Krach und Wahn (Popmusiktexte aus vielen Jahren): Black Sabbath „Paranoid“ (März 2009)

So ging es vielen in Taschengeld-Zeiten: Angewiesen auf guten Willen und Finanzkraft der Eltern, schleppte man diese zwecks Gutheißung des geburtstäglichen beziehungsweise weihnachtlichen Wunschzettels in eine der kommoden Hörkabinen im Schallplattengeschäft, setzte den Bitte-bitte-Bettel-Blick auf und harrte dem Urteil der häuslichen Zensurbehörde. Deep Purple? Hm, na gut, aber die mit dem Orchester! Emerson, Lake und Palmer? Dann aber den echten Mussorgski gleich dazu! Pink Floyd? Hm, hm, hat das was mit Drogen zu tun? Nicht? Dann meinetwegen. Led Zeppelin? So ein Gejaule und Gekreische! Aber ausnahmsweise, die schauen wenigstens seriös drein. Bei Black Sabbath war der Ofen meistens aus, und zwar gründlich. „Krach und Wahn (Popmusiktexte aus vielen Jahren): Black Sabbath „Paranoid“ (März 2009)“ weiterlesen

Frisch gepreßt #404: Black Sabbath „The End – 4 February 2017 Birmingham“

Einem alten Freund war es mal vergönnt, Ozzy Osbourne gegenüberzusitzen. Das ist gut zwanzig Jahre her und hinterließ einen verheerenden Eindruck: Der Mann, erzählte der Freund, sei am Ende, der mache es nicht mehr lang. Den Tränen nahe beschrieb er eine fahle, gelähmte Halbtotenmaske, Hände, die zitterten wie Espenlaub im Herbststurm, eine kaum verständliche Grabesstimme, die mit minutenlanger Verzögerung Antworten auf nicht gestellte Fragen stammelte, eine körperliche Gesamtverfassung, die das Herbeirufen eines Sanitäters überflüssig scheinen ließ. „Frisch gepreßt #404: Black Sabbath „The End – 4 February 2017 Birmingham““ weiterlesen