Belästigungen 10/2020: Der selige Schlummer der Idioten

Der Begriff des „Idioten“ ist von zentraler Bedeutung für das Verhältnis des Menschen zu der Welt, die ihn umgibt, ernährt und trägt, und seinen Umgang mit ihr. Hergeleitet wird das Wort aus dem Griechischen, dort ungefähr bedeutend: „Privatperson“ (die sich aus politischen und öffentlichen Angelegenheiten heraushält und deshalb davon auch nichts versteht). Was übrigens Franz „Josef“ Strauß einst als wenig überzeugende, aber erheiternde Ausrede für eine durchaus beleidigend gemeinte Beleidigung heranzog.

Bekannt ist zum Beispiel der Vollidiot, der von wirklich gar nichts eine Ahnung hat. Des weiteren literarisch belegt der Halbidiot, der immer ein bißchen was weiß, aber nie viel und oft Falsches, aus dem er dann falsche Schlüsse zieht und noch Falscheres behauptet. „Belästigungen 10/2020: Der selige Schlummer der Idioten“ weiterlesen

Belästigungen 06/2017: Mit dem Steckerleispapier in den Andromedanebel (und nicht mehr zurück)

Früher, als wir klein waren, steckten uns die Erwachsenen manchmal ein Zehnerl zu, wegen einer guten Schulaufgabe oder weil wir dringend zum Friseur gehen sollten oder einfach so, weil sie uns mochten. Zum Friseur ging damit niemand, weil ein Zehnerl dafür schon damals nicht gereicht hätte. Statt dessen stürmten wir zum Giesinger Bahnhof, wo die dicke Frau in ihrem Standerl Steckerleis verkaufte und ein hellgelber Klotz, der in Alupapier gewickelt war und entfernt nach Vanille schmeckte, genau ein Zehnerl kostete.

Das Alupapier, das man selten in einem Stück vom Eis bekam, war zu nichts zu gebrauchen, also warfen wir es einfach irgendwohin. Eines Tages indes ermahnte mich ein Erwachsener, das tue man nicht, weil dann der Straßenkehrer das ganze weggeworfene Alupapier mühsam „Belästigungen 06/2017: Mit dem Steckerleispapier in den Andromedanebel (und nicht mehr zurück)“ weiterlesen