Deutschland wird neutral sein – oder es wird nicht sein (ein Buchbeitrag)

Soll Deutschland neutral werden? Diese Frage wird seit Jahrzehnten, ja seit Jahrhunderten immer wieder diskutiert, vor allem wenn Deutschlands Nichtneutralität mal wieder in eine kontinentale Katastrophe geführt hat oder dies zu tun droht. Ist ja auch verständlich, ein typischer „Katereffekt“: Nach einer mörderischen Schießerei mit mehr Toten als Überlebenden mag man sich schon fragen, ob es nicht förderlich wäre, sich aus solchen Händeln herauszuhalten und auf die Bevorratung von Schußwaffen und Munition fürderhin zu verzichten. Täten das alle, heißt es gerne, wäre die Welt zwangsläufig eine friedliche. Allerdings, so lautet der gängige Einwand: Wenn dann doch ein Renegat mit der Wumme daherkommt, hat er leichtes Spiel! „Deutschland wird neutral sein – oder es wird nicht sein (ein Buchbeitrag)“ weiterlesen

(periphere Notate): Lebensentwurf Sprechpuppe (oder Baumwart?)

Man muß sich die Ukraine als eine Art Geldmaschine vorstellen: Hinein fließen Abermilliarden an Steuergeldern aus „westlichen“ Staaten (insbesondere Deutschland), die dort dann umverpackt und verteilt werden. Einen großen Teil erhalten die ukrainischen Mafiabosse und Oligarchen, der nicht geringe Rest fließt (zurück) an jene, die diese Steuergelder aus ihren Staaten herausgepumpt haben: „Politiker“ und sonstige Amtsträger in eben den „westlichen“ Staaten.

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(periphere Notate): Jessica Jones trägt wieder Glatze

Wer bislang immer noch glaubte, der als „Bundespräsident“ „amtierende“ Steinkopf habe wenigstens ein paar verbliebene Tassen im Schrank, der durfte sich am 9. November eines besseren belehren lassen. In einer Rede zum „Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus“ forderte der notorische Verfassungsfeind seine Volksgenossen auf, endlich die Opposition gegen das Einheitsfrontregime effektiv zu bekämpfen: „Tun wir, was getan werden muß!“ Dazu sollten auch Polizisten und Soldaten „wehrhaft“ werden, also zupacken. Daß er die gemeinte Satanspartei nicht beim Namen nannte und faktisch nur deren Verbot forderte, ist sicherlich seinen Rechtsberatern zu verdanken. Ach so, und „Nun Volk, steh auf! Nun Sturm, brich los!“ sagte er auch nicht.

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(periphere Notate): Absolute Nullen an die Front!

Der deutsche Nachwuchs ist nun wieder kriegsdienstpflichtig, wobei das „wieder“ weiter zurückreicht, als die meisten meinen. Achtzig Jahre lang mußten (!) Deutsche ja nicht wirklich andere Menschen ermorden und sich ermorden lassen, wenn es ihr Regime befiehlt. Das sollen sie jetzt dann aber doch, ab 2029, wenn der Trumpel-Bremsschuh weg ist und die Neocons wieder das Ruder ergreifen und jeder Schuß einen Ruß ergeben soll. Interessant daran ist die nacktschneckenmäßige Windelweichigkeit, mit der auch dieser Schritt in den Weltkrieg verbrämt wird. Nämlich soll die Pflicht „zunächst“ „freiwillig“ sein, also ein Zwang, dem man sich nur fügen muß, wenn man mag und nicht quer oder unsolidarisch denkt oder so.

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(periphere Notate) Zugverzug (ein reisendes Sommertheater)

Wenn man ausnahmsweise einen „auswärtigen“ Termin hat, empfiehlt sich eine Reise mit der Eisenbahn, falls man „etwas erleben“ möchte. Man kann sich das in etwa so vorstellen: Ich müßte um viertel nach acht Uhr abends im Biergarten am Chinesischen Turm eintreffen. Also springe ich gegen Mittag mit einer Luftmatratze auf der Höhe von Kloster Schäftlarn in die Isar und schaue mal, was passiert.

