(periphere Notate): Was ist mit diesen Händen los (und so)?

Eine der am stärksten verstörenden Erinnerungen aus der früh(er)en Zeit der „Corona“-Verbrechen geht auf die Monate Januar bis März 2021 zurück. Da schwärmte das Militär (das, wie man damals weithin nur ahnen konnte, eine Art Uhrwerk oder Motor der gesamten Kampagne war) aus und marschierte in die Alten- und Pflegeheime ein, wo die sogenannte „priorisierte Gruppe“ der Greise, Kranken und Dementen – die man zuvor monatelang mittels Isolation, Verwirrung und Panikmache gequält und gefoltert hatte – mit den ersten Chargen der Gengifte gespritzt wurde, in den meisten Fällen wohl zwangsweise, ohne „Aufklärung“ und Einwilligung, oft sogar ohne wenigstens die Angehörigen zu informieren.

Allerdings andererseits: Worüber hätte man sie informieren sollen? Daß ihren Eltern und Großeltern gerade Flüssigkeiten in den Körper gespritzt worden waren, von denen niemand wußte, was sie enthielten und was sie bewirkten? Das wäre in jedem einzelnen Fall das Geständnis eines schweren Verbrechens gewesen, das jeden, der eine solche Spritze benutzt hatte, unweigerlich für lange Zeit ins Gefängnis bringen mußte – ebenso wie die furchtbaren Figuren, die das alles angeordnet, wenn nicht gar jene, die es wissentlich nicht verhindert hatten.

In den Tagen und Wochen danach kam das Massensterben. Und das war es, was im nachhinein noch so verstörend wirkt, daß man es nicht begreifen und nur den Kopf schütteln kann: wie jeden Tag aufs neue eine Flut von Meldungen einsetzte über Tote, Tote, immer mehr Tote, für die (wie es hieß) „die Impfung zu spät gekommen“ sei. Wie diese Nachrichten in die Köpfe der Menschen hineingingen, selbst der persönlich betroffenen, ohne dort etwas auszulösen, einen Funken Erkenntnis eines Zusammenhangs: daß eben nicht tausende und abertausende Menschen, denen man gerade unbekannte (und, wie man heute weiß, absolut uneinheitliche, verschmutzte und insgesamt bis heute rätselhafte) Substanzen „verabreicht“ hatte, danach ganz plötzlich „an ‚Corona‘ erkrankten“ und „leider verstarben“ (wie es der als „Gesundheitsminister“ amtierende Pharmafioso Spahn bald darauf all jenen prophezeite, die die Injektionen trotz Drohung, Zwang und Verfolgung verweigerten). Sondern daß genau dies passiert war: Soldaten marschierten in Heime, spritzten alten Menschen Zeug in den Körper, woraufhin diese Menschen starben.

Jeder sah es, jeder las es, jeder erfuhr es, jeder wußte es, aber kaum jemand wollte es wissen, obwohl es jeder wissen mußte. „Wollte“ ist das falsche Wort: Man weigerte sich mit Händen und Füßen und allen Mitteln, einzusehen und zu begreifen, was da geschah. Die Angst, die Panik, die zehn, elf, zwölf Monate lang durch ein Bombardement von Propaganda und übelster Massenverhetzung erzeugt und wie in einem Dampfkochtopf ohne Ventil so skrupel- und verantwortungslos geschürt worden war, daß man die Pogromstimmung zeitweise regelrecht körperlich im Raum stehen sah, wirkte so übermächtig, daß man den offensichtlichen Mord an Angehörigen nicht nur protest- und widerstandslos hinnahm, sondern selbst bereit war (und in vielen Einzelfällen buchstäblich darum bettelte), sich ebenfalls mit dem Zeug vergiften zu lassen. Ein Bekannter, der damals „Impfarzt“ war, erzählte mir, wie er im Februar 2021 einen „Impfwilligen“, der sich ohne „Priorisierung“ bereits vier Spritzen erschlichen hatte, mit Unterstützung seines Personals handgreiflich aus der Praxis werfen mußte, weil dieser schreiend und tobend eine fünfte Dosis verlangte, um nicht sterben zu müssen.

Zur Erinnerung: Damals war noch nicht einmal die dritte Dosis – der „Booster“ – offiziell zugelassen oder überhaupt im Gespräch; vielmehr behaupteten die Betreiber des Massenmords, mit einem „kleinen Pieks“ oder allerhöchstens zwei sei man lebenslang „geschützt“. Die Behauptung, es werde zukünftig eine jährliche „Auffrischung“ verordnet werden, galt als übelste „Verschwörungstheorie“.

