(periphere Notate): Schnell wird klar, daß alles üblich ist

Kurt Hiller ist kaum noch einem Insassen des deutschen „Literaturbetriebs“ ein Begriff. Ein Wunder ist das nicht: Der vor 140 Jahren geborene und 1972 verstorbene Großgeist und furorisch „Engagierte“ hinterließ neben zahllosen vergessenen Beiträgen in „PAN“, „Sturm“ und Pfemferts „Aktion“ ein paar Gedichtbändchen, die als expressionistisch gedeutet wurden (er selbst behauptete viel später, nie Expressionist gewesen zu sein), sowie einige Essays, die aufgrund ihrer blühenden, blumigen Sprache, ihres funkelnden Esprits und ihrer Alltagsgelehrtheit heute niemand mehr versteht. So einer muß vergessen werden in der Zeit der trampelnden Trampel, mit deren Dung deutsche „Publikumsverlage“ heutzutage die zu einer Art Kapellen der kriegstüchtigen Woke-Dumpfheit umgewidmeten „Buchhandlungen“ vollschütten, im Monatstakt.

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