(periphere Notate): Was gemeldet wahr, war ist.

Überdruß ist eine Taktik, um akuter Überflutung mit sinnloser Information zu begegnen. Es geht mir in den letzten Tagen und Wochen regelmäßig bis dauernd so: Ich öffne gewohnheitsmäßig Internetseiten, nehme irgendwas wahr, kopiere einen Teil davon heraus, weil ich vermute, daß mir dazu etwas einfällt, was ich gerne sagen möchte. Dazu habe ich dann aber doch keine Lust, weil die Sonne scheint und mir das, was ich sagen könnte, banal vorkommt und ich denke: Das habe ich doch schon tausendmal gesagt, und nicht nur ich. Notfalls sage ich es – im Wortsinn – ins Telephon hinein, als Video, das geht schneller; zudem sind die meisten Sachen, die mich zur Zeit beschäftigen (sollen), so geartet beziehungsweise banal, daß ihnen das sowieso besser entspricht.

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(periphere Notate): Folter ist keine Einbahnstraße

Die „chinesische Wasserfolter“, bei der einem Gefesselten unablässig kaltes Wasser auf den Kopf tropft, hat eine seltsame Geschichte. Dem stets verläßlichen Reiseschriftsteller Karl May zufolge bringt „eine unausgesetzte Folge von Tropfen, welche nach einander auf eine und dieselbe Stelle fallen, eine Wirkung hervor, mit welcher sich kein anderes Schmerzgefühl vergleichen läßt. Die Wirkung muß, wenn sie nicht rechtzeitig unterbrochen wird, unbedingt zum Wahnsinn führen.“

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