Es ist immer noch (oder nach all den Jahren erst recht) irritierend, hier und da Menschen zu begegnen, die draußen auf der Straße, in Läden und sonst wo mit per Staubfilter oder OP-Spucklatz vermummtem Gesicht herumlaufen. Was neben dem gewohnt angstverzerrten Blick auffällt, ist die Altersstruktur der Unentirrbaren: Sie sind entweder sehr alt (heute: zwei von sechs) oder auffällig jung, Typ Student (meist männlich) aus besserem Hause mit forschem Auftreten und gerecktem Kinn. Was diese Leute antreibt, ist auf den ersten Blick rätselhaft, schließlich ist inzwischen ja weitesthin bekannt, was für ein ungesunder Quatsch das mit den Seichlappen ist und immer war.

Möglicherweise hat es – nicht intuitiv, aber bedenkenswert – mit „Solidarität“ zu tun. Dieser Begriff wurde während der „Corona“-Kampagne intensiver und bösartiger mißbraucht als die meisten anderen, und dieser Mißbrauch folgte einer Tradition. Dafür muß ich um zwei oder drei Ecken. Der Totalitarismus beruht darauf, daß zunächst die natürliche – oder soziale – Solidarität zwischen den Menschen zerstört und der Einzelne in eine scheinbar oder tatsächlich gefährliche, kalte, böse und feindliche Welt geworfen wird. Damit kommt er nicht zurecht, und davon lebt totalitäre Herrschaft: Man bietet dem solcherart schutzlos herumirrenden Menschlein einen Ersatz an – die Solidarität mit einer behaupteten Masse, die sich gemeinsam dem behaupteten Feind entgegenstellt. Idealerweise verkörpert diese Gemeinschaft ein einzelner Führer, dem nun die bedingungslose „Solidarität“ gilt, die in Wirklichkeit keine solche, sondern eine irregeleitete Form religiöser Hingabe an den Heilsbringer ist.

Nur so ist zu erklären, daß es tatsächlich und nachgewiesenermaßen Menschen gibt, die Popanzen wie Habeck, Lauterbach, Baerbock, Kühnert, Lang, Reichinek, Hofreiter usw. nicht nur (ideologisch) auf den Leim gehen, sondern solchen Figuren regelrecht verfallen. Sie verkörpern die Gemeinschaft, das steinköpfische „Wir“, nach dem sie sich so sehr sehnen, daß sie, um ihr angehören zu dürfen, auch wider besseres Wissen den größten Müll nachplappern und den größten Plappermüll der Führergestalten wahrscheinlich zu Hause vor der Fernsehkiste murmelnd nachbeten. Müssen sie ja, anders geht der verquere Mist nicht in den Kopf hinein.

Dieses Phänomen hat durchaus Nuancen. Manche müssen sich überwinden, hin und wieder Augen und Ohren zuhalten und „Lalalalala!“ skandieren, um das Dogmabrett vor dem eigenen Kopf festzunageln und wenigstens den Quatsch mit dem bösen Kohlendioxid nicht instinktiv zu durchschauen. Leichter fällt es wohl beim Krieg: Daß der Russe ein teuflischer Untermensch ist, hat bei den meisten Gläubigen ja schon der Urgroßvater gewußt, der womöglich auch noch große Teile der eigenen Sippschaft durch die „Spanische Grippe“ verloren hat. Den Rest erledigt die Masse, durch deren Gebrüll kein Argument, kein Gedanke, kein Aufruf zu Besinnung dringt.

Nun, wo der Furor der protofaschistischen Horden von Viren und „Querdenkern“ ab- und unter anderem der politischen Opposition zugelenkt wurde, stehen offenbar vereinzelte Mitläufer vor einem Übertragungsproblem – weil sie so sehr an die heilsbringende, weltrettende Maske geglaubt haben, können sie schlichtweg nicht begreifen, daß all das, was sie sich damals selbst in die Birne gehämmert haben, plötzlich nicht mehr gelten soll, zumal sie höchstwahrscheinlich zu den Armen gehören, die sich die giftige Genbrühe drei-, vier-, bis zu achtmal (oder öfter) in den Körper spritzen ließen und deshalb ständig krank oder gar nicht mehr gesund werden. Und dagegen – das haben sie gelernt – hilft nun mal nur „die Maske“ (und die Spritze, die es hier und da ja immer noch gibt, kostenlos, wenn auch nicht mehr samt Wurst).

