Finden, checken, fuchsen – „Fakten“ zwischen Reitschuler, Gensing, St. Pauli und Augsburg

Die Welt, meint man, besteht aus Fakten. Fakten sind jedoch nicht etwa das, was „ist“, sondern vielmehr das, was bestimmt, wie man die Welt anschaut und sieht – die Weltsicht oder Weltanschauung mithin, die wiederum das eigene Denken und Handeln prägt, mit dem Fakten geschaffen werden.

Für „Fakten“ sind in den staatstragenden Leitmedien, die uns das Weltbild zeigen, das wir anschauen müssen, drei Abteilungen zuständig: Finder, Checker und Fuchser. Die Finder grasen zunächst die weiten Weiden der Meldungen ab, um herauszupicken, was ins Weltbild passen könnte. Die Checker prüfen die Ernte sodann auf Kompatibilität mit den übrigen Bausteinen und ihrer kausal-konsekutiven Konstruktion – was im Sinne der definierten Leitlinien widersprüchlich oder inkonsistent wirken könnte, wird aussortiert. Oder im Bedarfsfall so zurechtgebogen, frisiert und mit anderen „Fakten“ flankiert und unterfüttert, daß es doch wieder passend erscheint, wofür dann die Fuchser zuständig sind.

„Media Natives“, also Menschen, die ihr gesamtes Leben in der von den Medien geschaffenen Welt verbracht haben und eine andere weder kennen noch sich vorstellen können, ordnen den (relativ willkürlich) entsprechend benannten Abteilungen andere Aufgaben zu – im Grunde nur eine einzige: nämlich das, was von Abweichlern behauptet wird und als störende „Desinformation“ ins Konstrukt zu dringen sich anschickt, zu „prüfen“, um es anhand von Indizien (etwa „unseriösen Quellen“) verwerfen und zurückweisen zu können.

Das funktioniert in etwa wie folgt. Stellen wir uns einen Planeten vor, auf dem das Weltbild gilt, der Planet sei flach und außen begrenzt und werde von Sonne und Mond umkreist. Kommt nun ein Ketzer daher und behauptet zum Beispiel, der Umstand, daß sich der Horizont, wenn man sich ihm annähert, immer weiter entfernt und nie erreicht werden könne, deute darauf hin, daß es sich bei dem Planeten um eine Kugel handle, dann suchen die Faktenfinder zunächst eine Reihe von Berichten über Expeditionen zusammen, die den Horizont erreicht haben – etwa Schiffe, die ihm teilweise zu nahe gekommen und hinuntergekippt sind. Die Checker finden in der ketzerischen Behauptung verdächtige Elemente (etwa eine „alternative“ Quelle), prüfen die zum Gegenbeweis herangezogenen Berichte auf Konsistenz – ob zum Beispiel bei den hinuntergekippten Schiffen ein russisches dabei war oder eines, das aus unerfindlichen Gründen am anderen Ende des Horizonts wieder aufgetaucht ist. Und die Fuchser schnippeln eventuelle widersprüchliche und verunsichernde Details weg, um aus dem ganzen eine runde Geschichte zu basteln, die man mit fröhlich-erbaulicher Stimme im Radio erzählen kann.

So einfach ist das aber nicht immer; insbesondere fällt die Trennung oft schwer. So war etwa einer der leitenden „Faktenfinder“ der ARD, Patrick Gensing, durchaus auch für andere Bereiche – Checken, Fuchsen sowie gezieltes Verleumden von ketzerischen Abweichlern – zuständig. Das ist keine leichte Aufgabe, weil selbst das schönste und rundeste Narrativ Schwachstellen aufweisen kann, die sich nicht so einfach mit einem Kitt und Gips aus Bullshit und Verdrehung sozusagen zubappen lassen, sondern prekär und brüchig bleiben. Da können fiese Investigativketzer mit den Fingern drin herumbohren und das ganze Konstrukt morsch und schwabbelig machen.

