(aus dem tiefen Archiv): Anmerkungen zu einem Fußballstadion (Mai 2011)

Ich habe von vielen Sachen eine Ahnung, von Architektur aber nachweislich nicht. Was ich darüber weiß, ist immerhin dies: Es gibt in München kein einziges Gebäude, das jünger als 60 Jahre ist und das man meinetwegen nicht ohne weiteres wegsprengen könnte – natürlich erst nachdem man die Bewohner in Sicherheit gebracht hat. Die Baukunst, die sich aus irgendeinem Grund immer noch so nennen darf, folgt seit langem und immer mehr der Maxime, daß Gebäude möglichst kompakt, möglichst häßlich und möglichst unbewohnbar sein müssen, und zwar entweder peinlich, entwürdigend und lächerlich oder monumental einschüchternd. Großzügige, dabei aber bescheidene, würdevolle, normale, schöne Gebäude nämlich verleihen den Menschen, die sich darin aufhalten, eine natürliche Würde, ein Gefühl von Selbstwert und Heimat, das sich mit dem Spätkapitalismus und seiner Forderung nach Mobilität, Flexibilität und Unterwerfung nicht verträgt. „(aus dem tiefen Archiv): Anmerkungen zu einem Fußballstadion (Mai 2011)“ weiterlesen

(periphere Notate): Hitzelügen und Entvölkerungs-Mullahs

Die offiziell protokollierte und völkerrechtlich verbindliche Zusage der NATO, das offensive Kriegsbündnis nicht über die Elbe nach Osten zu erweitern – das heißt: keine weiteren Vasallenstaaten zu annektieren –, sorgte schon oft für Diskussionen und peinliche Nachfragen. Es ausdrücklich, öffentlich und offiziell zu leugnen, wagte allerdings bislang noch kein „hoher Vertreter“ der vertragsbrüchigen Mächte. Das neue deutsche Regime geht auch hier voran: Der sogenannte „Außenminister“ Whatafool erklärte in einer „Fragestunde“, diese Zusage habe es nie gegeben.

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