Belästigungen 5/2019: Wie der Mensch ins Getriebe kam und was er von Schwein, Rind und Taube lernen könnte

Arbeit ist (ich versuche das mal so zu paraphrasieren, daß man dieses Heft eventuell auch in eine Kirche mitnehmen kann, ohne die nächsten drei Wochen damit verbringen zu müssen, auf Erbsen kniend Avemarias herzubeten) Kot. Das liegt einerseits daran, daß die Arbeit, die auf diesem Planeten stattfindet, zu neunundneunzig Prozent vollkommen sinnlos ist und nur dem Zweck dient, Geldvermögen zu vergrößern, die sowieso schon viel zu groß sind. Und dabei so nebenbei die Lebensgrundlagen fast sämtlicher Lebewesen auf dem Planeten zu vernichten (abgesehen von den Ameisen, die die Arbeit möglicherweise erfunden haben).

Einerseits. Andererseits ist die Arbeit, die auf diesem Planeten stattfindet, auch noch so komplett idiotisch organisiert, daß selbst der sinnvolle Bruchteil keinen Spaß macht und zur Folter ausartet. „Belästigungen 5/2019: Wie der Mensch ins Getriebe kam und was er von Schwein, Rind und Taube lernen könnte“ weiterlesen

Belästigungen 1/2017: Vom Plastikmeer zur Plastikstadt (Plädoyer für ein Jahr ohne Ideen)

Wenn ein beliebiges Lebewesen – sagen wir: eine Katze, ein Fink oder eine Weinrebe – zwischendurch mal nichts zu tun hat, tut es das, was ihm als Wesen naturgemäß zukommt: Es west. Das heißt: Es sitzt oder liegt oder steht oder hängt müßig herum, kontempliert mit einem wohligen inneren Brummen das Gewese außenrum, als dessen Teil es sich weiß, und genießt den meditativen Zustand des Aufgelöstseins in einer Welt, in der sich alles irgendwie fügt, bis sie eines Tages zu Ende geht.

Anders der Mensch: Der kriegt dann Ideen, weil ihm das selbsttätige Fügen nicht so recht behagt und er ständig meint, irgendwas verbessern zu müssen, was hinterher im Normalfall schlimmer ist als zuvor. In den letzten Jahrzehnten hat sich dieser seltsame Instinkt von der Konstruktion einer strahlenden „Belästigungen 1/2017: Vom Plastikmeer zur Plastikstadt (Plädoyer für ein Jahr ohne Ideen)“ weiterlesen