(periphere Notate): Bildung, leider versunken

Daß „der Westen“ in einen Krieg hinein schlafwandle, der sein letzter sein werde, ist ein Gemeinplatz dieser Zeit, der sich aus der bestgesellten Behauptung speist, „die Welt“ sei damals vor 110 Jahren ja auch per Schlafwandelei in den ersten Weltkrieg hineingeraten. Richtig ist daran höchstwahrscheinlich nur, daß der Krieg möglicherweise für den „Westen“ der letzte sein wird und daß er offenbar unmittelbar bevorsteht. Von „Schlafwandeln“ kann dabei jedoch keine Rede sein. Es ist Absicht – sofern man bei verzweifelten Wahnsinnigen, die Amok laufen, von „Absicht“ überhaupt sprechen kann.

Das ist in der Tat eine interessante Frage: Inwiefern verfolgen die irren Verbrecher, die all das, was uns seit vier, seit zehn, seit wer weiß wie vielen Jahren zermalmen und zerfetzen möchte wie ein Fluch, angezettelt haben, eine Absicht, und welche wäre das? Kann es überhaupt eine „Absicht“ sein oder einer solchen folgen, die Welt in ein eskalierendes, sich selbst rückkoppelndes Chaos zu schmeißen, aus dem am Ende niemand mehr herauskommt, für das es absolut keine Rechtfertigung gibt und das keinerlei erkennbaren Zweck hat, außer Qual und Vernichtung (sowie vorübergehende „Profite“) herbeizuführen?

Daß Deutschland während der „Corona“-Kampagne von einer verklausulierten Militärdiktatur beherrscht wurde (Gen. Holtherm & Breuer), ist kaum zu bestreiten. Fraglich bleibt noch, wer diese Junta einsetzte und wer die Strukturen dafür vorbereitete und gestaltete. Dies wäre ohne jahrelange Vorbereitung ja nicht möglich gewesen. Wir erwarten weitere „Schwärzungen“ in Dokumenten, die irgendwann „herausgeklagt“ werden, und erinnern daran, daß in der eigentlich gedachten „parlamentarischen Demokratie“ die Regierung ein Team von Beamten sein sollte, das den vom Parlament repräsentierten Willen der Bevölkerung umsetzt. „Dreimal kurz gelacht“ (so hieß mal ein Witzheft).

Zurück zum Krieg: Die USA/NATO läßt neuerdings ihre ukrainische Vasallenrestarmee Radarstationen (sogenannte Woronesch-Systeme) in Rußland bombardieren, die dazu dienen, Angriffe der USA/NATO mit Atomraketen rechtzeitig zu erkennen und abzuwehren. Die Absicht hinter diesen Bombardierungen ist zu klar und eindeutig, um darüber zu diskutieren. Wie Rußland darauf reagieren muß und wohl irgendwann auch wird, ist ebenfalls absehbar: Wenn dein Nachbar mit brennender Fackel in der Hand deinen Rauchmelder zerschießt, hat er was vor, nicht wahr?

Man sollte da nicht zu viel deuten, aber so viel ist deutlich: Die NATO hat den Krieg gegen Rußland in der Ukraine verloren, und das faschistische Regime der Ukraine hat nun Angst um sein nacktes Überleben. Diesen Figuren ist es relativ egal, ob Europa verwüstet und vernichtet wird. Die haben ihre Paläste längst an anderen Gestaden errichtet und werden sich beizeiten dorthin zurückziehen. Ähnliches gilt wohl – mit geringerem Panikfaktor – für die Kriegsherren in Washington, deren Interesse an Europa über die momentan laufenden Demontagen und den Abtransport aller brauchbaren Wirtschaftsbetriebe hinaus mit null Komma null ziemlich genau zu beziffern ist. Geld interessiert sich nicht für Menschenleben.

Beim Hitler nannte man das übrigens „verbrannte Erde“: alles kaputtmachen, was man nicht mehr beherrschen und ausbeuten kann. Interessant ist daran höchstens noch, daß die deutsche Idiotenregierung und ihre Generaldirektion in Brüssel nicht verstehen, was sie gerade selbst herbeiführen: das Ende ihres eigenen Herrschaftsbereichs.

Derweil feiert sich die Junta dafür, daß sie es 75 Jahre lang geschafft hat, ein „Grundgesetz“ irgendwie durchzupusseln, dessen öffentliches Vorzeigen (auch nur der Titelseite als Photokopie) vor vier Jahren gewaltsam strafbar war und dessen vorbildliche Artikel (die sich auf unveräußerliche Menschenrechte beziehen) vor vier Jahren außer kraft gesetzt, also abgeschafft wurden.

