(periphere Notate): Blubbernder Sommerschlaf

In Aufzählungen der saisonalen Phänomene menschlicher „Natur“ fehlt der Sommerschlaf. Das ist im Grunde verwunderlich: Vor fünfzig Jahren kannte man lediglich winterliche Kältetote, heute rasselt und bimmelt die Propaganda nur so vor lauter imaginären, mit statistischem Illusionismus zurechtdefinierten „Hitzetoten“; da wäre es doch naheliegend, dem Winterschlaf einen solchen des Sommers beizugesellen.

Allerdings ist der „Hitzetod“ notwendiges Element in einer gigantischen Geschäftsoperation einer recht neuen Branche, die man den klimaindustriellen Komplex (KIK) nennen könnte. Diese alles überwuchernde mafiöse Struktur generiert Profite in einem Ausmaß, das höchstens noch Pharma, Digital und Militär übertreffen. Und sie paßt perfekt in ein Zeitalter der Übersättigung, Erschöpfung und restlosen Verausgabung: Sie stellt Produkte her, die niemand braucht und zu deren Nutzung erst andere, weitaus tauglichere und bewährte Dinge verboten, beseitigt und zerstört werden müssen. Man ersetzt also das notdürftig Brauchbare durch das Schlechte(re), worin man ein Grundprinzip des Kapitalismus und der durch ihn bedingten Wegwerfgesellschaft erkennen könnte. Allerdings treibt der KIK dieses Prinzip über die Spitze hinaus ins Absurde, vor allem was die Phantasie anbelangt, die zum Erfinden der Argumente für solche „Innovationen“ eingesetzt wird.

Aber ich war beim Sommerschlaf, der möglicherweise auch ein Übersättigungsphänomen ist. Diese spezifische, vor allem geistige Totalmüdigkeit befällt mich seit Wochen bei der Betrachtung aktueller „Meldungen“ aus Politik und verwandten „Bereichen“: Mir fällt dazu bisweilen absolut nichts, meistens kaum noch etwas ein als ein Seufzer und das Versinken in einem traumlosen Schlaf, der sich lustigerweise radelnd, schwimmend und müßig herumspazierend absolvieren läßt. Nur das Hirn will nicht mehr aufwachen und auch nur einen Gedanken dazu auswerfen.

Das könnte daran liegen, daß es das nur kann, wenn aus einem Haufen „normalem“ Zeugs plötzlich eine besonders eklatante Sauerei herausblitzt, die einen gewissen Erregungszustand erzeugt und polemisch kommentiert oder wenigstens als böser Witz entlarvt werden will (oder muß). Spätestens seitdem die „Corona“-Verbrechen vor genau vier Jahren mit 1G, 2G, 3G zu einem einzigen Sumpf der schreienden Kriminalität und Absurdität zerflossen, umsuppt vom Gekreisch der „Klima“-Trottel, und übergangslos in den Krieg hineinschwappten, den sie von Anfang an vorbereiten sollten, fehlt wohl schlicht die Fallhöhe: Wo alles falsch, gelogen und böse ist, fehlt der Vergleich, an dem man noch etwas messen oder festmachen könnte. Man kann einen Fisch nicht fragen, wie er das Wasser findet: Er weiß nicht, was „Wasser“ sein soll.

Dieses zwangsläufige Abgleiten in die Apathie ist ein ähnlich fataler Mechanismus wie im Falle einer schweren Krankheit, die den Patienten durch die monothematische Beschäftigung mit seinem Zustand und seiner Prognose so sehr in Hoffnungslosigkeit und Resignation hüllt, daß er nicht mehr genesen kann. Wenn es ihm gelänge, daran zu glauben, daß er nicht verloren ist, könnte er gesund werden, aber wie sollte er das glauben, wo er doch zum Tode krank ist? Ein Wasserhahn, der versucht, sich selbst zuzudrehen, ist ein desperates Ding. Ein „Schlafschaf“ (man verzeihe mir den Ausdruck, ich finde ihn selber blöd) kann sich nicht selbst aufwecken und auch nicht aufgeweckt werden, weil es nicht weiß, daß es schläft, und vielmehr überzeugt ist, wach zu sein.