Ein alter Freund regte sich auf Facebook über CDU/CSU, SPD und deren Pläne zu neuen „Rentengesetzen“ (die nicht vom Parlament, sondern von der Regierung beschlossen werden sollten) so sehr auf, daß er beinahe (!) mit der „Jungen Union“ sympathisieren wollte. Ich regte mich mit auf und wies darauf hin, daß die AfD momentan die uralten CDU-Pläne einer 25-Prozent-Steuer für alle aufgreift, was eine Koalition im Grunde überflüssig macht: Die CDU muß den einst von Merz und Kirchhoff ersponnenen Quatsch zur Umverteilung von unten nach oben ja nur wieder ausgraben und sich aufs Urheberrecht berufen. Das Problem dabei ist, daß es bei SPD/„Grün“/Linke absolut niemanden mehr gibt, der auch nur einen Hauch Ahnung von Steuerpolitik, Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik hätte. Mit „Nazi! Nazi!“-Gebrüll kommt man gegen diese kleinen Schritte in den insgesamt voranschreitenden Neofeudalismus halt einfach nicht an.

Allerdings kniff der Freund dann doch den Schwanz ein, modifizierte den Beitrag und löschte damit sämtliche Kommentare. Es sind keine einfachen Zeiten, man muß aufpassen, was man sagt, wer etwas dazu sagt, mit wem man besser nicht spricht, und das Bedrohlichste daran ist, daß man inzwischen weiß (oder vielmehr: ahnt; es verschärft sich ja laufend), wo und wozu und zu wem man lieber nichts (mehr) sagt.

Aber die Empörung war richtig, und das gilt ja bei weitem nicht nur bei Steuern, Wirtschaft, Rente und so weiter, es gilt noch viel eklatanter bei Kontrolle/Überwachung, „Klima“, Krieg und der „Corona“-Aufarbeitung. Es scheint bei allen wichtigen gesamtgesellschaftlichen Themen wirklich nur noch darum zu gehen, so viel wie möglich an Pfründen und Geld abzuräumen, bevor der ganze Laden an die Wand knallt, und dann der AfD (und/oder anderen) den Schrotthaufen zu überlassen. Und das mit einer Dreistigkeit, die einem bisweilen den Atem raubt: Jedes Argument, jede fachliche Expertise (die sich zwangsläufig bei der AfD gesammelt haben – die ja auch vollkommen bescheuert wäre, wenn sie davon nicht profitieren wollte) erntet als Echo blindwütiges „Nazi! Nazi!“-Geschrei und – zu beobachten etwa in der „Enquete-Kommission“, mit der die Blockparteien historisch deutungshoheitlich feststellen lassen möchten, daß für „zukünftige Pandemien“ noch viel mehr Faschismus nötig ist und ansonsten aber alles supidupi gelaufen ist – bis an die körperliche Schmerzgrenze unverschämte Lügen, die den Eindruck vermitteln, man wolle die Untertanen um jeden Preis auch noch verhöhnen: „Ihr wißt, daß wir lügen. Wir wissen, daß ihr das wißt. Es ist uns aber scheißegal – ihr könnt ja nichts tun außer die Nazis zu wählen, har har!“

Das gleiche beim Thema Krieg: Auf jeden noch so zaghaften Einwand, vielleicht mal anzudenken, ob man nicht verhandeln könnte oder was denn der geplante Großangriff gegen Rußland bedeutet und was dabei herauskommen soll oder wird, trumpft sofort ein Kiesehitler, ein Pistolerius, eine Strackula, eine Göring oder ein Hofreiter, ein van Aken auf und fordert noch viel mehr und schnellere Militarisierung, am besten schon im Kindergarten, und noch viel mehr Waffen und Kriegsvorbereitung.

Dazu kommt der juristische Faktor: Nachdem fünf Jahre lang unterste bis oberste Gerichte so offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen und gerichtet, Regimegegner verfolgt und Regimeverbrecher verschont haben (und das weiterhin tun), werden nun zum Beispiel am Verfassungsgericht die entscheidenden Posten Stück für Stück mit Fanatikern besetzt und diese Abschaffung des „freiheitlich-demokratischen“ Rechtsstaats auch noch als Sieg des „Feminismus“ gegen die Nazis verkauft. Auch dabei verzichtet man auf jeden Anschein von Seriosität und setzt statt dessen lieber eine Göre im rotweißen Faschings-Ringelhemdchen in eine Enquete-Kommission, damit die einen erfahrenen Verfassungsrechtler rein mimisch und gestisch und ohne ein Wort als lächerlichen Tattergreis verhöhnt (den man gleichzeitig als „rechtslastig“ etikettiert, weil er von der AfD eingeladen wurde).