Wenn ein Führer eines Mitgliedsstaats der Kriegskoalition gegen Rußland Deutschland besucht, muß selbstverständlich einer dieser vielen Orden und Preise her, mit denen sich die Führer wie ihre Vorgänger in verflossenen Regimes zwanghaft behängen. Emmanuel Macron erhält deswegen den „Westfälischen Friedenspreis“, dessen ungeschickte Benennung durch die deutsche Propaganda nicht verbergen kann, daß er wohl mal an den Westfälischen Frieden erinnern sollte (und deswegen eigentlich auch „Internationaler Preis des Westfälischen Friedens“ heißt, was freilich auch ein Schmarrn ist).

Zum Preis dazu gab’s übrigens 50.000 Euro, die Macron sicher dringend braucht. Und in der Jury sitzen ein paar der üblichen Verdächtigen: Juncker, Gabriel, Merz, Wüst, Özdemir, Hetzmeier und so weiter.

Die Verträge des Westfälischen Friedens waren hochkomplizierte, recht kluge Abkommen, wie sie heutige „Politiker“ wohl nicht nur in Deutschland nicht mehr aushandeln und formulieren könnten, selbst wenn sie sich je über den Schulunterricht der achten Klasse hinaus (oder überhaupt) damit beschäftigt hätten und in der Lage wären, sie einigermaßen zu begreifen. Die ewige Wiederkehr des Krieges könnte man angesichts der Zustände, die 1648 in Europa herrschten, als Bildungsproblem bezeichnen: Man vergißt, was bei einem solchen Mist zuverlässig jedesmal herauskommt, und probiert es einfach noch mal, mit demselben entsetzlichen Ergebnis, das man ebenfalls gleich wieder vergißt.

Man vergißt vor allem immer wieder, daß der Keim und Urgrund aller massenmörderischen Unternehmungen von Staaten immer derselbe ist: blinder Glaube, gedankenloses Vertrauen in angebliche „Mächte“, Institutionen und Instanzen, deren Gültigkeit, Würde und Unfehlbarkeit „überhaupt nie hinterfragt“ (L. Wieler) werden dürfen. Sobald Menschen in größerer Zahl skeptisch und mißtrauisch werden, drohen die Blutmühle und die Ausbeutungsmaschine ins Stocken zu geraten. Auch hier wirkt ein rückkoppelnder Effekt: Je gebildeter Menschen sind, desto mißtrauischer werden sie, desto weniger fallen sie auf Propaganda und simple Dogmen herein. Und je mißtrauischer sie einmal sind, desto neugieriger werden sie und streben nach noch mehr Bildung.

Das dürfte einer der Gründe dafür sein, daß Dummheit und eine damit zusammenhängende Hybris und Selbstüberschätzung zu den wichtigsten Qualifikationen vermeintlicher Regierer zählen, die deshalb nicht einmal mehr merken, daß sie nicht mehr sind als billige Instrumente. Daß es in Deutschland ein „Bildungsministerium“ gibt, ist in diesem Licht ebenso logisch wie die Umbenennung des ausschließlich für Angriffe zuständigen Kriegsministeriums in ein solches für „Verteidigung“.

Die treudoofe deutsche „Bildungsministerin“ Stark-Watzinger wurde vor einiger Zeit zum Rapport beim „World Economic Forum“ vorgeladen und mußte in einem „Panel“ äußern: „When education goes down, lack of trust goes up!“ Übersetzt wurde dies von der Propaganda wie folgt: „Wenn die Bildung sinkt, steigt das Mißtrauen“ (gemeint ist: in „Die Wissenschaft“).

Wieder einmal werden wir Zeugen der mittlerweile „pandemischen“ Umdeutung von Begriffen in ihr Gegenteil: „Education“ ist selbstverständlich nicht „Bildung“, sondern – siehe die lateinische Wurzel – „Erziehung“ und als solche auch die Aufzucht und Dressur von Tieren. Dementsprechend meint die Propaganda mit „Bildung“ die vollständige ideologische Indoktrination, bis hin zu dem Punkt, an dem man die Wirklichkeit überhaupt nicht mehr wahrnimmt und wahrnehmen kann, sondern blind gehorcht und instinktiv handelt, wie man es beigedrillt bekommen hat, und das für die Folge eigener Entscheidungen hält.

Daß diese Art der Manipulation letztlich ein Volk von vollkommen genormten, in ihrem weltfremden Fanatismus und ihrer bedingungslosen Folgebereitschaft nicht mehr zu erschütternden Volksgenossen hervorbringt, woraufhin man nur noch die Unbelehrbaren auszumerzen habe, ist seit je her der zentrale Traum des Faschismus. Daß sich die dafür Verantwortlichen nie fragen, wieso ihre idiotische Vision immer wieder katastrophal scheitert, liegt sicherlich an mangelnder Bildung.

