Beim Schreiben eines Romans (5)

 
„Wolltest du sie zurückhaben, nachdem sie gegangen ist?“
„Natürlich. Aber ich glaube, das war ein Irrtum. Ich wollte nicht sie, ich wollte mein gewohntes Leben zurück.“
„Dein gewohntes Leben?“
„Ja.“
„Also all die Dinge, die du unerträglich fandst?“

„Nein, ich wollte, daß unser gemeinsames Leben … anders wird, daß es endlich richtig losgeht.“
„Losgeht. Nach fünf Jahren.“
„Ja. Nein, nicht nach fünf Jahren, sondern … daß es wieder so wird, wie es war. Daß wir an den Punkt zurückgehen, wo wir falsch abgebogen sind und uns verloren haben, und von dort aus weitermachen.“
„Ihr seid falsch abgebogen? Es war anfangs anders?“
„Ja.“
„Glaubst du diese Scheiße wirklich?“

2 Antworten auf „Beim Schreiben eines Romans (5)“

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