Es fehlen ja auch alle Voraussetzungen: Allein um die „Corona“-Verbrechen (deren „Aufarbeitung“ in sachlichem Sinne weitestgehend erledigt ist) juristisch einer Ahndung zuzuführen, bräuchte es tausende von Staatsanwälten und Richtern, die es leider nicht mehr gibt. Die Damen und Herren, die heute so bezeichnete Ämter innehaben, sind so mit der Verfolgung von Regimekritikern, Opposition und Widerstand beschäftigt, daß sie selbst dann nicht dazu in der Lage wären, wenn es ihnen gelänge, ihre ideologische Verblendung und Verblödung und parteibedingten Verpflichtungen und Versumpfungen zu überwinden.

Was an dem ganzen blöden Theater so ermüdet, ist aber auch die nieselregenartige Beharrlichkeit, mit der die immer gleichen Lügen und Zumutungen auf uns niederrieseln. Als 2020 die Propaganda die ersten Idiotenstories nach dem Muster „Hilfe! Mein Mann/Onkel/Opa ist Schwurbler/Querdenker/Leugner!“ lancierte, mochte man sich noch erregen über den faschistoiden Schwachsinn, der daraus hervorquoll. 2021 konnte man kichern, 2022 müde lächeln, 2023 nur noch seufzen, aber wenn 2025 der „Süddeutsche Beobachter“ noch einmal mit der fauligen Kamelle aus der wurmstichigen Mottenkiste daherkommt, spüre ich nur noch eines: den Sommerschlaf, unausweichlich.

„Kerns Mann glaubt an den großen Bevölkerungsaustausch. Er haßt die EU. Er liebt Donald Trump. Er leugnet den Klimawandel. Er sagt ‚die da oben‘. Er glaubt, daß die Mauer an der US-Grenze die Mexikaner schützen wird. Er denkt, daß Corona im Labor entstanden ist“, schwallt es aus der SZ-Zote heraus, und vor fünf Jahren hätten vielleicht noch aufmerksame Leser darauf hingewiesen, daß es sich hier um eine unangemessene Überspitzung und Verquirlung unzusammenhängender Phänomene und Problembereiche handelt, in etwa: „Wer nicht an ‚Corona‘ glaubt, glaubt an die flache Erde!“ Das hat sich längst erübrigt, und wer glaubt, die SZ-Regimelakaien seien so blöd, selber an den Quatsch zu glauben, den sie da auftragsgemäß zusammenkolportiert haben, glaubt wahrscheinlich auch schon zu viel. So kaputt kann ein Hirn auch von neun modRNA-Spritzen nicht werden. Nicht mal der Witz, daß „Kerns Mann“ vielleicht in der SZ gelesen hat, „Corona“ gehe auf eine Klonierung im Labor zurück, ist noch lustig. Wahrscheinlich hat die SZ darüber sowieso nie wirklich berichtet, das darf sie ja wohl gar nicht. (Ich verlinke nicht gerne Herrn Reichelts Krawallportal „NIUS“, aber Claudio Casulas Beitrag hierzu sagt alles, was ich wegen Sommerschlaf nicht mehr sagen kann.)