Wenn ich heute daran zurückdenke, macht mich der rauschhafte Wahn dieser Zeit nach wie vor und wieder fassungslos. Es war ein in seiner Art so einzigartiges Verbrechen wie der industrielle Massenmord an den europäischen Juden und die Atombombenexperimente in Hiroshima und Nagasaki: abgrundtief menschenverachtend, dabei aber nicht wie diese wenigstens teilweise ad hoc improvisiert, sondern kühl und bis ins Detail präzise organisiert. Das ist der einerseits in seiner Bösartigkeit schon (ich wiederhole mich) nicht zu begreifende „Anteil“ der Täter an dem ganzen Phänomen. Noch horrender, jeden Verstand überfordernd empfinde ich jedoch das Verhalten der Opfer, die sich mit einer Geduld, einer Willigkeit, einer Hinnahmebereitschaft – ich finde das passende Wort nicht – in ihr Schicksal fügten, die über die vermeintliche Gleichgültigkeit von Schlachtvieh noch weit hinausgeht.

Als ich mit etwa zehn oder elf Jahren (durch Eugen Kogons Buch „Der SS-Staat“) erstmals mit den Verbrechen in den deutschen Konzentrationslagern konfrontiert wurde, ging es mir ähnlich: Wieso haben die sich nicht gewehrt? fragte ich mich damals verzweifelt und bekam keine Antwort. Oder keine andere als: „Weil das nicht ging“ und „Weil sie Angst hatten“. Wovor? wenn sie doch wußten, daß das Schlimmste, was ihnen überhaupt passieren konnte, sowieso bereits im Gange und höchstens durch einen Akt exzessivster Raserei wenigstens noch zu verzögern war?

Die Ergebenheit, der offenbar lebensmüde Fatalismus, hier und da mit geiferndem Fanatismus schaumgekrönt, mit dem die Deutschen sich derzeit in den tiefsten aller denkbaren Abgründe hineintreiben lassen – einen dritten Krieg gegen Rußland innerhalb von 120 Jahren, der diesmal womöglich wirklich alles vernichten wird, was zu vernichten ist –, geht darüber noch weit hinaus, folgt aber dem gleichen Mechanismus. Wieder fragt man (und nicht nur ich, sondern Menschen auf dem ganzen Planeten) sich verzweifelt: Wieso machen die das mit? Wieso lassen die sich das antun, ohne sich zu wehren? Liegt denen wirklich gar nichts am Leben und der Welt?

Ich will mir keinen „negativen Patriotismus“ vorwerfen lassen. Mir ist durchaus bewußt, daß es ähnliche Regungen auch in anderen Ländern gibt, sogar solchen, wo man nicht deutsch spricht. Es gab und gibt ja auch in vielen anderen Ländern Nazis und Faschisten oder wenigstens verwandte Phänomene – das beste Beispiel ist heute wie in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts die Ukraine. Trotzdem ist nicht zu übersehen, daß ein derartig suizidaler Irrsinn in deutschen Ländern immer ganz besondere Blüten treibt und Protest, Verweigerung und Widerstand hier immer ganz besonders dünn gesät und still sind. Gibt es eine Wissenschaft, die hierzu Schlüssiges zu sagen wüßte? Die historische scheint mir erschöpft.

Lustig wiederum ist, wie die „Corona“-Verbrechen in Deutschland zwar weiterhin staatlicherseits nicht aufgeklärt werden dürfen, man eine solche Aufklärung vielmehr mit den übelsten Tricks und Methoden verhindert, andererseits aber stillschweigend Residuale und Indizien der damaligen Taten und Untaten sozusagen durch die Hintertür „entsorgt“ (so wie im Frühjahr 2021 die Leichen aus den Pflegeheimen). Zum Beispiel beschloß der Bundestag am 22. Mai ohne großes Aufhebens, die Meldepflicht für „Covid-19-Erkrankungen“ – nota bene: die „schlimmste Pandemie“ aller Zeiten! – zu annullieren und aus dem „Infektionsschutzgesetz“ zu streichen. Und zwar obwohl die „Inzidenz“ dieser seltsamen „Erkrankung“ (die sich – wir erinnern uns – nur durch einen „Test“ diagnostizieren läßt, der keine Erkrankung diagnostizieren kann) noch nie so hoch war wie in den letzten Monaten.

Ich muß dabei an einen Autofahrer denken, der im Suff versehentlich drei Passanten totfährt und sich denkt: Wenn ich die Schrottkarre unbemerkt beseitige, wird niemand merken, daß überhaupt etwas passiert ist. Die Leichen bleiben liegen, klar, aber das könnten ja auch „Hitzetote“ sein, nicht wahr?