Gensing mußte diese Erfahrung machen. Er hatte die Arbeitsweise der eigenen Propaganda etwas arg offensiv öffentlich entblößt, indem er dies „zwitscherte“: „Ich glaube, daß man die Leser eher gewinnen kann, wenn im Journalismus eine Haltung vertreten wird, als wenn da einfach nur Fakten angehäuft werden.“ (ohne Checkung und Fuchsung, fügen wir hinzu) „In meinen Augen ist das auch überhaupt nicht Journalismus.“

Der letzte Satz war einer zu viel. Klar, Propaganda ist (laut Duden) die „systematische Verbreitung politischer, weltanschaulicher o. ä. Ideen und Meinungen“ (also einer „Haltung“) „mit dem Ziel, das allgemeine Bewußtsein in bestimmter Weise zu beeinflussen“. Das darf man ruhig sagen, man lernt es ja mit etwas Glück auch in der Schule. Aber zu behaupten, daß das „überhaupt nicht Journalismus“ sei, daß Journalismus also vielmehr etwas anderes als Propaganda bezwecke oder gar bezwecken solle – hoppla, da ist der Ofen aber aus!

Daß das auch noch öffentlich und zur peinlichen Komödie wurde, verdanken wir Boris Reitschuster (mit dem mich, das sei ausdrücklich erwähnt, politisch und in anderen Hinsichten äußerst wenig bis nichts verbindet) und Gensing selbst, der sich auf derart idiotische Weise selbst in den Pudding grub, daß man meinen möchte, er habe das absichtlich getan, zum ein entblößendes Exempel für seine Zunft zu statuieren.

Daß die zu diesem Zweck über den Umweg einer Art juristischer Nothängebrücken zusammengenagelte Klage selbst in diesen Zeiten kein Richter der Welt als etwas anderes betrachten konnte als das, was sie war (ein dummer Witz), war Gensing sicher klar (außer er ist ein richtiger Depp, kann auch sein). Nun gibt Gensing das Finden, Checken und Fuchsen gänzlich auf und wechselt zum FC St. Pauli, der sich „im Bereich Medien und Kommunikation breiter aufstellen“ will. Da gibt es nichts zu checken, das Ergebnis zeigt die Anzeigetafel, und Tabellen lassen sich nicht fuchsen. Propaganda ist zwar auch im Profisport gefragt, aber immerhin kann sie da (vermutlich) niemandem schaden und sorgt bestenfalls für Erheiterung. (Wie freiwillig der ganze obskure „Transfer“ geschieht, mag ich nicht deuten. Das wäre reine Spekulation. Und daß Reitschuster Gensing zum „Linksradikalen“ ernennt, weil er mal „antifamäßig unterwegs“ gewesen sein will, möglicherweise sogar noch vor der Wandlung der „Antifa“ zur regimetreuen Brülltruppe, und sich als Fan der notorischen Rechtsrocktruppe „Feine Sahne Fischfilet“ bezeichnen läßt, – nun ja, das sei ihm verziehen, ist halt ein aus Gewohnheit entspringender Reflex.)

Nun gibt es zwar nicht genug Profifußballclubs in Deutschland, um all die amtsmüden Finder, Checker, Fuchser und sonstigen Propagandaarbeiter „aufzufangen“, die derzeit auf der Webseite Meinungsvielfalt.jetzt ihren Frust über den Knochenjob des täglichen Umschraubens und Ummünzens der Wirklichkeit zur „Wahrheit“ entladen. Da unter ihnen vermutlich nicht wenige sind, die den Beruf des Journalisten noch „richtig“ – also jenseits der Propaganda – gelernt haben, finden sie jedoch in sogenannten „alternativen“ Medien sicherlich hinreichend Platz und Gelegenheit, das zu tun, was sie können. Zu verdienen gibt es da, wie ich aus eigener Erfahrung sagen muß, wenig bis nichts, aber das Geld, das man ihnen anderswo hinterherwirft, ist ja sowieso bald nichts mehr wert.

Der interessantere Punkt an der ganzen Geschichte ist am Ende vielleicht Boris Reitschuster selbst. Hinter den ganzen Findern, Checkern und Fuchsern gibt es nämlich noch eine weitere Instanz, die man – verschwörungstheoretisch betrachtet – als so etwas wie die Puppenspieler bezeichnen könnte, an deren Fäden die Faktenleute hängen. Prosaischer ausgedrückt: zahlen sie deren Gehälter oder zumindest Boni. Wer bezahlt, verfolgt damit meist eine Absicht. Im Falle der „Integrity Initiative“ besteht diese Absicht darin, westliche Medien mit russenfeindlicher Propaganda zu fluten.

