Kurz vor dem Jahreswechsel mehr oder weniger zufällig vom Tod eines alten Freundes zu erfahren, hat bei aller nicht zu vermeidenden Gewöhnung an solche Vorfälle eine niederschmetternde Wirkung. Das liegt wenig an den Umständen, auch nicht mehr an der fehlenden Erwartung (er war elf Wochen jünger als ich), nicht an dem schäbigen Nachruf seines ehemaligen Arbeitgebers, sondern vor allem daran, daß ich (ohne es zu merken) auf etwas gehofft und es (ohne es zu merken) als unvermeidlich vorausgesetzt hatte.
