(periphere Notate): Keine Zukunft ohne Körperverletzung

„Wir sind die Zukunft, eure Zukunft!“ rief John Lydon 1977 einer Generation entgegen, die sich heute völlig zu Recht kaum noch um ihre Zukunft schert. Vielleicht hat er auch seine eigene Generation gemeint, die heute in Einklang und Gleichschritt mit der Generation ihrer Kinder eine Zukunft herbeiführen möchte, die sie einst aus gruselig-utopischen Schullektüren kannte, aus Büchern von Orwell, Huxley, Samjatin, Bradbury und anderen. Die Frage, warum von den heute Jungen niemand mit einer ähnlichen Attitüde eine Provokation wie „No Future“ in die Welt stellt, ist eine, auf die mir nur traurige Antworten einfallen. „(periphere Notate): Keine Zukunft ohne Körperverletzung“ weiterlesen

Belästigungen 11/2017: Wem was wie wo und warum droht (und wem was nicht)

Manche Blödheiten funktionieren wie Brennesseln und Ameisen: Man kriegt sie einfach nicht weg, sie nesseln und wimmeln immer wieder aus denselben Ritzen und Löchern hervor, um arglose Menschen zu ärgern. Zum Beispiel trompetete mich neulich auf dem Weg ins Grüne mindestens zwanzigmal die gleiche „Zeitung“1 an: „Jeder 5. Münchner von Armut bedroht!“

Das war zum Glück gelogen, sonst wäre es schlimm: Von Armut bedroht ist bekanntlich so gut wie jeder, selbst der Multimilliardär, der zwar von seinen devoten Ausgebeuteten in Deutschland nichts zu befürchten hat, dem aber sämtliche Steuergeschenke und Spezln nichts helfen, wenn am Börsentheater die falsche Blase platzt. Die einzigen, die tatsächlich nicht von Armut bedroht sind, das sind: selbstverständlich die „Belästigungen 11/2017: Wem was wie wo und warum droht (und wem was nicht)“ weiterlesen