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(periphere Notate): Maultier und Kulturnation

Immer mal wieder werde ich gefragt, wieso ich mich „ausgerechnet“ zu dem Thema Israel/Gaza nicht äußere. Ein Leser äußerte sich enttäuscht, weil ich an dieser Stelle „wegschaue und schweige“, und meinte, das mache das, was ich zu anderen Dingen schreibe, unglaubwürdig. Erst mal muß ich ihm rechtgeben: Ich beschäftige mich tatsächlich sehr ungern mit dieser Geschichte, aber die Gründe sind mir selbst nicht vollständig, vielleicht nicht annähernd klar.

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Belästigungen 6/2025: Im Antigleichschritt Marsch! – Deutschland wiederholt sich

Eine Anmerkung vorab: Das folgende ist eine Sammlung von Gedanken, nur teilweise geordnet, teils fragmentarisch, mäandernd, aber hoffentlich trotzdem wert, gelesen zu werden.

Am 3. Oktober 1941 meldete sich Adolf Hitler nach monatelangem Schweigen öffentlich zu Wort, im Berliner Sportpalast, zunächst ungewohnt verhalten, dann aber so, wie man ihn kannte: Der im Juni mit Verspätung – weil erst noch Jugoslawien zerschlagen werden mußte – begonnene Angriffskrieg gegen „die Russen“ sei unvermeidlich gewesen, um einem russischen Überfall zuvorzukommen, bellte er. In der Sowjetunion habe sich „gegen Europa eine Macht zusammengeballt, von der leider die meisten keine Ahnung hatten und viele auch heute noch keine besitzen“. Eine „einzige Waffenfabrik“ sei die UdSSR gewesen, eine „Waffenfabrik gegen Europa“. Ein „zweiter Mongolensturm“ habe gedroht! Diese Gefahr sei abgewendet worden, und die Nachwelt werde feststellen, daß damit eine „neue Zeitenwende“ begonnen habe. Auch diesen Kampf habe er nicht gewollt, er sei dazu gezwungen worden. „Belästigungen 6/2025: Im Antigleichschritt Marsch! – Deutschland wiederholt sich“ weiterlesen

(periphere Notate): Lehren! ziehen!

Die Schwierigkeiten insbesondere (aber nicht nur) der Deutschen, den Nationalsozialismus zu begreifen und seine wie auch immer geartete Wiederholbarkeit einzusehen und zu diskutieren, beruhen in erster Linie darauf, daß sie das Ende kennen (aus dem Geschichtsunterricht) und meinen, das ganze Phänomen von diesem Ende (und ihrer Kenntnis davon) her beurteilen zu können.

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(periphere Notate): Das alles könnte überhaupt nichts bedeuten

Wenn ein Anhänger aus der Deichsel bricht und rückwärts den Berg hinabrollt, empfiehlt es sich, „Obacht!“ zu rufen. Außer man haßt Menschen generell und hat kein Interesse an dem Schaden, denen man ihnen antut, höchstens an dem Schrott, der zurückbleibt, wenn der Anhänger in ihr Fuhrwerk hineinkracht und dessen Besatzung tötet oder schwer versehrt.

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Belästigungen 3/2025: Irgendwann muß doch einmal „Nie wieder!“ sein

Deutschland kann nicht militärisch verteidigt werden.

Man muß diesen Satz zweimal lesen, am besten laut, am besten in der Öffentlichkeit, vor vielen Menschen, denen man zuvor den Propagandakleisterpfropfen aus den Ohren entfernt hat:

Deutschland kann nicht militärisch verteidigt werden.