Übrigens zitiert die SZ dann auch noch ausgerechnet den notorischen Herrn Roland Imhoff: „Wenn Menschen an Verschwörungserzählungen glauben, dann haben sie ganz automatisch das Gefühl, über eine Art Geheimwissen zu verfügen.“ Das ist toll! – ein „Geheimwissen“, das inzwischen so allgemein bekannt ist, daß sich eher das idiotische Geschwurbel der SZ geheimhalten ließe als die Tatsache, daß der „Klimawandel“ ein vom KIK in die Welt gesetzter Schwindel ist. Das Problem dabei sei: „Schwierige Situationen seien ‚multidimensional, komplex und überfordernd‘, deshalb verlangten unterkomplexe Gemüter nach einfachen Erklärungen.“ Ich sage dazu: „Multidimensionale“ Probleme gab es früher nur bei Perry Rhodan und Raumschiff Enterprise, und die „einfachen Erklärungen“, die liefert seit Jahren zuverlässig der „Süddeutsche Beobachter“ den wenigen unterkomplexen Gemütern, die ihn immer noch überfliegen – im Zweifelsfall ist immer der Russe schuld!

Ein letztes Mal sei noch der Imhoff zitiert, weil das einfach zu schön ist, um der Welt vorenthalten zu bleiben: „Wenn wir uns über die Fakten nicht mehr einig sind, dann funktioniert Demokratie nicht mehr. Dann gibt es nichts mehr, worüber wir streiten können.“ Ausnahmsweise weicht der Sommerschlaf dem Sommerlachkrampf angesichts eines solchen Ausmaßes an regimetreuer Totalverblödung.

Erwähnt sei auch noch das Wort „Blubber-Medien“ für all jene, die vom abgeranzten Bullshit des SZ-Milieus auch nur einen Millimeter abweichen oder davon nichts mehr hören wollen. Werden wir zukünftig erfahren, daß der schlimme Leugneronkel nicht mehr querdenkt oder schwurbelt, sondern „blubbert“? Will das jemand wissen? Nehmen wir’s als Komödie, die ihr Haltbarkeitsdatum ins Schimmelige hinein überschritten hat.

Zufällig lese ich genau hier (zeitlich) einen Artikel von Paul Schreyer, der sehr präzise analysiert und meisterhaft zusammenfaßt, was da in mir blubbert und mich so müde macht. Dies sei zitiert: „Die Themen sind dabei eigentlich austauschbar: 9/11, Corona, Rußland. Wer will anecken? Und wozu überhaupt noch? Eine Gesellschaft auf Autopilot, die Wegpunkte auf der abzufliegenden Route haben andere programmiert. Manifestiert solche Ergebenheit, Mutlosigkeit, Bequemlichkeit nicht überhaupt erst die schlimme Situation? Oder anders gefragt: Wenn geglaubt wird, daß es sich nicht länger lohne, für Wahrheiten, von denen man privat überzeugt ist, öffentlich zu streiten, wird dann nicht genau dies, selbsterfüllend, auch zur Realität? Und führt das dann nicht zum bekannten Ergebnis: kollektive Ohnmachtsgefühle, kompensiert durch vereinzelten Sarkasmus, da wo es noch geht, wo die Gefühle nicht bereits in stumpfe Depression umgeschlagen sind?“

Deutsche Regimebehörden zu zitieren, könnte diebische Freude bereiten, wenn es nicht gleichzeitig und auf die Dauer so deprimierend wäre, die immer gleichen, gebetsmühlenhaft rezitierten Lügen serviert zu kriegen, augenscheinlich ohne auch nur einen Anflug von Scham angesichts deren Dreistigkeit und himmelschreiender Blödheit. Das „Paul-Ehrlich-Institut“ (PEI) etwa behauptet in einer immer noch aktuellen (weil nicht heimlich gelöschten) „Pressemitteilung“ von Mitte Mai, es wolle „Mit Fakten gegen Falschinformationen“ vorgehen. Daß die gesamte „Mitteilung“ so gut wie ausschließlich aus Falschinformationen besteht, könnte in einer sozusagen „reellen“ Welt Anlaß sein, das Ding wenigstens noch mal zu überarbeiten. Das führt aber automatisch in ein Dilemma, denn um nicht zu lügen, müßte das PEI sich sozusagen selbst anzeigen und damit rechnen, daß das gesamte Führungspersonal des kriminellen Ladens für lange Zeit in Haftanstalten verschwindet – auch das ehemalige, wie der notorische Boß Cichutek, eine der übelsten Figuren der „Corona“-Affäre.