Das alles ist derart unverschämt, dreist, würdelos und menschenverachtend, daß man wirklich kaum noch besonnene(re) Worte dafür findet. Es fehlen eigentlich nur noch die Tafeln, die man Regimegegnern um den Hals hängt.

Daß Dummheit und Stolz auf demselben Holz wachsen, hat man uns im Kindergarten eingeschärft. Die deutsche „Politik“ erinnert uns daran, daß Überheblichkeit, Arroganz, Verachtung und Fanatismus als übersteigerte Form und Folge von fehlgeleitetem „Stolz“ ebenfalls daraus wuchern.

Und zu all dem hinzu kommt dann noch die Ignoranz: Wenn derzeit allüberall von Kontokündigungen, Ausladungen, Boykotten, Saalverweisen, Auftrittsverboten, Hausdurchsuchungen und Prozessen ohne Grundlage zu hören ist, denkt man sich: Es trifft ja nur die Nazis, und ich bin kein Nazi! Und ahnt nicht mal im Ansatz, wie schnell man ein solcher wird, wenn man sich unvorsichtig kritisch äußert. Wie eine solche Eskalation vorangeht, hat man uns in der Schule anhand der Worte von Martin Niemöller beigebracht und dazugesagt: Wehret den Anfängen! Dafür aber ist es längst zu spät.

Und das ganze „Nazi! Nazi!“-Gebrüll hat nur einen Effekt – oder vielmehr zwei: Ein paar zehntausend Vertrottelte ziehen grölend durch die Straßen und liefern sich rituelle Schlachten mit der Polizei, weil sie glauben, der kriminelle Regimesauhaufen sei „Unsere Demokratie“ und müsse unbedingt verteidigt werden, gegen was auch immer. Und alle anderen sehen ein, daß alles vergeblich ist, und scheißen entweder insgesamt drauf, verkriechen sich ins Private, wandern aus – oder wählen die AfD, als gäbe es eine Hoffnung, daß die nicht weitgehend („Corona“ und „Klima“ nehme ich hier mal aus, bei Rußland ist das Einknicken schon sichtbar) genau das gleiche will und tun wird wie die „Altparteien“.

Der wesentliche Unterschied zum „dritten Reich“: Damals waren es die Nazis, die den Krieg gegen Rußland planten, vorantrieben und dann führten und in ihrer Weltsicht führen mußten, weil sie die Kriegsbeute brauchten, um den Zusammenbruch ihres Wirtschaftssystems zu verhindern. Heute sind es Sozialdemokraten, Christdemokraten, „Grüne“ und „Linke“, und die erhoffte (aber nicht erreichbare) Kriegsbeute ist genau die gleiche.

Dazu gibt es übrigens „Wissenschaft“: Wenn Rußland den Krieg gewinnt (was momentan „alternativlos“ erscheint), kostet diese Niederlage einer Studie zufolge das EU-Reich in den nächsten vier Jahren 1,8 Billionen, also 1.800 Milliarden Euro. Das würde den sofortigen Ruin und Zusammenbruch des Reichs bedeuten, weshalb die verzweifelten Führer sich mit dieser Möglichkeit überhaupt nicht auseinandersetzen wollen – nachvollziehbar, schließlich geht es um ihre eigenen Geldspeicher und nicht zuletzt um die sehr realistische Möglichkeit, daß sie wegen der von ihnen verursachten Schäden (momentane Schätzung: zwei Millionen Tote und ein verwüstetes Land) auf ähnlichen Anklagebänken landen werden wie ihre historischen Vorgänger damals in Nürnberg. Es ist halt fraglich, wie lange sie die Einsicht, sich ebenso verpokert zu haben wie ihr damaliges Vorbild, noch aufschieben können, zumal ihnen zu diesem Zweck nichts besseres mehr einfällt als die unablässige „Lieferung“ von Waffen, die es nicht gibt und die mit Geld bezahlt werden, das es ebenfalls nicht gibt, von dem ein großer Teil jedoch in ihren erwähnten Geldspeichern landet. Beim Niederschreiben solcher Banalitäten fühlt man sich wie eine Gebetsmühle auf zwei Beinen.

Zwischenruf: Weil einige Bundestagsabgeordnete, die Mitglied der „Jungen Union“ sind, dem „Rentenpaket“ ihres Wackeldackels trotz verfassungswidriger Erpressung durch ihren Führer Jens Spahn weiterhin nicht zustimmen wollen, springt nun die kunterbunte Trotteltruppe „Linke“ ein. Seltsamerweise hört man aus den üblichen Ecken und Blasen nichts von „Querfront“ und irgendwelchen „Hufeisentheorien“. Und die Wähler dieser Deppenpartei, so hofft man anscheinend, verstehen von dem, worum es (insgesamt) geht, so absolut nichts, daß das nicht viel macht. „Alerta! Alerta!“ brüllen werden sie schon weiterhin. Daß es gegen den Mißbrauch dieser historischen antifaschistischen Parole durch Faschisten kaum Einspruch von seiten echter Antifaschisten gibt, mag daran liegen, daß die greisen Damen und Herren zu ängstlich, zu höflich, zu russisch beziehungsweise schlicht nicht mehr am Leben sind.

