(periphere Notate): Das und die Verdauung (Obacht!)

Der wirklich gefährliche Rassismus beginnt mit der Definition der idealen (eigenen) Identität und der Ausgrenzung und Abwertung des „fremden“ anderen. „Queer“ reimt sich jetzt auf „Arier“. Ich weiß: Das ist wie immer maßlos übertrieben. Es fragt sich nur, wie immer: von wem?

Screenshot

Seitdem der führende europäische Vertreter des faschistischen Rassismus seinen Posten als ukrainischer Einpeitscher im Deutschreich aufgeben mußte, ist es zumindest in der Disziplin „Beschimpfung, Bedrohung und Verhöhnung von gastgeberländischen Amts- und Würdenträgern“ etwas ruhiger geworden. Nun jedoch durfte der Ersatzbotschafter Oleksii Makeiev auf Einladung der umstrittenen, in Teilen rechtsextremen Friedrich-Naumann-Stiftung eine sogenannte „Berliner Freiheitsrede“ halten und warf dabei in Sachen Rassismus und Volksverhetzung alle Hemmungen über Bord: Den als Sklavenrasse markierten Russen brauche man nicht verbieten, nach oben zu schauen, meinte er etwa. „Die wissen sowieso nicht, daß es da oben einen Himmel gibt. Für sie gibt es da oben nur ihren Ortskommandanten. Und irgendwo ganz oben gibt es Putin. Die Russen träumen nicht. Deshalb konnten sie unsere Träume nicht zerstören. Deshalb können sie unseren Himmel nicht besetzen.“

Weiter blökte Makeiev (ohne deswegen an Ort und Stelle verhaftet zu werden): „Ich glaube, die Russen können weder fliegen noch träumen. Weil sie keine Flügel haben. Weil sie nicht frei sein können. Was die Russen gut können, ist hassen. Vernichtungswille ist ihre zentrale Motivation.“ Auch das weitere Gegoebbel des offensichtlich batteriebetriebenen Hetzbrüllaffen erhob sich keinen Millimeter über dieses „Niveau“ und aus dem Bereich der Strafbarkeit heraus. „Freiheit“ sei „unsere Religion“, pampte er endlich und wurde hinterher nicht etwa im Bademantel abgeführt, sondern von einer deutschen Elite mit Ovationen überschwemmt. Nein, die Veranstaltung fand nicht im Sportpalast statt. Weil der vor bald zweiundfünfzig Jahren abgerissen wurde.

Eine Woche nach dem Abriß erschien übrigens das letzte Album der Band Alice Cooper, die im Juli 2025 ein neues Album herausbringt (wie man so sagt). Eine Pause von zweiundfünfzig Jahren dürfte selbst im Genre Rockmusik, das seit Jahrzehnten in einer Schleife der Dauerwiederholung feststeckt, ziemlich ungewöhnlich sein. Das tut aber hier nicht viel zur Sache, ist höchstens Anlaß für die Bemerkung, daß nicht alles, was derzeit nach langem Exil in der Versenkung wiederkehrt, unerfreulich sein muß.

Der russische Botschafter Netschajew, der selbstverständlich in Deutschland keine „Freiheitsreden“ halten darf und unter ministeriellen Drohungen steht, von Gedenkfeiern zum Sieg der Roten Armee über Wehrmacht, SS und Nazideutschland von Sicherheitsdiensten „entfernt“ zu werden, durfte anläßlich des Gedenkens an die Schlacht auf den Seelower Höhen – zu dem er ausdrücklich nicht eingeladen war – ein paar Worte in ein Mikrophon des umstrittenen Propagandasenders RBB sprechen: „Wir kämpfen nicht gegen das ukrainische Volk. Das ist unser Brudervolk. Aber das neonazistische Regime können wir nicht dulden.“ Wobei es sich im Gegensatz zum Geseier des Ukronazis eindeutig um „Haßrede“ handelt, na klar.