Gegenstand der „Mitteilung“ ist eine Falschinformationskampagne mit dem Titel „#ImpfstoffFakten gegen Mythen“. Mit den „Mythen“ wiederum sind nicht etwa Sisyphos und Siegfried gemeint, sondern harte, hieb- und stichfest belegte und bewiesene Fakten, die das PEI mit billigen Lügen und doofem Gesülze aus der Welt schaffen möchte. „Fakt ist: Nebenwirkungen werden transparent kommuniziert“, heißt es da etwa. Das ist in gewisser Weise sogar richtig: „Nebenwirkungen“ der kriminellen modRNA-Gentechnik werden tatsächlich „kommuniziert“ (oder sagen wir: berichtet), aber nicht vom PEI, das vielmehr aus allen Propagandakanonen gegen solche Veröffentlichungen ballert und sie zu „Mythen“ erklärt. George Orwell hätte sich das nicht schöner ausdenken können.

Tatsächlich handelt das PEI bei seinen Vertuschungsbemühungen mittlerweile in einer Weise kriminell, die sogar in der „Oberwelt“ (Walter van Rossum) strafbar ist und als Verbrechen bestraft werden wird, indem es die längst fällige und gesetzlich vorgeschriebene Veröffentlichung sogenannter „Sicherheitsdaten“ (also der tatsächlich erfaßten Unzahl sogenannter „Nebenwirkungen“, deren nicht seltenste der Tod des Probanden ist) stur verweigert. Statt dessen schleudert es mit weiteren „Fakt ist:“-Lügen derart hemmungslos um sich, daß einem schummerig wird: „Fakt ist: Impfstoffe können vor Krebs schützen.“ (Fakt ist: modRNA-Injektionen können Krebs verursachen.) „Fakt ist: Impfstoffe gelten auch für Menschen mit Kinderwunsch und Schwangere als sicher. (Fakt ist: das Gegenteil.) „Fakt ist: Impfstoffe lösen die Krankheit, vor der sie schützen sollen, nicht aus.“ (Fakt ist: modRNA-Injektionen erhöhen nicht nur die Zahl aller möglichen Erkrankungen, sondern auch die der Krankheit, vor der sie „schützen“ sollen, was sie laut den Zulassungsstudien gar nicht können.) „Fakt ist: Impfungen sind besonders bei Säuglingen und Kleinkindern wichtig.“ (Fakt ist: Impfungen und modRNA-Injektionen sind besonders bei Säuglingen und Kleinkindern extrem und lebenslänglich schädlich.) „Fakt ist: Risiken und Nebenwirkungen von Impfungen werden weltweit sehr genau überwacht.“ (Fakt ist: Schädigungen durch Impfungen und modRNA-Injektionen werden weltweit intensiv und beharrlich vertuscht.) Und so weiter. Wie gesagt: Es könnte belustigend sein, wenn die Zahl der Opfer nicht so groß und die kriminelle Energie der PEI-Schreiberlinge nicht so deutlich und düster wäre. Und die Lügen nicht so dämlich.

Etwas einfallsreicher als das tumbe PEI gebärden sich bisweilen die Profiteure der Kohlensäurelüge. Nachdem der Mythos, CO2 „zerstöre“ „das Klima“ mittlerweile generationenübergreifend in die Gehirne gepeitscht wurde und vielfach immer noch geglaubt wird, hat mal wieder ein „Start-up“ eine geniale „Lösung“ gefunden: Magnesiumhydroxid. Das Zeug, das in Apotheken und Drogerien als Mittel gegen Sodbrennen verkauft wird, soll megatonnenweise ins Meer geschüttet werden, um dessen pH-Wert von 8,1 auf 8,2 zu erhöhen – wodurch die Gewässer der Welt 115.208 Tonnen Kohlendioxid aus der Luft zusätzlich binden und somit „das Klima retten“ sollen. Wer am heutigen Tag schon etwas Blöderes gehört hat, sollte seine Informationsquellen überprüfen. Immerhin: Bei dem irrsinnigen Quatsch springen für die „Erfinder“ 31,2 Millionen Dollar heraus (und aus den darob aufploppenden Champagnerflaschen ein paar Gramm CO2, das man dann erneut „binden“ kann – Heureka, ein perpetuum finanzile!).

