(periphere Notate): and her ugly sister’s tranquilizers

Wir erleben mal wieder so Tage, an denen jeder meint, seine nachgeplapperte „Meinung“ sei ein Stück Weltgeschichte. Und mit „wir“ meine ich wieder mal vor allem die „Außenstehenden“, die sich nicht entscheiden mögen, ob der Krieg gegen den Iran nun erfreulich ist (wg. „Befreiung“) oder unerfreulich (wg. „Völkerrecht“), ob schädlich (wg. „Benzinpreis“) oder nützlich (wg. was weiß ich).

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(periphere Notate): Absolute Nullen an die Front!

Der deutsche Nachwuchs ist nun wieder kriegsdienstpflichtig, wobei das „wieder“ weiter zurückreicht, als die meisten meinen. Achtzig Jahre lang mußten (!) Deutsche ja nicht wirklich andere Menschen ermorden und sich ermorden lassen, wenn es ihr Regime befiehlt. Das sollen sie jetzt dann aber doch, ab 2029, wenn der Trumpel-Bremsschuh weg ist und die Neocons wieder das Ruder ergreifen und jeder Schuß einen Ruß ergeben soll. Interessant daran ist die nacktschneckenmäßige Windelweichigkeit, mit der auch dieser Schritt in den Weltkrieg verbrämt wird. Nämlich soll die Pflicht „zunächst“ „freiwillig“ sein, also ein Zwang, dem man sich nur fügen muß, wenn man mag und nicht quer oder unsolidarisch denkt oder so.

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REPLAY: Wer NICHTS sagt, sagt das FALSCHE (Dezember 2023)

Lustig, daß immer noch so viele Menschen überhaupt nicht bemerkt haben, wie unverhohlen sie belogen wurden. Wo sie das doch damals schon bemerkt haben müßten, weil alles klar und deutlich auf dem Tisch lag und die Täter sich so deutlich als Lügner und totale Vollidioten entlarvt haben, daß niemand das nicht bemerken konnte. Und was ist seitdem geschehen, um diese vorsätzlichen Lügen aufzuklären?

Und wieso müssen wir uns an diesen kriminellen Volltrotteln immer noch abarbeiten? „REPLAY: Wer NICHTS sagt, sagt das FALSCHE (Dezember 2023)“ weiterlesen

(periphere Notate): Morbus Krieg und Kanonenfutteritis

Ein wahres Wort von Wolfgang Streeck, das es eigentlich nicht bräuchte; aber oft ist das ja so, daß einem die einfachsten Dinge, die man gar nicht sagen muß, weil man sie ja eh weiß, erst einfallen, wenn sie dann doch mal einer sagt. Also dieses über die USA: „Die können so viele Kriege verlieren, wie sie wollen. Das merken die gar nicht.“

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(periphere Notate): Maultier und Kulturnation

Immer mal wieder werde ich gefragt, wieso ich mich „ausgerechnet“ zu dem Thema Israel/Gaza nicht äußere. Ein Leser äußerte sich enttäuscht, weil ich an dieser Stelle „wegschaue und schweige“, und meinte, das mache das, was ich zu anderen Dingen schreibe, unglaubwürdig. Erst mal muß ich ihm rechtgeben: Ich beschäftige mich tatsächlich sehr ungern mit dieser Geschichte, aber die Gründe sind mir selbst nicht vollständig, vielleicht nicht annähernd klar.

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(periphere Notate): Die Verantwortung trägt Helm

Wenn es um Israel geht, verfallen die deutschen Eliten in einen Wahn, der eine Art komplementäres Spiegelbild des Irrsinns ist, der sie befällt, wenn es um Rußland geht: hier die heiligen Helden, dort die teuflischen Tiere. Das habe mit Deutschlands historischer Schuld zu tun, hat man uns in der Schule beigebracht – schließlich hätten die Nazis (also die Art von Deutschen, die Anfang Mai 1945 ganz plötzlich ausgestorben sind) in einem historischen beispiellosen Massenmord sechs Millionen Juden industriell vernichtet, und Israel sei nun einmal der Staat derer, die das überlebt haben. Weshalb Deutschland in bezug auf Israel eine ganz besondere Verantwortung zufalle.

