Belästigungen 9/2025: Willkommen in der Anti-Realität!

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht: Ich bekomme hin und wieder das Bedürfnis, mal zu schauen, was die deutschen Staats- und Propagandamedien so verkünden. Und zwar ausdrücklich nicht deswegen, weil ich wissen möchte, was sich jenseits meines privaten Erlebens in der Welt so tut – davon kriege ich sowieso mehr mit, als ein zufriedenes Gemüt in einigermaßener Harmonie ertragen kann. Nein, ich schaue in das Zeug gelegentlich hinein, weil mich das, was ich da zu sehen, zu hören und zu lesen kriege, auf eine Art fasziniert, wie das früher nur bestimmte Comichefte hinbekamen, zum Beispiel Asterix, Lucky Luke, Clever & Smart und sowieso das Gesamtwerk von Carl Barks. „Belästigungen 9/2025: Willkommen in der Anti-Realität!“ weiterlesen

(periphere Notate): 150.000 Seiten „KI“-Müll (hyperbolisch steigend)

Der Gedanke, man müsse alle Dinge oder jede Sache immer von „beiden“ Seiten betrachten, hat sich während des „Corona“-Regimes wenn schon nicht gebildet, so doch sehr verfestigt – freilich nur bei Dissidenten und Regimegegnern, während sich auf der „anderen Seite“ (die eine solche weder war noch sein konnte, weil sie außer Ignoranz, Folgsamkeit bis zur Selbst- und Fremdschädigung sowie einem hohen Maß an Haßangst oder Angsthaß nichts und somit selbstverständlich auch keine Meinung oder Einschätzung, sondern lediglich die Haltung des Kanonenfutterfreiwilligen zu bieten hatte) gedanklich absolut nichts tat.

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(periphere Notate): Wir pfeifen auf Pomade!

Es ist jedes Jahr aufs neue erstaunlich, was aus dem sogenannten „Sommerloch“ so hervorschlüpft, vom Kaiman im Baggersee über „Hund erschießt Jäger“ und Zigaretten mit Cola- und Erdbeeraroma bis hin zu dritten oder vierten „Wellen“. Die gab es allerdings schon (auch wenn sich manche Menschen partout nicht erinnern wollen), zudem bieten sie wenig Spielraum für Varianten, weshalb die Meldung, daß die seltsamerweise immer noch nicht verbotenen „PCR-Tests“ neuerdings hier und da wieder Anwendung finden, aus dem kleinsten Mühlbach keinen Piranha hervorlockt.

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Im Regal: Sling (Paul Schlesinger) „Der Mensch, der schießt“

Vor Gericht wird der Mensch zur literarischen Figur, sozusagen natürlich, weil den schwammigen Unklarheiten des eigenen Existenzsumpfs entrissen, durch eine Mühle von Kategorien gedreht und neuerlich schwammigen Unklarheiten der Auslegung durch ebenso natürlich inkompetente Urteilsorgane ausgeliefert, die sich einen Reim machen sollen zum Beispiel darauf, daß ein bis dahin unbescholtener, fleißiger, integrer, angemessen unglücklicher und unglückseliger Mann eines Tages den eigenen Sohn in einem Amtszimmer des Finanzamts vor den Augen des (hierfür nur bedingt) zuständigen Beamten erschießt. Wie mit dem Mann weiterhin verfahren wird, erfahren wir ausnahmsweise nicht – immerhin dies: Der Staatsanwalt beantragte zehn Monate Gefängnis auf Bewährung, und der Leser, soviel sei weiterhin verraten, empfindet diese Strafe nach Lektüre der Reportage zum Prozeß als zu hart. „Im Regal: Sling (Paul Schlesinger) „Der Mensch, der schießt““ weiterlesen