„Ich sehe, wer nicht klatscht!“ (Jens Spahn)

„Seltsamerweise hört man aus den üblichen Ecken und Blasen nichts von „Querfront“ und irgendwelchen „Hufeisentheorien“.“
Warum sollte man auch? Weder wäre es sachlich richtig noch ‚in der Sache dienlich‘ und somit ist dieses Schweigen nur ein weiterer folgerichtiger Schritt hin zu dem Punkt, an welchem sich wirklich alles und jeder zu einer nicht mehr zu ignorierenden Kenntlichkeit entstellt.
Die entscheidende Frage ist freilich die nach dem ‚wie weiter‘, denn wenn erst einmal bei einer ‚kritischen Masse’ jeder Glaube, jedes Vertrauen und jede Hoffnung in Institutionen, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie etc… zertrümmert sind, geht es vermutlich erst so richtig los, wie man zu anderen Zeiten und in anderen Ländern zur Genüge beobachten durfte und aktuell auch darf.
Danke erneut für Ihren Mut, sich regelmäßig u.a. in die medialen Gefilde dieser ganzen ‚Entwicklungen’ zu begeben und mehr noch für die anschließende Mühe, ein aufs andere Mal prägnant darüber zu schreiben.
Vielleicht muss man dieses ganze zermürbende Ewiggleiche zumindest immer mal wieder ein stückweit beobachten und aufdröseln, wenn auch hoffentlich mit einem immer größer werdenden inneren Abstand.
Wenn man dann noch so wie Sie die Kraft und Fähigkeit besitzt, andere daran teilhaben zu lassen und hierdurch eine Menge Gutes zu bewirken (ja, isso) – umso besser.
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit Ihnen
All das, was seit 20 Jahren an FREIWILLIGER Gleichschaltung , ganz besonders ehemaliger Zeitungen und NACHRICHTENmagazinen , in Form von willkommengeheissener Umwandlung in Lifestyle und Meinungsmagazine war mehr als verwerflich . Am Verwerflichsten aber ist der mangelnde und ausbleibende Widerspruch all derer, die sich in einer „Demokratie“ wussten, weil sie ja „wählen“ durften. Mir scheint, im diesem all seits faschistoiden Gemenge fühlt sich die deutsche (und deutsch-europäische“!!) Seel noch wohler als 1930. Der Faschismus ist der Hälfte der Deutschen durchaus geläufig in Worten und Werken. Er hilft denen, zu „leben“. Der Rest akzeptiert ihn und sie suhlt sich darin weil die „Alternative“ „bestimmt noch schlimmer“ wäre. Endlich dürf ma wieder. Diesmal MIT Erlaubnis der Amis. (die grade 50% der Kubaner dem Hungertod preisgeben, weil es Nahrungsmittelembargos gibt. Sie also pure IS Politik betreiben- DESHALB weiss ich, dass diese Schergen im Auftrage der USA handeln und von der Weltgemeinschaft bezahlt werden.
Finde es ja gut, wenn deutsche Außendienstmitarbeiter nun in personifizierter Form auf den Geist blicken müssen, dem sie aktuell dienen. Das Biedermeiergesicht Wadephuls ist dabei jedoch arglistige Täuschung. In den deutschen Botschaften müsste das Konterfei von Hannibal Lecter hängen.
… Goethe, der das Ganze von weit entfernt betrachtet (er könnte uns nahe sein, wir haben ihm aber einen Arschtritt + rote Karte verpasst und ihn vom Spielfeld gewiesen, wir setzen lieber auf Gangstarap), kann nur noch grauen vor dem, was aus Deutschland geworden ist.
Also das Alles aus einer rein geistigen Perspektive betrachtet:
Solange diejenigen, welche die Dehnfähigkeit ihrer geistigen Rosetten mit Geschmiertem gleich welcher Art erhöhten und die an Geruch und der Tonqualität ihrer geistigen Flatuli zu erkennen sind, mit den Herrschenden genau diese spezifische Musik erklingen lassen können, ohne lange proben zu müssen, solange wird es nicht besser im Lande der Arschbrummwichtel. Gruß aus der Taiga