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(periphere Notate): Nichts davon ist irgendwas! (außer „kriegstüchtig“)

Der deutsche Kriegsminister Boris Pistolerius „forderte“ heute (30. Oktober 2023) einen „Mentalitätswechsel“: Das deutsche Volk und jeder Volksgenosse als Teil des Volkskörpers müsse „wehrhaft“ und „kriegstüchtig“ werden, weil: „Wir müssen uns wieder an den Gedanken gewöhnen, daß die Gefahr eines Krieges in Europa drohen könnte.“ Offenbar hat der Kerl noch nicht mitbekommen, daß in Europa Krieg herrscht und daß dieser Krieg – wie so gut wie immer in den letzten mehr als hundert Jahren – maßgeblich von Deutschland ausgeht. Das so ziemlich das einzige Land auf diesem Halbkontinent sein dürfte, das seit seiner Gründung als Nationalstaat (1871) noch nie angegriffen wurde, also auch nie „wehrhaft“ sein mußte.

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(periphere Notate): Rattentod durch Gummibärchen

Ein frisch gewählter AfD-Abgeordneter darf den bayerischen Landtag nicht betreten, weil gegen ihn wegen Volksverhetzung „ermittelt“ wird, die allerdings „mutmaßlich“ sei. Nachbarn hatten ihn denunziert: Drüben sei der Ruf „Sieg Heil!“ ertönt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mich durch einen solchen Vorfall verhetzt (oder als Volk) fühlen täte, aber wohnen möchte man neben so einem vielleicht nicht unbedingt. Andererseits möchte man auch nicht neben Leuten wohnen, die die Polizei rufen, wenn jemand – zum Beispiel angesichts einer besonders blödwitzigen Zeitungsmeldung über „Volksverhetzung“ – „Wie geil!“ schreit.

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(periphere Notate): Begin the Begin

Britta Ernst, die Gattin von Memoryman, dem wandelnden Rasierapparat, der in Deutschland immer noch den Kanzler geben muß, hat ihrem Angetrauten etwas voraus: Sie kann sich erinnern – gelegentlich ein bisserl an gewisse nicht so wichtige Details immerhin, wobei ihr allerdings Hintergründe, Abfolgen und Zusammenhänge vollkommen entgleiten und das, was sie noch zusammenkriegt, sich in eine absurde Form von Zeitparadoxon-Fantasy verwandelt. Zuletzt behauptete sie vor dem „Corona“-Untersuchungsausschuß des Brandenburger Landtags, sie habe im November 2021 nur deshalb Propaganda für die Spritzung von Kindern gemacht, weil die „Stiko“ diese Spritzung empfohlen habe und sie dem weisen Rat der „Stiko“, an deren „Arbeit“ sie „keinen Zweifel“ habe, rückhaltlos vertraue. Das war gelogen, und es war ziemlich bizarr gelogen.

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(periphere Notate): Whatever happened t

Seit wir nicht mehr so genau wissen, was man („noch“) sagen darf, sagen „wir“ lieber nichts mehr oder wenig. Dabei ist das doch so leicht: Sag, was im Gründeutschen Beobachter steht („Weltpolitik live!“), dann darfst du gelegentlich auch … äh, nein, darfst du nicht. Du mußt vielmehr lernen: Diejenigen, die mit Fug und Recht sagen dürfen, das werde „man ja wohl noch sagen dürfen!“, sind Leute, die sowieso „das Sagen“ haben, weswegen man ihnen ja auch die Mikrophone und Kameras hinstreckt, die du nur via „Selfie“ zu sehen bekommst.

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(periphere Notate): Straucheln in Schieflage

2008 „gerieten“ alle möglichen Banken „in Schieflage“, was dazu führte, daß Staaten ihnen viele Milliarden an Steuer- und Luftgeld in den Hintern pumpten, damit sie ihre idiotischen bis kriminellen „Geschäftsmodelle“ ungehindert weiterführen konnten. Nun platzen mal wieder sogenannte „Blasen“. Statt in „Schieflage“ geraten die mafiösen Profitmaschinen diesmal jedoch „ins Straucheln“.

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(periphere Notate): Und abends schließe ich mein Land ab!

Ich werde mich nicht dazu hinreißen lassen, Roger Waters zu „verteidigen“, weil das ein Ausmaß von Lächerlichkeit erreichen täte, das mir zu weit geht. Zudem hat der das gar nicht nötig, und sowieso halte ich nicht viel von „Mega-Rock“. Ich werde auch keine Bürgermeister und andere Figuren beschimpfen, die Musikaufführungen verbieten wollen, weil ihnen irgendeine Meinungsäußerung oder die Nationalität der Musiker nicht in den ideologischen Wahn paßt oder weil diese Subkulturanten „Putin“ zu wenig hassen. Vielmehr hoffe ich, daß aus dem repressiven Kasperltheater dieser idiotischen Spielart von Zensur etwas ähnliches hervorsprießt wie 1976 aus weitaus harmloseren Spießbürgerlichkeiten (auch damals verbunden mit einer katastrophalen wirtschaftlich-sozialen Gesamtlage, die allerdings ebenfalls weitaus harmloser war).

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