Von „Corona“ will man in Deutschland angesichts angekurbelter Kriegshysterie nicht mehr viel wissen, wofür zuletzt auch diverse an Peinlichkeit kaum zu überbietende „Talkrunden“ im Staatsfunk mit den Haupttätern Buyx, Lauterbach, Drosten und irgendwelchen Pappkameraden sorgten. Dabei wird die Sache jetzt, wo selbst den dümmsten „Impflingen“ dämmert, daß sie einem Riesenschwindel aufgesessen sind, der sie möglicherweise sehr bald ihr Leben kosten wird, eigentlich erst richtig interessant. Zum Beispiel stellte sich unlängst heraus, daß wir die Dimensionen des Bergamo-Betrugs – auf dem letztlich die gesamte zumindest europäische Panikkampagne beruhte und fußte – noch immer nur in Ansätzen kennen. Unter anderem gab es wohl schon im Februar 2020, als Italien noch nicht einen einzigen „Fall“ (also: keinen Menschen mit „positivem Test“) verzeichnete, von dort eine Anfrage an die deutsche Pharma-Agentur „Gesundheitsministerium“ bezüglich einer möglichen Lieferung des nutzlosen, aber in vielen Fällen tödlichen Giftpräparats Remdesivir. Interessant ist dabei, daß Remdesivir damals in Deutschland angeblich nicht vorrätig war, daß jedoch eine der europäischen Hauptproduktionsstätten von Remdesivir in Italien steht – und zwar in Bergamo. Wer hier was angerichtet und hinterher vertuscht hat, bleibt zu ergründen. Und weil die „offiziellen Stellen“ nicht nur in dieser Hinsicht weiterhin stur und starrköpfig lügen, vernebeln, verdrehen und verheimlichen, wird das wohl noch etwas dauern.

Das „Befreiungstheologische Netzwerk“ in Berlin macht Reklame für eine Reklameveranstaltung, mit der auch Kinder „erreicht“ und womöglich bekehrt werden sollen: „Queere Tiere auf der Arche“ lautet das Motto, und stattfinden soll unter diesem ein „interaktiver Gottesdienst unterm Regenbogen“. Ich bin kein Christ, war aber viele Jahre lang eine Karteileiche der katholischen Kirche und weiß daher, daß ein Gottesdienst grundsätzlich „interaktiv“ gedacht und es somit eine Gotteslästerung ist, ihn als solchen zu bezeichnen, als wäre das eine Ausnahme. Des weiteren weiß ich, daß christliche Gottesdienste ausschließlich unter dem Kreuz stattfinden. Sie unter weltanschaulichen Anspruchssymbolen weltlicher Sekten – etwa Hakenkreuz oder Regenbogen – abzuhalten, ist somit die zweite Gotteslästerung und sowieso schlimmste Ketzerei.

Die rechtsextreme weltanschauliche Sekte „Bündnis 90/Die Grünen“ sorgt sich derzeit wegen „furchtbarer Angriffe auf die Rechte von trans Menschen“. Werte „Grüne“: Vor der Politik kommt die Grammatik, ohne die es weder Politik noch Jura noch sonst irgendeine gelingende soziale Interaktion im größeren Maßstab geben kann. Falls „trans“ ein Adjektiv sein soll, muß es in den Plural gesetzt werden, sobald mehr als ein solcher Mensch gemeint ist. Das wären dann also „transe Menschen“. Daß „transe Menschen“ die gleichen Rechte haben wie „queere Menschen“ und die verhaßten – hm, wie heißen die gleich? „Cis-Menschen“? – versteht sich außerhalb rassistischer Denkstrukturen von selbst. Oder habt ihr diesbezüglich andere Argumente, irgendwas mit einer zu privilegierenden „Herrenrasse“?

Und falls dem nicht so ist: Dann wäre es doch ganz hilfreich, wenn es euch gelänge, euren Rassismus zu überwinden und „transe Menschen“ ebenso wie „alte weiße Männer“ nicht mehr wechselseitig zu diskriminieren, sondern sie als das zu betrachten und zu behandeln, was sie sind: Menschen. Oder nicht? Zu weiteren Details dürft ihr gerne eure ehemalige Bundestagsabgeordnete Valerie Wilms befragen.