Allerdings hat niemand eine Ahnung, welche Folgen der Quatsch für die Lebewesen im Meer hat. Und dann ist zum Hineinpumpen der Brühe ja auch noch ein ungeheurer Energieaufwand nötig, der mutmaßlich mit „fossilen Brennstoffen“ gedeckt wird. Da liegt mir ein „Hi hi!“ auf den Lippen.

Während dem deutschen Nazireich dringend daran gelegen war, nicht wie die Reichswehr im ersten Weltkrieg in einen Zweifrontenkrieg zu geraten – weshalb vor dem Angriff gegen die UdSSR eine EU gegründet und einigermaßen befriedet werden sollte, was wg. Brexit nicht gänzlich gelang –, ist dem ukrainischen Nazireich des angeblich immer noch herrschenden Machthabers Selenskij derartige Vorsicht fremd: Nachdem der Krieg an der Ostfront längst verloren ist und nur noch Dooftrottel wie der deutsche Bundeswackeldackel von Rußland ein Einhalten fordern, um nachrüsten zu können, beginnt Das Reich mit der Sprengung der Druschba-Pipeline fröhlich den nächsten Krieg, und zwar gegen Ungarn und die Slowakei, zwei EU-Mitglieder, wobei man allerdings darauf vertrauen darf, daß EU-Führerin Leyen auf Ungarn und die Slowakei pfeift, weil: beide „abtrünnig“! – und sich rüstig und tüchtig auf die Seite des Nicht-EU-Mitglieds Ukraine schlägt.

Die notorisch bräsig-tumbe Propagandapostille „Zeit“ meldet derweil unter dem fast unfaßbaren Titel „Was heißt denn Frieden?“, „alle“ hofften „auf ein Ende des Krieges zwischen Rußland und der Ukraine“ (also der NATO), ohne zu erwähnen, daß „alle“ eben nicht die Regimes von Deutschland und einigen anderen Mitgliedern des EUropäischen Reichs sind. Das ist ja auch schon egal, weil zu erwarten. Eine neue Dreistigkeit spricht aus dem nächsten Satz: „Aber was ist Selenskyj und Europa zuzumuten – und was nicht?“

„Selenskyj und Europa“ also. Was darf man denen „zumuten“, nachdem sie achtzig Jahre nach dem letzten auch diesen idiotischen Krieg verloren haben? Deutlicher könnte man das, was nicht gesagt wird, nicht sagen: Hey, Ukrainer! Ihr seid nichts als ein Haufen Spielzeugsoldaten und Kanonenfutter, um den sich niemand schert, zumindest nicht wir! Ihr habt ja schon wieder versagt, wie 1944! Kümmert euch selber um euren Dreck und 1.800.000 Tote, die wir zwar verursacht, aber nicht auf dem Gewissen haben! Weil wir kein Gewissen haben, har har!

Daß bei „Zeit“ noch irgend jemand in der Lage sein könnte, sich zu schämen für eine derartige Kotzwurstigkeit, sollte man lieber nicht vermuten, das endet in einer Enttäuschung. Ich mag sie nicht einmal mehr beschimpfen, diese fürchterlichen Trottel.

Und da ist er wieder: der Sommerschlaf, dringend.