Diese „Integrity Initiative“ ist ein Projekt des britischen Denkpanzers „Institute for Statecraft“, der unter anderem von der britischen Regierung, der NATO, dem US-Außenministerium und Facebook finanziert wird und es unter anderem schaffte, die Karriere des britischen Oppositionspolitikers Jeremy Corbyn zu ruinieren – mit den üblichen Mitteln: Desinformation, Propaganda, Falschmeldungen, getarnt als Faktenfindung, -check und -fuchserei. Das ist belegt und bewiesen, aber weil es eben Medien waren, die sich dafür einspannen ließen, ist nachvollziehbar und verständlich, daß Medien darüber kaum bis nicht berichtet haben. Niemand kippt gerne den eigenen Abfalleimer vor der Haustür aus, damit jeder sieht, was für Stinkzeug da so drin ist.

Die Corbyn-Destruktion war aber nur ein Nebenprojekt der „Integrity Initiative“. In erster Linie geht es, wie gesagt, um antirussische Propaganda. Dafür genügt es längst nicht mehr, Hampelmänner in Redaktionen „seriöser“ Leitmedien zu plazieren oder ganze Redaktionen zu kaufen, weil die Produkte dieser Redaktionen immer weniger Leute ernstnehmen – nicht zuletzt weil immer mal wieder so was wie mit Corbyn auffliegt und das „Vertrauen“ schädigt. Wer wissen will, was wirklich passiert, ist schon immer auf ein gewisses Spektrum angewiesen. Früher mußte man neben der „Zeit“ auch die SZ und den „Spiegel“, eventuell Konkret und andere „Alternativmedien“ lesen, um sich ein ungefähres Bild zu machen und eine Meinung zu bilden. Heute verläuft die Grenze zwischen „Zeit“-SZ-„Spiegel“-etcetera auf der einen und den darob verpönten und mittels Findern, Checkern und Fuchsern bekämpften „alternativen Medien“ auf der anderen Seite. Wie gesagt: Viel anders war das früher nicht, neu ist nur die Vervollkommnung der (nicht immer gänzlich freiwilligen) „Gleichschaltung“, Abschottung und Radikalisierung auf seiten der „Seriösen“.

Interessant an der „Integrity Initiative“ ist, daß sie offiziell den Zweck verfolgt, russische „Desinformation“ aufzudecken. Das tut sie aber nicht, zumindest ist davon – im Gegensatz zu anderen Propagandabüros, etwa „Correctiv“ – in der Öffentlichkeit nichts zu bemerken. Laut „Wikipedia“ gibt es dort „Experten“, die „analysieren und diskutieren“, aber was und wie und wozu, erfährt man nicht. Es gibt nicht mal eine Webseite. Oder: nicht mehr; die Domain ist für 3.360 Euro zu erwerben. Die einst ehrenhafte Organisation „Anonymous“, die sich in letzter Zeit durch gezielte Angriffe auf alternative Medien (vermutlich im Auftrag von NATO-Geheimdiensten) ihre Finanzierung sichert, aber eher den eigenen Ruf als den der Angegriffenen ruiniert, hat 2018 die „Integrity Initiative“ gehackt und eine ganze Menge Dokumente „erbeutet“ (was selbstverständlich umgehend „den Russen“ angelastet wurde).

Aus den gehackten Dokumenten geht hervor, daß der hochgeheime Verein in vielen Ländern regelrechte „Zellen“ von Journalisten und „Experten“ gründet, die mit der Aufgabe betraut sind, sozusagen undercover rußlandfeindliche Propaganda in Medien unterzubringen, und dafür bezahlt werden. Weil wie gesagt die „seriösen“ Leitmedien in der öffentlichen Meinungsbildung nur noch eine Nebenrolle spielen, konzentriert man sich dabei offenbar auch auf „alternative“ Medien, die sich durch investigative Bemühungen und kritische Arbeit zu anderen Themen ein gewisses Ansehen erarbeitet haben und daher vielen Menschen – oft zu Recht – als vertrauenswürdig gelten.

