Noch ein paar ungeordnete Gedanken, die älter sind, als sie sich vielleicht anhören … „REPLAY: Kleben für das Vierte Reich? (Dezember 2022)“ weiterlesen
(periphere Notate): Ich sage jetzt mal „Trontel“!
Die „Discounter“-Kette „Penny“ erhöht, nein: verdoppelt (annähernd) ihre Preise für Nahrungsmittel. Und zwar nicht um noch mehr Profite einzufahren, sondern um „zu zeigen, was Lebensmittel wirklich kosten“. Das ist eine nette Idee, aber etwas halbgar. An der Erklärung, weshalb Lebensmittel „zu billig“ seien, ist allerdings sehr gut abzulesen, woran es liegt, daß den ignoranten Idioten, die sich derzeit „Regierung“ und „Wirtschaft“ nennen, das Land irgendwann vielleicht doch noch um die Ohren fliegt: Darin ist mal wieder die Rede – oder sagen wir: die Fasel – von „Klima“ und „CO2“ und dem ganzen „Great Reset“-Quatsch. Die soziale Frage (also das Elend der unterbezahlten Ausgebeuteten) hingegen wird mit keiner Silbe auch nur angedeutet.
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(periphere Notate): Es wird müde, das.
Daß Dummheit und Stolz auf dem gleichen Holz wachsen, ist eine alte Binsenweisheit, die in neuerer Zeit leider wenig Gehör findet. Vielmehr ist Stolz – was immer man darunter verstehen mag – für Popper aller Generationen heute so etwas ähnliches wie vor 25 Jahren das Tamagotchi und 1980 der weiße Streifen an der Stonewashed-Jeans: Man trägt ihn, weil man ihn trägt und weil man dann nicht mehr merkt, wie albern das ist.
Junger Unfug (Folge 4) – Autos und Aschentonnen
Die lange Reihe mit den Aschentonnen vor oder vielmehr seitlich neben unserem Haus war eine typische Fehlkonstruktion der damaligen Zeit: Um den Mülleimer auszuleeren, mußte man mit beiden Händen an einer schwarzen Kugel rütteln, ehe eine der Türen endlich aufging. Die Aschentonnen selbst standen auf einem verrosteten Blech, das sich mit der Tür herausdrehte. Die Tonnen waren auch verrostet, und die, die man erwischte, war immer voll. Also kippte man den Müll obendrauf und drückte die Tür wieder zu, wodurch im Inneren der ganzen Angelegenheit der Müll auf das Blech und in alle möglichen Ritzen fiel. Deshalb rostete auch alles. „Junger Unfug (Folge 4) – Autos und Aschentonnen“ weiterlesen
(periphere Notate): Ein Klima ohne Welt
Daß der vom Menschen verursachte Klimawandel eine der wichtigsten Kräfte in der heutigen „Natur“ (i. e.: der „Welt“ oder wie immer man das bezeichnen mag) darstellt, ist eine Tatsache, deren Bedeutung und Tragweite man allerdings nur erfassen kann, wenn man begreift, was Klima eigentlich ist und daß es ein „Weltklima“ nicht gibt und nicht geben kann.
REPLAY: „Unsere Werte!“ (ungeordnete Gedanken über Lügen und Heuchelei) (Dezember 2022)
Auch dies ist nach wie vor aktuell, eher noch aktueller geworden … „REPLAY: „Unsere Werte!“ (ungeordnete Gedanken über Lügen und Heuchelei) (Dezember 2022)“ weiterlesen
(periphere Notate): Bier! Bier! Bier! (und völlig unpassende Bilder)
In einem zu Recht berüchtigten Wirtshaus im hinteren Westend stand noch Mitte der Achtziger über der Schänke zu lesen: „Der wo kein Bier nicht sauft, der g’hört gleich gar nicht ’tauft!“ Das war nicht etwa als lustiges Witzerl zu verstehen, sondern als handfeste Drohung und zugleich als kulturelles (wie man heute sagt) „Konzept“. Zu diesem Konzept gehört seit je her die Maß, die der Außermünchnerische oder Außerbayerische, der heute etwa neunzig Prozent der Münchner Stadtbevölkerung ausmacht, standhaft, stur und fälschlich als „Mars“, Maahs“ oder ähnlich bezeichnet und sie womöglich noch als „das Maahs“ versachlicht.
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(Aus dem tiefen Archiv:) 1969: Das schlimmste Rockjahr der Welt!
(Der folgende Text entstand im Sommer oder Herbst 2004 als „Intermezzo“ im fünften Kapitel des Buchs „Deep Purple – die Geschichte einer Band“, das bis heute zu den ganz wenigen Dingen gehört, bei denen ich froh bin, mehr oder weniger dazu „gezwungen“ worden zu sein. Es war ein Riesenhaufen Arbeit, für den Jürgen Roth und ich einiges an Schmähungen einstecken mußten – und zwar für genau das, was mir an dem Buch bis heute gefällt: Es stehen Sätze drin, von denen ich mich nach wie vor frage, wie sie gelingen konnten. Das, vermute ich, war die Musik.)