Litauen, das von der Bundeswehrmacht (Panzerbrigade 45) besetzt ist und von wo aus Deutschland derzeit Rußland (unter anderem die Hauptstadt Moskau) bombardiert, hat übrigens etwas weniger als doppelt so viele Einwohner wie München. Lettland, von wo aus das EUropäische Reich deutscher Nation ebenfalls Krieg gegen Rußland führt, hat weniger Einwohner als München. Schwabing, steh auf!

Ach, und all das andere.


6 Antworten auf „(periphere Notate): Was ist mit diesen Händen los (und so)?“

  1. Mit Verlaub, da scheint mir zwischendurch einiges zu hinken.

    Ein wichtiger Unterschied zwischen den Opfern des Holocaust und den Impfopfern besteht doch darin, dass erstere schon seit einiger Zeit ahnen konnten, dass ihnen nach der Diskiminierung und Ausgrenzung noch Schlimmeres drohte. Als sie erst einmal in den Zügen saßen oder von den ukrainischen Polizeihilfskräften, vormals im Dienste der OUN-Melnyk, zur Schlucht geführt wurden, war es zu spät.

    Die Impfopfer hingegen mussten davon ausgehen, dass der Staat nur ihr Bestes im Sinne hatte. Sie haben nicht etwas hingenommen, ohne sich zu wehren, sondern mussten glauben, ihnen würde etwas Gutes getan. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass der Staat ihren Tod billigend in Kauf nahm.

    Ausgegrenzt und diffamiert wurden zudem die anderen.

    Für die Opfer des Holocausts wie für die zukünftigen Opfer des anstehenden Krieges gegen Russland ist in der Tat das verbindende Element: Sie konnten sich nicht vorstellen, dass es je so weit kommen würde, obwohl es genügend Hinweise gab.

    „Lebensmüder Fatalismus“ trifft das zumindest in Bezug auf die Kriegsvorbereitungen recht gut. Außerdem spielen die propagandabedingte Unwissenheit und die Dummheit im Bonhoefferschen Sinne eine große Rolle. Zudem eine erschreckende Russophobie, die in den vergangenen Jahrzehnten unter anderem von britischen Geheimdienstlern gezielt geschürt wurde (Novitschok, Russiagate). Aber mein Gott, es gibt demnächst eine Fussball-WM…

    Musikempfehlung: Kinky Friedman, „They Ain’t Making Jews Like Jesus Anymore“.

    1. Wo wir gerade dabei sind: John Cales „Mercenaries“ scheint mir den Sachstand zumindest in Teilen akkurat zu vertonen. Wegen des furiosen Endes empfehle ich die Studio-Version, aber die auf „Sabotage“ mit vorangestelltem Machiavelli-Zitat ist ebenfalls aller Ehren wert. Auch die funky Rockpalast-Version kann sich hören lassen.

      Zugegeben, mit Liedermachern hat das nicht viel zu tun. Da empfehle ich die beiden großen Anti-Kriegs-Songs von Eric Bogle, „And the Band Played Waltzing Mathilda“ (ich mag die Fassung der Pogues) und „No Man’s Land“ (Fureys). Wesentlich unbekannter, aber nicht weniger ergreifend ist David Olneys „1917“.

    1. Auch empfehlenswert: das gesamte Album „Ruhe vor dem Sturm“ von Danzer, und dann ist mir in anderem Zusammenhang noch das Album „Freedom Suite“ der Rascals untergekommen. Damals gab es tatsächlich noch kritische Pop- und Rockmusik.

  2. Und dann werfe ich angesichts der vielen schönen Empfehlungen für den guten Abend noch dies ein: „Mountjoy“ von Morrissey. Die Welt sollte es hören.

  3. Schon mit 14 Jahren kam mir die Erkenntnis, die sich bis heute, wo ich fast 70 bin, immer wieder bestätigt. Über 80% der Bevölkerung ist borniert. Denkfaul, zu feige, eigene Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen und dankbar bequem. Es braucht nur einer laut genug brüllen er habe die Lösung für ein vermeintliches Problem, und alle folgen wie die Lemminge. Dank der Obrigkeitsskepsis der Ostdeutschen und 40 Jahre Gehirnwäscherückstand ist die Impfquote im Osten deutlich geringer geblieben. Aber eine richtige Aufarbeitung der Verbrechen wird auch hier ausbleiben. Die derzeitige Umsetzung des Morgenthau Planes machen auch wieder alle mit. Der Untertan eben.

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