Belästigungen 8/2020: Alles ist wie alles! (eine „kurze“ Anleitung zur Erstellung von Verschwörungstheorien)

Als vor längerer Zeit in Paris die Kirche Notre Dame brannte, „grassierten“ im Internet und anderswo alle möglichen Meinungen. Brandstiftung! hieß es allerorten. Die Mutmaßungen über die Hintergründe teilten sich grob in zwei Gruppen: Diese Schandtat, meinten manche, sei unternommen worden, um dem nicht mehr so arg populären Populisten und Präsidentendarsteller Macron etwas Luft zu verschaffen und die lästigen „Gelbwesten“ aus dem Fokus der Berichterstattung (wenn schon nicht von der Straße) zu drängen. Eine andere Ansicht läßt sich mit einem Zitat aus einer AfD-Internetgruppe zusammenfassen: „Würde mich nicht wundern, wenn das ein Islamist war!“

So und ähnlich las man das tatsächlich sehr gehäuft. Und die einschlägigen Instanzen klebten eilfertig und beflissen das Etikett „Verschwörungstheorie“ drauf. „Belästigungen 8/2020: Alles ist wie alles! (eine „kurze“ Anleitung zur Erstellung von Verschwörungstheorien)“ weiterlesen

Belästigungen 23/2011: Der Mensch als Teil des Menschen – verstreute Gedanken zur Einverleibung

Man könne so gut wie gar nichts mehr essen, weil man sonst sterbe, hat mir vor einiger Zeit, als mal wieder ein durch den Lebensmittelmassenhandel verbreiteter Virus Menschen hinraffte, jemand gesagt. Rein statistisch betrachtet leuchtet das ein: Tatsächlich sind so gut wie alle Menschen, die in den letzten, sagen wir: fünf Millionen Jahren etwas gegessen haben, in erdgeschichtlichen Maßstäben ziemlich bald darauf gestorben, und zwar völlig unabhängig davon, womit der jeweilige Todgeweihte seinen Verdauungstrakt füllte. Das, möchte man meinen, ist eben die gemeine Hinterhältigkeit des Lebens und der Natur: Man müht sich redlich, nichts falsch zu machen, und eines Tages ist es doch vorbei.

Gründliche Pessimisten könnten unter solchen Umständen der Ansicht zuneigen, es sei am vernünftigsten, sich den Unsinn, da letztlich ja doch vergeblich, von Anfang an zu sparen und gleich gar nichts zu essen. Aber da tritt der natürliche Überlebenswille auf den Plan: Freiwillig zu verhungern, „Belästigungen 23/2011: Der Mensch als Teil des Menschen – verstreute Gedanken zur Einverleibung“ weiterlesen