Und nein, ich möchte nicht darüber diskutieren, weshalb es selbstdefinierten „transen“ Männern mit Penis und Zottelbart verwehrt sein sollte, sich in Umkleidekabinen für Damen herumzutummeln. Es gibt so viele wichtige und interessante Dinge, und mit „Rechten“ hat das wenig bis nichts zu tun. Mich hat es als Kind im Hallenbad auch manchmal vor den alten weißen Männern in den Umkleidekabinen gegraust, vielleicht wäre ich sogar lieber zu den Damen hinübergeschlüpft. Mit dem Erreichen der Geschlechtsreife sollte einem aber eigentlich dämmern, wieso das irgendwie unangemessen wäre, nicht wahr?

Nun bin ich ein notorisch friedlicher Mensch und täte für Frau Ganserer sicherlich eine Ausnahme machen, auch weil ich in der ostentativen Lächerlichkeit ihres Selbstverkaufs einen Kern von Verzweiflung und Erhabenheit ahne. Allerdings bin ich ein Mann, und daher steht es mir nicht zu, derartige Erlaubnisse zu erteilen.

Kaum wesentlicher als dieses Geplänkel will es mir erscheinen, daß der umstrittene Exinhaber des umstrittenen Amts „Bundespräsident“, ein Pfaffe namens Gauck, mal wieder aus der Abstellkammer für erledigte Fälle gekarrt wurde, um auszustoßen, er sei „besorgt über die mentale Schwäche Deutschlands“ – gemeint ist die fehlende Begeisterung der Deutschen über den Plan, Rußland massenmörderisch niederzuwerfen und so zu filetieren, wie das einst Adolf Hitler und später die RAND-Corporation vorhatten. Daß der Typ in jeder Hinsicht unzumutbar und ein unbelehrbarer Verfassungsfeind ist, wußten wir ja schon bevor er jüngst zudem äußern durfte, jegliche Zustimmung „der Ukraine“ (gemeint ist: deren faschistischer Führungsclique) zu einem Friedensvertrag sei als „Unterwerfung“ zu werten. Auch hier, so will es scheinen, kocht einem Nazisohn noch immer die „Unterwerfung“ des deutschen Reichs in den Gedärmen.

Einer der blödesten Sätze, die dem Gauck je entfuhren, enthält erstaunlicherweise ein Stück Wahrheit, lediglich – wie in deutschen Führungskreisen heute üblich – orwellsch umgedeutet: „Wer Opfer und Täter verwechselt, verliert den moralischen Kompaß – und lädt den Vormarsch der Gewalt ein.“ Tatsächlich ließe sich so die deutsche „Außenpolitik“ der letzten zehn oder dreißig Jahre recht bündig zusammenfassen.

Ach so, und Deutschland, so heißt es, habe nun ein neues „Kabinett“. Ein erster Blick zeigt ein beispielloses Ensemble von Idioten und Verbrechern, das keine weitere Beschäftigung mit dessen Tätigkeiten wert ist. Merken sollte man sich vielleicht den Namen einer „Gesundheitsministerin“, den ich mir aber nicht merken kann – irgendwas mit Wanzen oder Warzen, wer weiß. Der „scheidende“ Vorgänger Nosferatu Lallerbach jammert derweil öffentlich seinem „Traumjob“ hinterher. Das wiederum ist verständlich: In keinem anderen Job gelang es dessen Inhabern in den letzten Jahrhunderten auf derart skandalöse Weise, mit Massenmord nicht nur straffrei davonzukommen, sondern auch noch hinterher öffentlich herumzuschwurbeln wie ein gehirnamputierter Marktschreier auf Duracell (Nummer eins) beziehungsweise sich selbst zum „Fraktionschef“ zu ernennen und solcherart strafrechtliche „Immunität“ zu erlangen (Nummer zwei). So leid es mir tut: Ich muß mir mit Rücksicht auf meinen Verdauungsapparat eine weitere Beschäftigung mit diesen Figuren ersparen.

