(periphere Notate): Bürgerkrieg ohne „Rechtsgrundlage“?

Söder hat’s gewußt. Als vor ein paar Wochen – ist es schon ein paar Wochen her? – die Idee aufkam, die niemals anderswo als auf Papier existierende „epidemische Notlage von nationaler Tragweite im November aufzuheben, klingelten bei dem bayerischen Autokraten die Alarmglocken: „Wenn das Aus komme, ‚gibt es de facto keine Rechtsgrundlage mehr – egal für was. Weder für das Testen in der Schule noch für Masken noch für ganz normale Ideen wie 3G plus, oder 2G oder 3G‘, sagte er im Bayerischen Rundfunk.“

Da hat er irgendwie schon recht, aber nur zum Teil. Die Absetzung der „epidemischen Notlage“ vom Spielplan des Diktaturtheaters wäre möglicherweise wirklich ein oder das „Aus“ für ihn und seine Komplizen. Eine „Rechtsgrundlage“ auf Papier gäbe es zwar nach wie vor – vielleicht sogar für die Terrormaßnahmen gegen Kinder; da wird halt schnell ein neues Gesetz gebastelt, das für derartige Verbrechen gar keine „Lage“ als Voraussetzung braucht. Jedenfalls aber gäbe es eine Rechtsgrundlage für andere Dinge, etwa ein friedliches soziales Leben: zum Beispiel das Grundgesetz, das man nach dem „Aus“ für die Irrenjunta wahrscheinlich bloß einfach wieder für gültig erklären bräuchte.

Für „ganz normale Ideen“, um Untertanen zu quälen und zu drangsalieren und ihnen ihr Leben zu versauen, gäbe es dann indes tatsächlich keine Rechtsgrundlage mehr. Die gibt es aber genau genommen jetzt auch nicht: Jede einzelne dieser menschenverachtenden „Ideen“ verstößt gegen die Verfassung und die Menschenrechte; insbesondere verstoßen sie gegen Artikel 1 der Verfassung, den Söder selbst dann nicht außer Kraft setzen dürfte, wenn er als Autokrat für die gesamte Republik zuständig wäre.

Das heißt: Er kann es selbstverständlich doch. Weil solche wie er und ihre Befehlshaber alles können, solange sie niemand hindert.

Damit das nicht passiert, werden in den letzten Tagen die „Inzidenzen“ mit einer Gewalt hochgetestet, die ebenso beispiellos ist wie die völlig entfesselte Hetze, die aus sämtlichen Leitmedien herausschießt wie Tränengasbrühe aus Wasserwerfern. Was muß mit Menschen, mit angeblich ausgebildeten (und im Rahmen ihrer Ausbildung mit dem Pressekodex vertraut gemachten) Journalisten geschehen, daß sie derart die Kontrolle verlieren und sich in fanatische Brüllaffen verwandeln, wie man sie in Deutschland seit 1945 nicht mehr erlebt hat?

Einer neuen Studie zufolge waren übrigens die Atomkraftgegner an Tschernobyl und Fukushima schuld.

Einer privaten Erhebung zufolge, für die es keine Statistik braucht, sind derzeit in meinem privaten Umfeld alle nicht mRNA-Behandelten bumperlgesund, während sich ein gefühltes Viertel der Behandelten mit leichten bis schweren, akuten bis hartnäckigen Erkältungen herumschlägt. Manche davon lassen sich dann auch noch „auf Corona testen“ und begeben sich freiwillig zwei Wochen in Hausarrest. Bei einigen habe ich den Verdacht, daß sie Angst vor dem „Boostern“ haben und sich mittels Positivtestung über die nächsten sechs Monate retten möchten. Andere sollen sich vielleicht nur mal richtig auskurieren, was verständlich wäre, vor allem mental.

Zwischenfrage: Was ist eigentlich aus der „Herdenimmunität“ geworden? Hat davon in letzter Zeit jemand mal was gehört?

Der „Corona“-Kult ist mit einiger Sicherheit die dunkelste Religion, die die Menschheit je heimgesucht hat. Das mag anmaßend klingen, gab es doch den Nazismus, der die Schwärze der menschlichen Seelenlosigkeit deutlicher zu Tage treten ließ als alles vor ihm. Aber in dem absoluten Nichts, der totalen Leere der eskalierenden Raserei, die damals vonstatten ging und in Bergen und Schluchten von totem Fleisch und Blut endete und erstickt wurde, gab es doch bis in die letzten Augenblicke hinein die Gestalt des Messias – die häßliche, böse Fratze des Führers, der sein Volk mit grellgrünem Licht erfüllte, indem er den „Allmächtigen“ anrief oder notfalls zu verkörpern sich bemühte (Victor Klemperer berichtet von Ehrlichen, die noch nach Mai 1945 beschämt gestanden, immer noch „an ihn“ zu glauben).