So wie – eben – Boris Reitschuster, dessen Arbeit zum „Corona“-Spektakel ja bei aller manchmal nervigen Eitelkeit und Selbstverliebtheit (das ist Geschmackssache!) durchaus vorbildlich war und ihm deswegen auch eine ganze Menge Ärger und enorme Aufmerksamkeit einbrachte. Während indes viele „Alternative“ der westlichen Kriegspropaganda gegen Rußland in Sachen Ukraine ebenso skeptisch und kritisch begegnen wie dem zuvor dominanten Gedroste und Gewieler, folgt Reitschuster geradezu fanatisch der „Putin=Hitler“-Linie der westlichen Propaganda. Wobei ich einräumen muß, daß mir seine gelegentlichen „augenzwinkernden“ Bemerkungen zu Rußland schon länger verdächtig waren – der Mann wirkte jahrelang für den „Focus“ in Moskau, und der „Focus“ ist weder als linkes noch als neutrales, „objektives“, kritisches, investigatives oder wie auch immer von neoliberal-westlichen Dogmen abweichendes Medium bekannt.

Der deutschen „Zelle“ der „Integrity Initiative“ gehörten zum Zeitpunkt des „Leaks“ neben dem unlängst verstorbenen US-Agenten Hannes Adomeit, dem britischen NATO-Agenten und Rüstungslobbyisten Harold Elletson als „Führungsoffizier“ eine Dame an, die seit vielen Jahren immer dann vor deutsche Fernsehkameras bestellt wird, wenn so richtig deftige Hetze zum Krieg gegen Rußland gefragt ist: Marieluise Beck. Die wurde gleich 1983 mit der allerersten Fraktion der „Grünen“ als antipazifistisches U-Boot in den Bundestag eingeschleust und schießt seitdem so vehement, wahnhaft und manisch gegen alles, was mit Rußland und Frieden zu tun hat, daß der Partei nur zwei Möglichkeiten blieben: die Hetzerin hinauszuschmeißen oder sich sozusagen von innen nach außen zu krempeln, jeden Rest von Friedensgetue über Bord zu werfen und voll auf Krieg (vor allem gegen Rußland) umzuschwenken. Seit 2017 bearbeitet sie dieses Projekt gemeinsam mit Ralf Fücks und dem dubiosen transatlantisch-neoliberalen Denkpanzer „Zentrum Liberale Moderne“, dessen Feind laut Eigenaussage logischerweise „der Moskauer Kreml“ ist und der dafür auch schon vor Jahren peinlichste Propaganda für die „offene Gesellschaft“ der Ukraine betrieb.

2016 zählten zu den weiteren „avisierten“ Kandidaten für eine Mitarbeit in der deutschen Zelle der Kampforganisation neben einer Korrespondentin des „Tagesstürmers“ auch – Boris Reitschuster, der seit der Schließung des Moskauer „Focus“-Büros 2015 keinen wirklichen Job mehr hatte und als notorischer Russenhasser sozusagen prädestiniert für die Stoßrichtung der „Integrity Initiative“ schien. Daß seine Arbeit zu „Corona“ hin und wieder behindert wurde (etwa durch den entlarvend peinlichen Hinauswurf aus der Bundespressekonferenz), aber niemals mit der Vehemenz und dem Vernichtungswillen bekämpft wie etwa Ken Jebsen, mag dem einen oder anderen aufgefallen sein.

Ob allerdings der „Boris Reitschuler“, der von der „Integrity Initiative“ zur „Einbindung gegen Putin“ empfohlen wurde, wirklich „unser“ Reitschuster ist, ob er das Angebot annahm oder lieber unabhängig blieb, um sozusagen unentgeltlich weiterhin Propaganda gegen Rußland zu machen – ich weiß es nicht und werde dazu auch keine Behauptungen aufstellen. Möglicherweise arbeitet er ja jetzt für den FC Augsburg, dem es sicher nicht schaden könnte, sich „im Bereich Medien und Kommunikation breiter aufzustellen“.