Der eine oder andere wird widersprechen, aber dies entweder weil der eine oder der andere nicht nachgedacht hat oder weil er nicht nachdenken kann, weil er dumm ist, verblödet durch den Propagandakleister, der in sein Hirn vorgedrungen ist und auch dort alles verkleistert. „Belästigungen 3/2025: Irgendwann muß doch einmal „Nie wieder!“ sein“ weiterlesen

(aus dem tiefen Archiv): „Hilfe! Mein Geld ist weg!“ (Songs zur aktuellen Lage der knappen Kassen, November 2008)

Populäre Musik ist ein Zwitterwesen: Zweifellos ist ihr Aufgabenzweck die Beschwichtigung und Beschwulstigung gesellschaftlicher Widersprüche, die daher rühren, daß die Wir-Propaganda („Blut und Boden“, „Du bist Deutschland“, etc.) mit der wirtschaftlichen Ausbeutung der meisten durch wenige kollidiert – was ohne Abfederung und Ablenkung schlimme Folgen für die wenigen haben könnte. Daneben aber äußert sich im beliebten Lied, in Witz, Schlager, Kabarett und Bänkelsang, selbst unter Rute und Knute der Kulturindustrie, eine ignorante Renitenz und ein freundlicher bis zynischer Wille zur Fröhlichkeit, die nicht nur deshalb bemerkenswert sind, weil sie das von den Einpeitschern so stur verbreitete Vorurteil widerlegen, es seien die armen Leute, die jammern und neiden, und nicht etwa die jammernden Neidhammel von BDI bis FDP, von IFO-Institut bis BMW. So oder so muß, wenn es einem schlecht geht, gesungen und gelacht werden, bisweilen grimmig, oft mit einem „Augenzwinkern“, meist inhaltlich belanglos, stets dem Grundsatz treu, daß sich eh nichts ändern wird und Hauptsache, die Laune stimmt und der Schornstein raucht auch in der Krise. „(aus dem tiefen Archiv): „Hilfe! Mein Geld ist weg!“ (Songs zur aktuellen Lage der knappen Kassen, November 2008)“ weiterlesen

(periphere Notate): „Gemeinsam genutzte Räume“

Als ich mit meiner Luftmatratze aus dem See steige, sie in die Wiese lege und mich abtrockne, bemerke ich eine Familie am nächsten Busch. Das Ehepaar wohl Mitte vierzig; er mit langem, spitz zulaufendem weißen Bart, sie sehr schwarzhaarig, wie meine Großtante Maria aus Haun, die im ganzen Landkreis als „Hexe“ galt, weil sie auch im hohen Alter nicht grau werden wollte und weil mein Großonkel Theo, der als Kommunist mit einem Bein aus dem Krieg der Nazis zurückkehrte, ihr zweiter Ehemann war. Dazu ein kleiner Bub, ungefähr acht oder neun, kurze blonde Haare, kurze blaue Hose, gestreiftes Hemd.

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(periphere Notate): Kind ist kein Fich (und andere Empfindlichkeiten)

Wäre das deutsche Staatspersonal im (zynischen) mindesten am Wohl seiner Untertanen interessiert, müßte es sich bemühen, in einer Art „Bildungsoffensive“ jedem einzelnen davon die Fähigkeiten zu vermitteln, die für die anstehenden Herausforderungen nötig sind. Das heißt derzeit in erster Linie: Die Bewohner Deutschlands müssen sterben lernen.

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(periphere Notate): Donald Trumps Ohr und die „Aufarbeitung“ der Waffen-SZ

Vom „Schlafwandeln“, das vor einhundertzehn Jahren in den ersten Weltkrieg geführt habe und heute in den dritten Weltkrieg führe, war auch hier schon die Rede. Kein Begriff könnte falscher sein als dieser, weil er nahelegt, es habe damals (in Deutschland) niemand diesen Krieg gewollt und es wolle ihn auch heute niemand. Dabei findet sich unter den damals wie heute beteiligten deutschen „Entscheidungsträgern“ nicht ein einziger, der den Krieg nicht wollte beziehungsweise will, und zwar damals wie heute bereits seit mindestens zehn Jahren.

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(periphere Notate): Wieso fragt keiner, wieso niemand fragt?

Das Problem mit den „Medien“ und ihren allfälligen „Meldungen“ – oder mein Problem damit – ist, daß ich im Sommer wenigstens zeitweise keine Meinung zu irgendwas haben mag oder zumindest mir keine „bilden“ möchte zu etwas, was ich fünf Minuten zuvor noch gar nicht wußte und wovon ich spontan denke: Das ist mir egal; es wäre mir lieber, ich hätte es gar nicht erst erfahren.

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