3 Antworten auf „(periphere Notate): Blubbernder Sommerschlaf“

  1. Dieses degenerierte Bonner und Berliner Republik-Bürgertum empfindet so gut wie nichts für die der Arbeitsqual ausgesetzten Menschen; wie sollte es etwas für diejenigen empfinden, die man an die Front zum sich gegenseitig verkrüppeln und töten zwingt.
    Daß Bettenbau, Kekswichsen und Totschießen bald besser bezahlt werden sollen als Vollzeitjobs in der Zeitarbeit, verstehe ich nur noch als den Hohn einer bis ins Mark verdorbenen Klasse, der jegliche Empathie abhanden gekommen ist.

  2. ich weiß natürlich nicht, ob es irgendwen im deutschsprachigen Raum tröstet, doch ich schreibe es: Nicht überall auf der Welt ist der Zustand der Gesellschaft so jämmerlich. Wo ich jetzt wohne, in der Taiga, da habe ich Nachbarn: Ein sehr freundlicher pensionierter Rechtsanwalt, ein Mann aus dem Norden, ein Komi-Permiake, der hat gestern gezetert darüber, daß er nach 40 Jahren Rechtsanwaltstätigkeit eine Rente von 160.-€ im Monat bekommt. Gleichzeitig wohnt er allerdings in wunderschöner Umgebung in einem eigenen Holzhaus mit 72 Quadratmetern Wohnfläche, sammelt Pilze, geht Fischen, auf die Jagd und hat einen Garten, daß einem vor Freude das Herz überquellen könnte. Er isst Sachen, die mir manchmal meinen Fleischverzicht durchzuhalten schwer machen. Birkhuhnsuppe, Elch-Risotto(plof genannt), Wildschwein, Bär, Enten, Schnepfen, Zander, Hecht, Flußbarsche etc…. Jetzt gibt es Pilze aus dem Wald mit eigenen Kartoffeln und Zwiebeln gebraten. Und bei einem Strompreis von 5 Cent tagsüber und 3 Cent nächtens pro Kilowattstunde muss er nicht mal am Strom sparen. Wir rudern auf dem Fluss zu einem Wasserfall an einem Bach, der aus einer „heiligen Quelle“ gespeist wird und füllen Kanister damit. Trinkwasser als Lebensmittel. Sollte ich die Möglichkeit haben, mit Biophotonenphotographie Bilder zu machen, es wäre alles hell leuchtend. Er erzählt mir, daß Gorbatschow und Jelzin Verräter am russischen Volk seien und Stalin nichts in seine Tasche gesteckt hätte. Interessant. Hannah Arendt: „niemand hat das Recht zu gehorchen“
    Wie man euer Dilemma jedoch lösen könnte, da ist guter Rat teuer.
    Visualisierung vom „hier“ ist möglich https://t.me/filmchenvonklaus
    Gruß aus der Taiga

  3. Ich habe mich blöderweise von einem handelsüblichen Unterthanen in eine Diskussion ziehen lassen.

    Er schaut all diesen politischen Sumpfgeister die im Fernseher herumirrlichtern rein aus Unterhaltungsgründen. Nein, das Fernsehen berichtet keine Propaganda. Das sind Verschwörungstheorien.

    Für ihn sind die Verhältnisse irgendwie vom Himmel gefallen und Kritik ist Neiddebatte.

    Er bewundert all die Ausbeuter, Betrüger und Menschenschinder weil sie ja nun reich sind und also offensichtlich etwas richtig gemacht haben während er zu faul und zu dumm dazu war. Er ist halt Betriebswirt.

    Er schätzt sich glücklich, dass er es warm hat und zu essen und sich sogar ein Auto plus ein Rennrad plus ein Moped leisten kann. Weil er als Rentner noch arbeitet.

    Wobei es natürlich seinen Enkeln nicht mehr so gut gehen wird. Wahrscheinlich werden sie das Land verteidigen mussten wegen Putin. Aber ihm geht es ja auch schon nicht mehr so gut wie seinen Eltern.

    Das ertrage ich nicht mehr. Ich möchte einen Kryo-Pod!

Die Kommentare sind geschlossen.