingetrickst wurde, so ungefähr: „Komm, wir gehen ein Eis essen!“
(Untertitel: Kaum geordnete Eindrücke eines restlos Überforderten)
Die Isar sei neuerdings ein „Mythos“, teilt die tz heute (19. Juni) mit. Ein Musterbeispiel für Fake News! darf ich als unmittelbarer Zeuge dagegenhalten: Im Gegensatz zu Lindwurm und Wolpertinger ist die Isar nach wie vor ganz real vorhanden und für jedermann, der nicht lieber arbeiten will, frei zugänglich. Wer’s nicht glaubt, darf mich gerne an meinem Lieblingsbadeplatz besuchen und sich selbst überzeugen.