Eine Antwort auf „(periphere Notate): Das und die Verdauung (Obacht!)“

  1. Traum:
    Ich fuhr mit dem Autobus nach Ischewsk. Dort holte mich Yuri Kutschiran, der Schamane der Udmurten ab und in einer ‚Buchanka‘, einem allradgetriebenen Kleinbus, holperten wir stundenlang über schlammige Feldwege immer tiefer in den Wald hinein. An einem schäbigen Blockhaus endete die Fahrt..drinnen war es mollig warm. Yuri grinste mich an und sagte: „heute wird es mal einen richtigen Abflug geben!“ Er zückte einen Lederbeutel und schüttete ein Pulver in die Teekanne. Als das Wasser kochte, goß er es auf das Pulver. Es kam dabei meiner Frage zuvor, erklärte: „das ist getrockneter Fliegenpilz, kennst Du das?“ Ich bejahte. Er weiter: „die sammelte ich an einem verwunschenen Platz, dort wachsen Fliegenpilze mit besonderer Wirkung, anders als im Rest der Welt, bist Du bereit? Du solltest unbedingt mit dir selber im Reinen sein, denn sonst wird es ein Horrortrip.“ Ich erwiderte, das sei kein Problem. Wir tranken diesen Sud. Es schmeckte richtig gut, erinnerte an Steinpilzsuppe. Die Wirkung setzte langsam ein. Yuri begann wie wild zu trommeln, irgendwann wollte ich Stille und ging alleine geradeaus in den Wald. Dort erschien mir eine Fee. Sie lächelte mich an. „Hey Klaus, Du hast einen Wunsch frei, egal was, es wird dir erfüllt“ „Jessas, haut der Pilz rein“, dachte ich. Irgendwie hatte diese Fee das liebevoll-mütterliche Antlitz von Agnes Strack-Zimmermann angenommen, puuhhh…. Doch wenn es denn einmal einen freien Wunsch gibt, egal. „Ok, dann wünsch‘ ich mir, dass Lügen kurze Beine machen.“ Da lachte die Fee und löste sich auf, einen Geruch wie ein Doppelbockbierfurz hinterlassend. Na gut, ich ging gemächlich zurück zu Yurijs Hütte. Neue Sinne, gänzlich neu, hatte ich. Konnte ohne Zeitverlust überall im Universum schauen, was grad los ist, sehr schön, interessant. Angst hatte ich keine. Da hub ein klägliches, Wehgeschrei an, ich war interessiert, was da los sei, wendete meinen Geist dorthin und siehe: Aus dem deutschen Bundestag kam das. Der erste, den ich erkennen konnte, das war Lauterbach. Jammernd und winselnd, mit schmerzerfülltem Gesicht, wankte er auf dem Boden des Hohen Hauses hin und her. Er war sehr viel kleiner, als ich ihn mir vorstellte. Da wurde ich gewahr, dass er beinlos war, die Hosenbeine sind leer. „Oha, dann hat der Wunsch ja tatsächlich Erfüllung gefunden“, er saß quasi auf seinen Hoden, was ihm offensichtlich Schmerzen bereitete. Ich sah nun weiterhin Dutzende jammernder Abgeordnete, auch an anderen Stellen und Plätzen des Landes wurde ich desselben Phänomens gewahr. Das Gejammere und Geschrei kam ausschließlich von der Männerseite, einzig Frau Tessa Ganserer schrie mit… die Frauen ohne Beine schauten nur verdutzt bis blöde… und wie die Ricarda Lang ohne Beine auf dem Boden hockte, so in sich ruhend, buddhistisch, sitzsackmäßig erhaben….Da klingelte mein Wecker, ich öffnete die Augen, kurz verwirrt über das realistische Szenario, aus welchem ich jäh entrissen ward. „Mein Gott, ich werde abends nicht mehr so viel Absinth trinken“, dachte ich mir, mahlte Kaffee, das knuspernde Geräusch dabei, seit Jahrzehnten vertraut, das bringt mich endgültig aus diesem Traum und ich gehe nachdenklich ins Theater zur Probe…..
    Gruss aus dem Ural

Die Kommentare sind geschlossen.