Zwischenbemerkung: Am „Dritten Reich“ waren übrigens weiße Männer schuld. Hätte man 1933 alle weißen Männer ausgerottet, hätte es keinen zweiten Weltkrieg und keinen Holocaust gegeben. Ach so, das Ergebnis wäre ungefähr das gleiche gewesen?
Und mehr möchte ich zu der idiotischsten Ersatz-Täter-Opfer-Vertuschungs-Hysterie der letzten fünfzig Jahre nicht sagen. Es sei denn, die Amadeu-Antonio-Stiftung „weist“ nächste Woche „nach“ oder „darauf hin“ oder „prangert an“, daß bei allen Konflikten der letzten tausend Jahre Popper die Opfer und Punks die Täter waren. Oder umgekehrt. Dann könnte mich das wieder „interessieren“.
„(periphere Notate): Das Ende von allem (vorerst)“ weiterlesen

Vor neunundzwanzig Jahren schrieb ich die erste Folge dieser Kolumne: „Belästigungen“, die Anfang Dezember 1996 in einem längst vergessenen Heftchen die letzte Seite füllte. Das ist zum Glück kein Jubiläum, sondern nur ein zufälliger Anlaß, sich zu besinnen und zu erinnern, wie man das so ungern und gerne zugleich tut in dieser Jahreszeit, wenn der Herbst – wie immer völlig unerwartet – von einem Tag auf den anderen einbricht und den fassungslosen Menschen vom schimmernden Isarstrand vor den knisternden Kaminofen vertreibt.
Wenn Markus Söder den Mund aufmacht, kann man sich darauf verlassen, daß grammatisch „interessanter“ Dampf herausquillt. Was man früher „Sommerloch“ nannte und heute „Hitzeschutzkampagne“ nennt, füllt der bayerische Machthaber so stur mit Blödsinn, daß selbst strammste Regimetreue sich ein Kichern selten verkneifen können. Nun „preschte“ der Autokrat mit der Behauptung vor, die böse österreichische Partei FPÖ wolle „einen Austritt Österreichs aus der NATO“ durchsetzen. Daß Österreich allen Erpressungen des Kriegsbündnisses zum Trotz seit 1955 zumindest offiziell neutral ist, spielt dabei keine Rolle. Der deutsche Staatsfunk unterließ es bislang, den Schmarrn zu korrigieren, während Österreich zwar herzhaft lacht, aber ansonsten ebenfalls ein Auge zudrückt. Man kennt ihn ja, den „Maggus“: der ganze Bub ein Depp.