Wenn man das Spiel mit den Pop-Generationen mitmacht, dann hat, wer Mitte bis Ende der fünfziger Jahre geboren ist, Pech gehabt, weil er zu jung für die Beatles und zu alt für Glam und Punk ist. Und wer 1969 erstmals regelmäßig pubertäre Schübe verspürt, die den Besuch von Rockkonzerten dringlich erscheinen lassen, der hat gleich doppelt Pech. Die Rockgeschichte hat viele schreckliche, öde, finstere und fade Jahre erlebt, aber selten ein solches wie 1969. „(Aus dem tiefen Archiv:) 1969: Das schlimmste Rockjahr der Welt!“ weiterlesen
(periphere Notate): Stehengebliebenes Dies und Das
Geburtstage sind ein günstiger Anlaß, um „sich mal wieder zu melden“. Meist besteht die Meldung aus der Aufforderung, „sich (doch!) mal wieder zu melden“, wodurch der sich Meldende sozusagen seine eigenen Schuldgefühle wegen seines Nichtmeldens (oder anderer Verstöße gegen Anstand und Höflichkeit) dem Bemeldeten aufbürdet, der nun dasitzt und überlegt, was er melden könnte, weil schließlich die erneute Umkehrung („Melde doch du dich!“) aus Gründen der Logik nicht geht.
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„Platz! der Freiheit“: Texte und Töne! im Grünen!
Liebe Freunde, liebe Leser,
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REPLAY: Glauben, Lügen, Ketzerei (Dezember 2022)
Es ist hin und wieder erstaunlich, wie Gedanken mit der Zeit immer aktueller werden. Vielleicht so auch dieser:
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Reisen im Regal (5)
Wie ich schon betont habe, soll die Presse nicht nur informieren, sondern muß auch instruieren.
Joseph Goebbels, Rede vor der Presse, 16. März 1933
Belästigungen 7/2023: Hilfe, wir müssen alle sterben! (diesmal am Klima)
Ich finde es bisweilen höchst erstaunlich, mit welcher Vehemenz Menschen Meinungen vertreten und verfechten können, vor allem dann, wenn sie im Grunde sehr genau wissen, daß es sich dabei um absoluten Blödsinn handelt. Und dann wollen sie plötzlich ebenso absolut nichts mehr davon wissen – aber nicht weil sich ihre Meinung geändert hätte. Lediglich das Thema hat sich, wie man wohl so sagt, „verlagert“.
Was ist zum Beispiel aus all den manischen Straßenpredigern geworden, die vor drei Jahren geißelschwingend durch die „sozialen Medien“ gezogen sind und in jedes erreichbare Kästchen „Stay the fuck home!“ und „Flatten the curve!“ hineingebellt haben? Die vor zwei Jahren kein Einkaufszentrum und keine Trambahn betreten konnten, ohne zu hyperventilieren und in Schreikrämpfe zu verfallen, wenn irgendwo am hinteren Ende des anderes Triebwagens oder der übernächsten Ladenzeile ein Mensch ohne Staubfilter im Gesicht sichtbar wurde, und die sich sogar noch letztes Jahr mit flammendem Herzen oder wenigstens Herzbeutel in eines dieser „Zentren“ geschleppt haben, um eine dritte oder vierte oder vielleicht sogar fünfte Kommunion per Spritze zu erhalten – wo sind die hin? „Belästigungen 7/2023: Hilfe, wir müssen alle sterben! (diesmal am Klima)“ weiterlesen
Junger Unfug (Folge 3) – Säcke und Treppen
Die schöne Zeit im Kindergarten ging schlagartig zu Ende. Eines Tages verkündeten Fräulein Deckenbach und Fräulein Schreiber, morgen komme der Nikolaus.
Ich wußte nicht genau, was der Nikolaus war, weil in unsere Wohnung noch nie der Nikolaus gekommen war. Der Nikolaus, klärte mich ein etwas älteres Mädchen auf, sei nicht so schlimm, aber er habe den Krampus dabei. Auf meine Frage, was nun wieder ein Krampus sei, sprang ein anderer Junge dazwischen und erklärte mit bedrohlicher Stimme, der Krampus stecke die Kinder, die etwas angestellt hätten, in den Sack und verprügle sie mit einer schweren Eisenkette. „Junger Unfug (Folge 3) – Säcke und Treppen“ weiterlesen
REPLAY: „Ist das ENDE nah?“ (Dezember 2022)
Wieder einmal ist es interessant, aktuelle Gedanken an etwas älteren Gedanken zu messen. Die Vergangenheit geht nicht weg, remember. „REPLAY: „Ist das ENDE nah?“ (Dezember 2022)“ weiterlesen