Wäre Europa in den letzten Jahren von nationalistischen Regierungen beherrscht worden, meinte die erwähnte WEF-Marionette Macron anläßlich ihrer Deutschlandtournee, dann hätte es weder Covid-„Impfstoffe“ noch eine „Unterstützung“ der Ukraine gegeben. Das heißt: Hunderttausende Ukrainer wären noch am Leben, hunderttausende in die Spritze Getriebene ebenfalls, ganz zu schweigen von den überlebenden Opfern, die unversehrt geblieben wären. Da möchte man fast für einen Moment das Ressentiment gegen Nationalismus überdenken, wüßte man nicht: Wenn so einer die Klappe aufmacht, kommt nichts heraus, was einen Gedanken wert wäre.

Auch dies ist eine Frage des Vertrauens: Wer einmal einen solchen widersinnigen Blödsinn äußert wie Frau Strack-Zimmermann und Herr Macron, darf nicht erwarten, daß irgendwer irgendeinen anderen Satz dieser Personen einfach so „glaubt“ oder auch nur widerspruchslos hinnimmt. Wenn solche Leute Ämter bekleiden, ist Mißtrauen ebenso natürlich und unvermeidlich wie wenn sich der Bock zum Gärtner und die Nacktschnecke zum Hüter des Salatbeets ernennen läßt. Man fragt zudem instinktiv, wer solche Entscheidungen trifft und wozu, und landet damit automatisch in der Fakultät für Verschwörungstheorien.

Also auf dem Komposthaufen. Und von dort muß man dann – um das Bild weiterzudenken – hilflos zuschauen, wie alles in den Graben geht, und damit zurechtkommen, daß daran angeblich der verfemte Kompost schuld ist, weil er einfach nicht genug Vertrauen in Bock und Schnecke hat und darüber hinaus auch noch die Gläubigen aufzuwiegeln versucht.

Ja mei, so ist die Welt. Aber wenn sie denn so sein soll, muß man sie in ihrer Idiotie wenigstens verspotten und verlachen. Dem Untergang ist es egal, ob wir gut oder schlecht gelaunt sind.


4 Antworten auf „(periphere Notate): Bildung, leider versunken“

  1. Wie immer: Herzlichen Dank!

    Tiere werden, glaube ich, eher einem „training“ unterzogen als einer „education“.

    In jedem Falle lernte ich kürzlich dieses Zitat kennen, mit dem Sie sicher auch etwas anfangen können:

    „Wir unterschreiben nicht. Es wird jedoch der Tag kommen, da wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die verteidigen werden, die es angenommen haben.“

    Max Reimann, Abgeordneter der KPD, im Jahr 1949 zum Grundgesetz

    1. Zugegeben: meine Wortherleitung ist sehr antiquiert, da muß man schon bis zum Lateinischen zurückgehen … was aber gelegentlich nicht schadet.
      Das Reimann-Zitat kenne ich tatsächlich noch aus dem Geschichtsunterricht (zehnte Klasse?). Die tragische Geschichte des Mannes sollte auch mal gründlich aufgearbeitet und erzählt werden; ich kenne keinen vernünftigen Versuch dazu, vielleicht hab ich was übersehen?

  2. war Georg Elsner(Hitlerattentäter, der den Bürgerbräukeller vergeblich sprengte) ein feiger Mörder oder war er ein tragischer Held?
    Wenn ich lese, was Münchens häßlichster Homunkulus, der Panzertoni, so absondert von kindervergewaltigenden Russen/Untermenschen/Tiermenschen/slawisch Minderwertigem kommt bei mir die Frage auf, ob ich einem Attentäter oder Mörder ebendieses Panzertoni nicht vielleicht trotz Mördersein Zigaretten in den Knast schicken würde, falls er das überleben würde, so monatlich zwei oder drei Päckchen
    Gruß aus der Taiga

  3. Ja, es schon interessant, woher all diese Doitschen Menschen an der ! Spitze ! unsres Staats-Sysdems ploetzlich gekommen sind. Die teilw. vor paar Jahren noch keiner kannte.
    Es ist wie eine Sumpf Bluethe.
    Speziell die Gruenbraune Flecktarnorganisation „Buendnis 90 Die Gruenen“ ist schon eine sehr schwerironische Variation vom Furchtbaren Schosz.
    Parohle:
    „Wir schaffen es – auch ohne Waffen-ß“ (freizitiert nach H. L. Gremliza)
    Aber die Pünktchenpartei auch nicht von Schlechten Eltern höhö, vgl. Strackula.
    (die ewig peinliche Kleinere Uebel Partei Espedeh, oh mei. Dazu ist genug gesagt. Peinsack Scholz als Offensichtlich Ruhmreicher Abschlusz).

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