„Corona“ hat Führer, mehrere sogar, aber „Licht“ (was auch immer man als solches empfinden mag) geht von ihnen nicht aus. Die Banalität des Bösen hat bei Klaus Schwab, Bill Gates und ihren Konsorten nicht einmal etwas dunkel Strahlendes (sieht man vom Glamoureffekt mancher „Twitter“-Auftritte eines Musk oder Bezos, Schwabs bizarr klingonenartiger Maskerade oder der verblassenden Erinnerung an den Mythus des vom Krebs zerfressenen Steve Jobs ab). Sie sind einfach nur banal, deswegen aber nicht weniger böse, auch wenn ihr Furor vordergründig diskreter erscheint.

Nicht vergessen sollte man die Kultphilosophen, deren Sentenzen den Weg ins Licht der Düsternis weisen oder wenigstens pflastern. „Pragmatismus ist nicht das Gegenteil von Perfektionismus, sondern der Weg dorthin“, sprach (dokumentiert von einem fanatischen Jünger) vor einem Vierteljahr Uğur Şahin, Gründer und Hauptprofiteur der Firma Biontech und als solcher binnen Monaten in die Kaste der milliardenschweren Weltkönige aufgestiegen. Die Weisheit, die dem rückständigen Menschen absurd widersinnig erscheint, folgt einem Denkmodell, das weitere Weisheiten zwingend nach sich zieht, etwa „Demokratie ist nicht das Gegenteil von Diktatur, sondern der Weg dorthin“ und „Friede ist nicht das Gegenteil von Krieg, sondern der Weg dorthin“.

Möglicherweise ist der krumme Gedanke auch keine Weisheit, sondern ein Zauberspruch. Der Biontech-Laden nämlich ist es gelungen, sozusagen die gesamte Betriebswirtschaftslehre auf den Kopf zu stellen: Von jedem einzelnen Euro, den die vor einem Jahr noch produktlos dahindümpelnde Firma mit ihrem einzigen Produkt (einer zweifelhaften, offenbar weitgehend wirkungslosen gentechnischen Brühe) einnimmt, sind 80 Cent reiner Gewinn. Andere Branchen, deren Führern es gelungen ist, mit einem Reingewinn von 3 oder 5 Cent pro Euro ungeheuer reich zu werden, schlackern da bloß noch mit den Ohren, zumal sie ja erstens erst mal etwas investieren und zweitens ihre Produkte dann auch noch auf dem „Markt“ durchsetzen mußten. Beides erledigten im Falle Biontech die Führer selbst: die Gates-Stiftung, das World Economic Forum und die ihnen untergebenen Regierungen. „Ein Traum“, wie man heute sagt.

Um die Magie weiterwirken und die Milliarden nach dem Schachbrettsystem ins Unendliche wachsen zu lassen, sind zwei Dinge nötig: Die Konsumenten müssen erstens erhalten bleiben. Niemand darf mit einem Zweit- oder (aktuell) Drittstich davonkommen, es muß zunächst jedes halbe Jahr und dann in immer kürzeren Abständen gespritzt werden. Und damit nicht auffällt, was das für Schäden und Verheerungen nach sich zieht, darf es keine „Kontrollgruppe“ geben. Es müssen ausnahmslos alle gespritzt werden. Dann kann man die Folgen auf eine „anhaltende Pandemie“ und immer neue „Varianten“ schieben, gegen die – eben – immer neue Spritzungen erforderlich sind.

Daher begann am 4. November offiziell die Kampagne zur Durchsetzung einer „Impfpflicht“ für die gesamte deutsche Bevölkerung, die zuvor (was immer verdächtig ist) lautstark und ausdrücklich „ausgeschlossen“ wurde, um sie dann um so erforderlicher erscheinen zu lassen. Und zwar zunächst unscheinbar: Eine „Umfrage“, meldete der Volksempfänger, habe „ergeben“, daß 57 Prozent der Befragten eine solche Zwangsspritzung befürworten. Was und wer da von wem gefragt wurde, erfuhr man wohlweislich nicht. In den folgenden Tagen „mehrten“ sich die „Stimmen“ irgendwelcher Politiker, die eine „Impfpflicht“ für „denkbar“ hielten oder es zumindest „angebracht“ fanden, darüber „zu sprechen“. Man darf also davon ausgehen, daß es dazu kommt.

Man kann wohl auch davon ausgehen, daß so ziemlich jedem klar ist, was diese „Impfpflicht“ bedeutet: Bürgerkrieg. Was allerdings „Bürgerkrieg“ bedeutet, ist offenbar noch nicht jedem klar. Mir übrigens auch nicht. Lassen wir uns überraschen.

4 Antworten auf „(periphere Notate): Bürgerkrieg ohne „Rechtsgrundlage“?“

  1. Am Führer war nicht alles Schlecht, er strahlte immerhin hellgrün.

    (im Ggs. zu den finstren Potentaten heutiger Zeit)

    Au weh, au weh.

    Da dreht einer am Rad.

Kommentar verfassen