Die Münchner Kriegskonferenz, die nächstes Wochenende über die Stadt herfällt, ohne deren Bewohner jemals um Erlaubnis gebeten zu haben oder ihnen einen einzigen Cent Zoll oder Tribut oder Entschädigung für die Zumutung zu zahlen, – diese widerwärtig dreiste pseudoelitäre Protzpompversammlung internationaler Schwerstkrimineller ist eine höchst kuriose Veranstaltung.
Die Führer der Stadt selbst erklären dazu, die „Konferenz“ „gelte“ als „wichtigstes internationales Forum für Sicherheit und Außenpolitik“ und werde von einer „hochrangigen Teilnehmerliste“ beehrt. Das ist freilich – wie man das von der Münchner Stadtführung gewohnt ist – ein absoluter Blödsinn, und zwar Wort für Wort, angefangen damit, daß es eine internationale Außenpolitik gar nicht geben kann, solange nicht wenigstens erste zaghafte diplomatische Kontakte mit außerirdischen Weltraumbewohnern geknüpft sind. „Belästigungen 2/2026: Ostwestgotische Aufmärsche für irgendwas mit Dings?“ weiterlesen

Zeiten des galoppierenden totalitären Irrsinns erkennt man (auch) daran, daß die Propaganda der Herrschenden ungeheuer bemüht ist, alles, was es an gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Phänomenen gibt, in sein Gegenteil umzudefinieren und die von den Untertanen verlangte entsprechende Haltung rücksichts- und bedingungslos in jede noch so kleine Nische des Daseins hineinzudrücken. Das wirkt so ähnlich wie wenn beim Nachbarn im oberen Stockwerk im Klo ein Rohr platzt und das Stinkwasser aus der Deckenlampe strömt: Es verteilt sich unweigerlich überall hin; noch in die kleinste Ritze zwischen den Bodendielen sickert der Sud und bleibt nach der Trocknung dort bappen.
Wenn ich mir ab und zu – aus angemessener Entfernung – das anschaue, was die Knallchargen, die derzeit eine Art deutsche Regierung darstellen (!), so fabrizieren, fällt mir ein Sprichwort ein, das ich aus meiner Kindergartenzeit kenne und das auf uns damals möglicherweise auch zutraf: „Dumm und frech, das paßt zusammen!“

Neulich bin ich in eine Demonstration hineingeraten. Da zogen überwiegend junge Menschen, flankiert von Polizisten, im strahlenden Sonnenschein eine Straße in der Maxvorstadt entlang, beschallten die Nachbarschaft mit ohrenbetäubenden Animationsgeräuschen (die Unterschiede zwischen Musik und Alarm verschwimmen unter diesen Umständen) und zeigten teilweise recht hübsch gemachte Spruchbänder und Schilder mit überwiegend englischsprachigen Aussagen: „We are the change!“ stand da beispielsweise. Dieser Meinung kann man durchaus sein.