(Und falls sich jemand einen verregneten Nachmittag mit einem Kopfsprung in den echten Irrsinn vertreiben möchte, empfehle ich die Diskussionsseite des „Wikipedia“-Blogs, allerdings nur mental einigermaßen gefestigten Menschen.)

 

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3 Antworten auf „Finden, checken, fuchsen – „Fakten“ zwischen Reitschuler, Gensing, St. Pauli und Augsburg“

  1. Hallo Herr Sailer
    ein ähnlichen Artikel über dieses Projekt u. B. Reitschuster steht schon im anti-spiegel des Thomas Röper .
    Es ist kaum zu glauben . Was läuft da nur schief
    .
    MfG Stefan Friedrich

  2. „Ukraine: So ordnen Sie Quellen und Bilder richtig ein“:

    https://www.br.de/nachrichten/bayern/muenchen-demo-zum-gedenken-an-kriegs-opfer-auch-in-der-ukraine,T5FVDlE

    Der BR liefert dazu die schöne Überschrift:

    „München: Demo zum Gedenken an Kriegs-Opfer – auch in der Ukraine“.

    Nun saß ich just zu diesem Zeitpunkt im Cafe Luitpold und der Demozug kam mit Blaulicht und lauten Gesängen und einer sehr schrillen Megaphonstimme einer jungen Frau um die Ecke. Je näher der Demozug zum „Gedenken an Kriegs-Opfer – auch in der Ukrainie“ gekommen ist, desto lauter wurden die in reinstem Ukrainisch skandierten Forderungen an die Münchner Innenstadtbevölkerung, die von der vom BR interviewten jungen Frau (mit dem Blumenkranz auf dem Kopf) mit sanftem Lächeln und liebenswertem Akzent als „damit die Deutschen auch weiterhin an unserer Seite stehen – mit allen Mitteln“ übersetzt wurde.

    Dicht an dicht wälzt sich der Demozug an uns vorbei und zwar an genau dem Ort, der für mich wochenlang der Ausgangspunkt zu total verbotenen „Corona-Spaziergängen“, noch totaler verbotenen „Kerzen-Demos“ und ganz besonders verbotenen „unangemeldeten Versammlungen“ war (einmal blies ein wütender, außer sich geratener Polizist auf dem Marienplatz einem einsam mit einer kleinen Kerze stehenden jungen Mann die Kerze aus, mitten vor die Brust, wo doch der „Infektionsschutz hat oberster Priorität“ aus jedem Lautsprecher geplärrt hat).

    Der Polizeischutz war damals schon weit hinauf bis in die Nymphenburgerstrasse mit Polizei an allen U-Bahnaufgängen verrrammelt und martialisch an jeder Kreuzung wurde man schon als Radfahrer aufgehalten und inspiziert, ob man nicht vielleicht eine Trillerpfeife dabei hätte…

    Man sitzt mit Gänsehaut an seinem Kaffeehaustisch und hat das erste Mal wieder dieses grundsätzlich ungute Gefühl, das man bis zu Corona gegenüber allen grösseren Menschenansammlungen – zumal brüllenden, in nationale Flaggen gewickelten – Zeit seines Lebens immer hatte. Und frägt sich, von wo an es umgeschlagen ist und warum. Und findet darauf keine Antwort. LG Josi

  3. …die Antwort wird (wieder mal) sein:

    Doitschland findet im & durch „den Krieg“ zu sich.

    Und seinem wahren Wesen.

    (auch der feiste Panzergeneral Hofreiter. Und silbrige Nebelgranaten wie ML Beck Oberdorf oder MA Strackzimmermann)

    Ist doch 1 schönes Gefühl.

    (Fahnen, und Gebrüll, sind doch auch was schönes. Fast schon son Feeling wie im Sommermärchen 2006 – genau genommen dem letzten Jahr vor dem Beginn der Dauersch.., Finanzkrise – Puhtin Rede !, Georgienkrieg, Syrienkrieg endlos, NSA, Assange, Ukrainekrieg endlos, Covid…)

    (jdf., bis es blitzt)

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